Gaia gebe mir Kraft

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Hallo, meine Lieben! Ich wollte nur eine kleine Vorwarnung geben, diese Kapitel wird relativ kurz, weil... Ja, es gibt keinen richtigen Grund, außer dass es vielleicht eine Art Füllerkapitel wird, sodass wir mit dem nächsten Schwerpunkt weiter machen können. Ich hätte es vielleicht noch länger machen können, aber so richtig wollte es nicht. Aber ich hoffe, das stört euch nicht zu sehr? Die folgenden Kapitel werden natürlich wieder normal lang. Als Entschuldigung gibt es hier eine Skizze von Apollo für euch, die mit vielen anderen noch hier so rumliegt.

So, damit verabschiede ich mich auch

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So, damit verabschiede ich mich auch. Noch einmal Verzeihung und viel Spaß beim lesen!


Am späten Abend verabschiedete Lucius seine Kinder und wünschte ihnen eine gute Nacht. Sie hatten viel geredet, den meisten Anteil hatte aber Lucius gehabt. Die jungen Erwachsenen hatten überwiegend Fragen gestellt. Ein wenig hatte es Lucius leid getan, denn ihnen schienen die Fragen schon lange auf der Seele zu brennen. Und es waren nicht einmal schwere. Was isst du am liebsten? Wo ist dein Lieblingsort? Welches Wetter ist das schönste? Was tust du, wenn du nicht arbeitest? Er fand es traurig, dass die Antwort auf letztere Frage nicht war: Zeit mit meinen Kindern verbringen. Das wollte er gerne ändern.

Nun war es allerdings schon sehr spät und Lucius war gerade dabei, seine Toga auf den Schemel zu legen, eines der wenigen Möbelstücke, die gerade in dem Raum vorhanden waren. Lucius freute sich darauf, wenn es hier endlich heimeliger werden würde, aber er genoss auch den noch guten Blick auf Apollos Kunstwerk. Jetzt, wo es dunkel war, funkelten die Sterne an der Decke sogar.

Lucius wandte sich gerade dem Bett zu und wollte seine Decke zur Seite schieben, als er ein vertrautes Geräusch vernahm. Apollo war gerade auf dem Balkon angekommen. „Mit dir habe ich ja fast schon nicht mehr gerech-" „Ich hab' was mitgebracht!" „Oh, heilige Erdenmutter Gaia." „Nein, bloß Apollo. Ich glaube auch nicht, dass Gaia so gut aussehen würde." Apollo posierte auf der Balustrade, während Lucius sich bemühte, den Blick nicht in südlichere Gegenden wandern zu lassen. Er hatte es doch gewusst, durch diesen Stoff sah man doch fast alles durch. Dass es so etwas überhaupt bei einem gewöhnlichen Schneider in der Stadt zu kaufen gab, überraschte ihn schon. Aber das Kleid sah an Apollo auch echt gut aus, so gut, dass Lucius lieber weg sah.

„Aber, aber", Apollo drehte sein Gesicht wieder zu sich. „Sieht es denn so schlimm aus?" Lucius presste heraus: „Nein. Nein, alles gut. Ist gut. Sieht gut aus." Apollo grinste glücklich. „Danke sehr! Schau mal, wie fließend der Stoff ist! Es ist so toll, wenn man sich damit dreht, schau, schau!" Lucius sah durch die Lücke zwischen seinen Fingern, wie Apollo ein paar Schritte zurück lief und sich um sich selbst drehte. Er sah begeistert davon aus, wie ihm der Stoff hinterher flatterte und sein Schmuck klimperte.

„Hast du gesehen?" Lucius nahm seine Hände, um ihn etwas ruhiger zu stellen. „Ja habe ich. Es sieht wirklich sehr hübsch aus." Apollo aber zog eine Schnute. „Du hast ja gar nicht richtig geguckt." „Natürlich habe ich das. Du kannst es jetzt wieder weg legen." Er sah immer noch unzufrieden aus. „Na schön. Du verstehst wirklich keinen Spaß, hat dir das schon einmal jemand gesagt?" Lucius lachte. „Ja, tatsächlich meine Kinder, noch vor wenigen Stunden." Apollo verwandelte das Kleid in einen lockeren Chiton und auch sein Schmuck und seine Frisur lösten sich wieder. Lucius fiel auf, dass er ihn bis jetzt noch nie hatte Ohrringe tragen sehen.

Er drehte sich wieder zu seinem Bett, um die Laken und das Fell darauf so zu ordnen, dass er sich gleich gut hinein legen konnte. Apollo schlang seine Arme von hinten um ihn und begann, seinen Nacken zu küssen. Lucius langte nach hinten, um ihm über die Haare zu streichen, drehte dann seinen Kopf, um ihn selbst zu küssen.

„Übrigens, du musst vielleicht ein wenig aufpassen, wenn du hier arbeitest. Andriana hat dich letztens gesehen und es leider nicht gut verarbeiten können." „Ja, ich hatte es schon mitbekommen. Tut mir leid. Ich werde vorsichtiger sein." „Danke."

Amor vincit omniaGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt