Kapitel 11

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"Verstehe." Meinte ich und nahm meine Hand wieder zurück zu mir.

"Wie alt sind Sie?" Fragte ich.

"29 und du?"

"18. Was sagen Sie zu den Text? Wie nah denken Sie kommen die Gedanken an einen Vergewaltiger?" Wollte ich mich informieren.

"Gut geschrieben. Aber es scheint als hättest du öfters sowas geschrieben. Der Gedanke an sowas scheint dir nicht fremd." Behauptete er.

"Ich schreibe Geschichten." Erklärte ich und hob meine Tasche auf meinen Schoß.

Zum Kurekturlesen drucke ich es mir immer aus. Ich holte einen Stabel von einer Kurzgeschichte raus, welche nur 10 A4 Seiten beinhaltet und reichte sie ihn. Er nahm sie mir ab.

"Verstehe. Denkst du ich bin wegen Vergewaltigung hier?" Er legte den Stabel bei Seite.

"Meine Lehrerin meinte, ich soll mir mehr Gedanken machen und werde es vielleicht bereuen sowas zu schreiben. Da ich großteil über sowas schreibe, vermute ich es. Die Wahrheit können jedoch nur Sie mir sagen oder?" Ich knetete meine Hände nervös.

"Ja das kann ich. Mach ich aber nicht."

"Und wieso nicht?" Hakte ich nach.

Daraufhin war er still.

"Verstehe. James, ich denke, dass Sie sich nicht mir mir unterhalten willst und das Sie gar nicht dieses Projekt mit machen willst, ich verstehe das. Aber ich hab keine Lust zwei Wochen hier zu sitzen und mich anschweigen zu lassen."

"Ich bin tatsächlich nicht freiwillig hier. Alle anderen haben sich freiwillig gemeldet, ich nicht. Ich wurde ohne zu fragen dir zugeteilt. Das einzige gute ist, dass ich nicht in der Zelle hocke. Aber weißt du was? Es ist Montag. Statt mit die hier zu sitzen würde ich lieber bei meinen Leuten sitzen." Eeklärte er.

Mit seinen Leuten? Montag. Stimmt. Der, der uns Geführt hat, meinte, dass Montag Nachmittag die Insassen in den Gemeinschaftsraum können. Aber war er ernsthaft nur deshalb angepisst? Ich seufzte genervt.

"Also reden Sie nicht mit mir?" Fragte ich.

"Nur wenn ich Lust habe. Sonst verläuft das wie heute morgen." Bestimmte er.

Dieser Kerl. Wie soll ich denn da vorankommen.

"Jack!" Schrie ich, welcher sofort reinkam.

Er sah uns beide normal sitzen, schloss die Tür hinter sich und sah mir an.

"Ist es möglich, dass ich mit in den Gemeinschaftsraum gehe?" Fragte ich.

James hob verwirrt eine Augenbraue nach oben und verstand. Er verdrehte die Augen.

"Was? Sina, denkst du nicht, dass du zu unvorsichtig bist? Die ist schon klar das da überall-"

"Menschen sind?" Fragte ich.

"Ich mag es nicht, dass du mich unterbricht. Wenn du da unten bist, kann ich nicht versichern auf dich aufpassen zu können." Gestand er.

"Ist ok. Sie werden mich schon nicht Toten.....oder?" Nun war ich unsicher.

"Dein Onkel killt mich."

"Mich auch." Gab ich zu.

James blieb still und sah mich einfach weiter an. Ich jedoch hatte ein Blickduell mit Jack. Er sah zu James und dann wieder zu mir.

"Na gut aber ich werde nicht in deiner Nähe sein können. James, pass auf sie auf." Forderte er.

"Warte. Sie hat gewonnen?" Fragte er.

Jack holte die Handschellen raus und James stand mit einen seufzen auf. Er schien nicht begeistert.

"Lass deine Tasche hier. Was ich mit den Blättern?" Fragte Jack.

"Die les ich mir in der Zelle mal durch." Murrte James.

Ich nahm die Blätter. Als erstes gingen wir zu seiner Zelle. Da ihn Privatsphäre scheinbar wichtig ist, tat er sie selbst hinein. Dann kam er wieder und Jack führte uns zu den Gemeinschaftsraum. Er öffnete die Tür und wir traten rein. Es waren einige hier und saßen an den Tischen. Ein paar spielten Karten, andere Schach oder sonstige Brettspiele. Nur wenige sahen auf und die sahen James und dann mich, dann wurden deren Nabarn angestubst und die sahen auf. Jack wurden die Handschellen abgenommen und Jack sah mich noch einmal an, ehe er ging. James ging ohne mich zu beachten los. Ich konnte schlecht hier stehen bleiben. Oder? Vielleicht sollte ich alles vom Rand aus beobachten. Die Blicke der Männer lagen auf mir. Ich war unsicher und dann blieb James stehen und drehte seinen Kopf leicht zu mir. Ok. Ich sah das als Zeichen. Ich ging zu ihn, als ich hinter ihn war ging er weiter. Ich blieb hinter ihn und gleichte mich seinen Schritt an. An einen Tisch angekommen begrüßte er ein paar Männer mit einen Handschlag und setzte sich dann auf die Bank. Die Jungs schienen gerade Poker aufzuteilen. Natürlich ohne echtes Geld.

"Ich dachte du hast dieses komische Schulprojekt. Was macht sie dann hier?" Fragte einer.

"Scheint als wäre ihr Onkel ein Wärter. Setz dich Sina." Forderte James

Ich setzte mich also neben ihn. Einer der Jungs, der die Chips einteilen sah mich kurz an.

"Kannst du Poker?" Fragte er.

"Halb." Gab ich zu.

Halb. Genau. Ist ja nicht so, dass ich regelmäßig im Sommer zum Pokern mitgenommen wurde. Der Freundeskreis von meinen Bruder spielte das gerne und so wurde ich oft mitgenommen, einfach weil Ria mit wollte. Klar ohne echtes Geld. Es ging nur ums Spielen. Es wurde alles ausgeteilt und der erste Dealer legte aus. Ich ging beim Einsatzsatz mit und schaute mir die Karten dannach an. Ich sah was gelegt wurde und wusste, dass ich nichts hatte. Also ging ich raus. Ich merkte die Blicke, die sich auf meinen Rücken brannten und ich hasste es. Es machte mich nervös. Die Jungs unterhielten sich. James gewann die erste Runde. So ging das weiter. Man sah die Zweifel bei den Jungs, ob ich es wirklich konnte. Ich war dealer und teilte das nötige aus. Dann ging das weiter. Und dann in der 10. Runde beschloss ich es zu wagen. Mein entspannter Gesichtsausdruck hatte sich die ganze ganze Zeit nicht geändert. Ich sah mir alles an. Niete. Das ist nichts. Aber andererseits hab ich schon bei hohem aufgehört. Ich linste zu James und merkte mir seine Karten. Ich ging mit. Ich erhöhte und hatte kaum noch Chips. Schlussendlich waren nur noch James und ich im Spiel.

"Blöffen bringt nichts. Für Poker sollte man zumindest wissen, dass man sich seine Karten so ansieht, dass es andere nicht sehen. Du hast eine Quaro zwei und eine Kreuz vier. Also eine Niete." Und damit hatte ich ihn.

Er gab auf und ich deckte meine Karten auf.

"Ach fick dich! Du hast selbst eine Niete!" Fluchte James.

Ein Lächeln schlich sich auf meine Lippen und es hab einige Lacher am Tisch.

Just ask me, little oneGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt