Kapitel 29

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"Ich hätte da mal eine Frage. Wenn du nicht antworten willst ist es nicht schlimm. Aber was hast du gemacht? Bzw. Wie lange musst du noch?" Fragte Charlie.

Ich selbst verspannte mich bei der Frage, James saß locker da. Na klasse. Die einzige die es wusste war Ria.

"Lebenslänglich. Ich muss noch 24 Jahre und 4 Monate. Ich kann dir das selbe sagen, was ich Sina gesagt habe, den Rest erfährt sie erst am Ende des Projekes. Willst du es trotzdem wissen?" Er schien recht gelangweilt.

Ich merkte, wie Charlie zögerte. Henry sah aus, als wüsste er es schon.

"Gerne, ich muss ja wissen, ob ich mir Sorgen oder ihr irgendwelche Dummheiten ausreden muss."

"Vergewaltigungen." Informierte James.

"Aber dafür bist du etwas spät, sie machte gerne dumme Sachen." Der volltättoowierte musste leicht lächeln.

Ich merkte, wie Charlie sich nun verspannte. Da James die Frage so locker aufgenommen hat, entspannte ich mich wieder. Mein Klassenkameraden nickte und das Mädchen neben uns riss die Augen auf.

"Was? Aber ist das denn erlaubt? Es hieß nur Kleinkrimminelle." Beschwerte sie sich.

Ein Wärter holte Charlie ab und ich setzte mich nun wieder alleine auf den Stuhl. Wir ignorieren Serafina und James beugte sich zu mir rüber.

"Ich mag ihn nicht."

"Charlie?"

"Ja."

Ich sah verwirrt zu den Erwachsenen, welcher sich wieder aufrichtete. Ria redete wie ein Wasserfall und versuchte ein Gespräch im Gang zu bringen, was nicht wirklich klappte, da ich zwar versuchte einzusteigen, aber James und Henry nicht mitreden konnten. Ich glaube das war der Grund, wieso dann mit dem Thema anfing.

"Du hast heute noch kein Kapitel hochgeladen." Erinnerte sie mich.

"Hab ich nicht?" Fragte ich.

Sie laß die Geschichten nicht, hatte aber die App und folgte mir. Sie erinnerte mich gerne mal daran, da ich auch oft mit Wochentagen durcheinanderkam.

"Mh. Dann erinnere mich später nochmal dran." Bat ich.

"Was für Geschichten?" Fragte Henry.

Also erzählte ich davon. War froh, dass Serafina sich ihren Klassenkameraden zugewandt hatte. James erzählte dann, dass wir zusammen nun eine schreiben. Henry hatte gemischte Meinung, beführwortwte auch nicht, dass ich darüber schrieb. Aber das war ich ja gewohnt.

"Ich bitte einmal um Ihre Aufmerksamkeit. Es freut mich, dass Sie alle an diesen Projekt mit teilnehmen und hoffe, dass unsere Schüler und vielleicht auch Sie einige Sachen lernen. Deshalb haben wir uns als Dankeschön, heute zur Mitte, überlegt ein kleines Buffet zu sammenzustellen. Bitte genießt den Abend und stellt euch doch gegenseitig vor." Ich kannte den Lehrer nicht.

"Mit diesen Worten ist auch das Buffet eröffnet." Meinte er noch schlussendlich.

Es wurde Musik angemacht, sodass man sich noch normal unterhalten konnte. Wärend die meisten aufstanden und zum Buffet gingen, sahen Ria und ich uns nur an. Henry schien verwirrt, wieso wir nicht aufstanden, aber verstand dann, als er den Haufen unerzogener Leute sah, welche alle ihren Anstand verlernt hatten. Damit war nicht nur unsere Klasse gemeint. Einige Häftlinge waren sitzen geblieben um die Schüler zuerst zu lassen und sahen den Haufen nur verwirrt an. Es saßen noch vier Schüler. Drei von meiner und eine aus der anderen Klasse.

"Um Himmels willen." Murmelte Henry.

"Die ändern sich nicht, sobald es ums Essen geht sind sie....naja du siehst es ja selbst." Meinte ich.

