~Theo und sein kleiner Trost~
Jeder Tag wurde immer schwerer zum Aufstehen für Damian. Die Nächte schlief er nicht durch und sein sonst so gesunder Hunger war wie weggeblasen. Drei Tage nach seinem Geburtstag sah er aus wie der Tod höchstpersönlich und Rudolph wusste, dass er irgendwann nicht mal mehr stehen konnte. Deshalb beschloss er mit Damian darüber zu reden, dass er die Ausbildung zum Soldaten und das damit verbundene Training abbrechen sollte.
Damian stand in der offenen Küche und machte Pfannkuchen. Eigentlich nur für Rudolph, aber da dieser ihn so eindringlich ansah, machte er doch einen dünnen für sich selber mit. "Lass es dir geschmecken", murmelte Damian und stellte beide Teller auf den Tisch ab, an dem Rudolph saß. Er setzte sich und hielt seinen Kopf fest. Er pochte unangenehm und ließ Damian schlecht werden. "Ich muss mit dir reden", begann Rudolph und trank einen Schluck von dem lauwarmen Kaffee. Damian sah ihn auffordernd an. "Du solltest die Ausbildung abbrechen." Damians Augen wurden groß, er hatte seinen Vater enttäuscht. Sonst erbrachte er immer gute Leitungen, diese waren jetzt natürlich mächtig abgesackt. "Aber...Dad, ich werd wieder besser, versprochen. Das ist nur...nur son kleiner Aussetzer. Ich will nicht abbrechen." "Ich bin dir nicht böse Damian. Ich hab Angst um dich, du bist abgelenkt und dadurch angreifbar. Dir kann viel passieren allein beim Training. Ich kann dich natürlich nicht zwingen aufzuhören aber ich bitte dich als dein Vater, der dich von ganzem Herzen liebt und der sich Sorgen macht. Ich bitte dich Damian, denk an deine Gesundheit und außerdem ist es mir egal welchen Beruf du lernst. Ich werd immer stolz auf dich sein." Damian seufzte. "Kann ich darüber nachdenken?" Rudolph nickte nur und hatte angefangen zu essen. Damian jedoch stützte nur seinen Arm auf den Tisch und sah ihm dabei zu. In diesen Momenten hasste er seinen Mate abgrundtief, wenn er könnte. Kann er natürlich nicht, dafür liebt er ihn zu sehr und das obwohl er ihn nicht kannte oder gar gesehen hatte und er verfluchte auch seinen 18. Geburtstag. Der Tag an dem alles begann den Bach runter zu gehen...sein Leben war so schön und jetzt hatte er das Gefühl als lebe er am Existenzminimum.
"Iss Damian, du musst wieder zu Kräften kommen." Damian seufzte gequält auf. "Ich hab kein Hunger, Dad....das weißt du." "Ja, das weiß ich. Aber genauso gut weißt du, dass man essen muss um Energie zu haben. Los, iss wenigstens deinen Pfannkuchen und damit du dich nachher nicht in deinem Zimmer verkriechen kannst wirst du hier bleiben und Hausaufgaben machen." "Ich dachte ich soll die Ausbildung abbrechen?" "Ja, zur Schule musst du aber immernoch, du hast noch ein Jahr vor dir!" Damian murrte, immerhin ging es ihm nicht gut, wieso dann Hausaufgaben machen?!
Nur wenig später saß Damian am gleichen Tisch und hatte seinen Mathematikhefter vor sich liegen. Sein Kopf lehnte schwer auf seiner linken Hand und seine rechte führte den Stift, der die Aufgabe vom Buch abschrieb. Er mochte Mathe, alles war logisch, berechenbar und in keinem Fall chaotisch. Dennoch fiel es ihm schwer nachzudenken, selbst die einfachsten Aufgaben bereiteten ihm wahres Kopfzerbrechen. "Ich will nicht mehr", sagte er dann leise zu sich selber. Warum saß er überhaupt noch hier? Sein Vater war eh nicht da, er war beim Training der übrigen Kadetten und konnte Damian nicht beobachten. Seufzend ließ er seinen Kopf auf den aufgeschlagenen Hefter sinken und machte erschöpft seine Augen zu. Es war anstrengend....sein Leben war so...sinnlos. Damian wusste nicht wieso er dieses Gefühl hatte, sonst hatte er sein Leben geliebt und nichts war anders geworden....bis auf die unerwiederte, gar abgelehnte Liebe seines Mates, den er nicht mal kannte. Gott...wie kann das nur passieren? Verachtet sein Mate ihn so sehr, dass er ihm weh tun muss?
Damian schreckte auf als ihm über den Rücken gestrichen wurde und knallte volle Kanne mit seinem Hinterkopf gegen etwas hartes. "Fuck", keuchte sowohl er voller Scherz als auch die Person, die über ihm gebeugt war. "Mist...das tut scheiße weh...hoffentlich hast du mir nicht die Nase gebrochen." Damian sah Theo mit großen Augen an. "Wieso erschreckst du mich auch so? Man...sorry, geht's?" Theo hielt keuchend seine Nase, nickte aber leicht und setzte sich zu Damian. "Wie geht's dir?" Theo stützte sich auf seine Hand und sah Damian besorgt an. "Weiß nicht...bin müde...was machst du hier? Sonst kommst du doch auch nicht her." "Ich konnte deinen Vater überzeugen, dass du jetzt mich als Kumpel brauchst. Außerdem....du warst seit drei Tagen nicht mehr da, natürlich mache ich mir dann Sorgen um dich." Damian lächelte leicht glücklich, es machte sich noch jemand Sorgen um ihn, nicht nur sein Vater. "Jetzt geht es mir etwas besser." Theo lachte und legte eine Hand auf Damians Schulter. "Schön und als Pflicht deines Kumpel ist es dich abzulenken und zu trösten...also wollen wir raus? N paar Runden rennen?" Damian schüttelte den Kopf. "Ich will hier bleiben", seufzte er leise. "Und schlafen...ich will mich einfach nur verkriechen." "Dann tun wir das eben, komm." Theo zog Damian einfach hoch, obwohl er protestierte, da er noch nicht fertig war mit seinen Hausaufgaben. In Damians Zimmer begann Theo sich auszuziehen und ließ Damian erröten. "W-was tust du denn da?" "Mich ausziehen, sieht man doch! Los zieh dich auch aus. Oder willst du in voller Montur schlafen?" Damian schüttelte leicht einen Kopf und zog lediglich seine Hose aus.
Zusammen lagen Theo und Damian unter der Decke. Es war warm und Damian tat der Körperkontak wirklich gut. "Damian?" "Hm?" "Was war los...wieso kommst du nicht mehr zum Training, oder zur Schule?" "Das verstehst du nicht, Theo." "Erklär es mir doch bitte." Damian zeichnete Muster auf Theos Bauch. "Später...vielleicht", nuschelte er und schloss seine Augen. "Ich will jetzt schlafen." Theo schwieg und strich durch Damians Haare, sein Blick ruhte sanft auf Damian und zu letzt kuschelte sich Theo an ihn. Er konnte nichts gegen die aufkommenden Gefühle tun und war unglaublich glücklich mit Damian hier zu liegen.
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Sooo, das nächste Kapitel ist fertig🙈
Es ist etwas länger als die anderen👍.
Meldet euch bitte bei mir, wenn ihr Rechtschreib-, Grammatik-, oder Logikfehler entdeckt, einen fleißigen Sucher hab ich schon 🙈
Danke dir!
Viel Spaß beim weiteren Lesen und danke für Kommis und Votes, sowie eure Unterstützung ❤️
Eure Feli <3
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Damian ~ Der verlorene Wolf
WerewolfNur durch Zufall erfährt Damian wie sehr man ihn im Rudel hasst. Der Alpha stellt seine Eltern vor die Wahl. Entweder sie müssen das Rudel verlassen oder Damian allein tut es. Trotz das Damians Mutter im letzten Monat ihrer Schwangerschaft ist, sagt...