Ich seufzte und lehnte mich nach hinten an die Lehne. Etwas war anders, doch ich bewegte mich nicht weg, auch James ließ seinen Arm über meiner Lehne liegen. Ria hob eine ihrer Augenbrauen und ich berührte daraufhin meine Zunge mit meiner Nase. Wärend sie das eine konnte, so konnte ich das. James sah zu Ria und dann zu mir. Er hob eine Augenbraue hoch und berührte zeitgleich mit der Zunge seine Nase. Ria und ich ließen unseres fallen und sahen zu James. Henry wackelte mit seinen Ohren und Nasenflügel.

"So sieht das aus, wenn du dich aufregst." Behauptete Ria und deutete auf die Nasenflügel.

"Na danke auch."

"Gerne doch Schatzi." Sie zwinkerte mir zu.

"Ach echt? Na dann, womit bringe ich sie dazu?" Fragte James.

Daraufhin sah ich Ria warnend an, welche nur die Hände hob und unschuldigend zu James lächeln. Dieser zuckte mir den Schultern und meinte, dass er es schon selbst herausfinden würde. Als gut die Hälfte wieder saß, standen wir auf und stellten uns an. Ich holte mir ein Hühnchenfilet, Kroketten und passende Sauce, das würde mir völlig reichen. Als ich wieder saß, kam ich mir fast vor wie eine mit Essproblemen, so viel wie die anderen hatten. Einer meiner Ticks, gab es irgendwo essen, konnt ich nicht viel essen. Zuhause aß ich recht viel, doch außerhalb ging es einfach nicht. Wenn ich bei Ria übernachtete oder wie mal wieder übers Wochenende bei einer Party waren, so musste sie mich sogar daran erinnern zu essen, da ich es sonst vergessen würde und zwar wirklich vergessen, mein Hungergefühl war wie weggeblasen, erst wenn ich wieder daheim war, bekam ich Hunger.

"Sina." Seufzte Ria, als sie meinen Teller sah.

"Wenigstens esse ich was ok?" Meinte ich nur.

Darauf sagte sie nichts, James und Henry gaben auch glücklicherweise keinen Kommentar dazu ab. So aß ich und war wie gewöhnlich als erstes fertig. Ich wartete auf die anderen und beschloss dann für alle es wegzubringen, damit es nicht so viel Gedränge gab. Ich stabelte die Teller und nahm das Besteck in eine Hand und tat die Teller auf den Tisch, welcher dafür vorgesehen war, das Besteck tat ich in einen Wasserbefüllten Eimer. Man möge meinen, dass Essen wäre gut. Aber es war das Selbe wie in der Schule und somit nicht wirklich das beste. Als ich wieder zurück zu meinen Platz wollte, zögerte ich und überlegte, ob ich vielleicht einfach gehen sollte. Aber so wie ich diese Frau kannte, wartete sie auf mich. Also lief ich wieder zurück und wurde sofort von Frau Vogt angesprochen.

"Ah da bist du ja. Ich wollt euch beide fragen, ob ihr vielleicht etwas erzählen wollt. Ok es ist eigentlich keine Frage." Meinte sie.

"Und was sollen wie bitte sagen?" Fragte ich und setzte mich.

"Etwas über euch, wie das Projekt so für euch beide ist, welche Probleme es vielleicht am Anfang gab." Erklärte sie.

Bevor James oder ich was sagen konnte, lächelte sie, bedankte sich und ging. Ich vergrub mein Gesicht in meine Hände, biss auf der rechten Band etwas in den Handballer und schrie lautlos hinein. Dann senkte ich sie und lies das raus, was mir auf der Zunge lag.

"Ich hasse sie."

Und ich hasse es vor Menschen zu reden, ich mag es nicht, vorallem unvorbereitet. Da eigentlich alle fertig waren mit essen und saßen, dah ich sie schon auf dem weg zu den Lautsprecher, wo auch Mikrofons waren. Meine Handflächen begannen zu schwitzen und ich merkte meine plötzliche Nervosität. Ich schloss meine Augen und plötzlich bekam ich eine leichte Backpfeife, sofort war die Nervosität weg.

"Danke."

Ria lächelte mich an. Sowas brachte mich schnell zurück in die Realität, lenkte mich plötzlich ab. In der Klasse machte sie es indem sie plötzlich Klatschte und mich somit aus den Gedanken riss und erschlug, da es hier recht laut war, wäre das nicht möglich.

Just ask me, little oneGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt