Lesenacht 5
Daniel hatte mir was gespritzt, was es war wusste ich nicht. Aber ich realisierte erst als ich aufwachte, dass ich das Bewusstsein verloren hatte. Das Auto war ein anderes, die Sitze waren in cremefarben und es wirkte edler, ich richtete mich vom Rücksitz auf, anders als in den vorherigen Auto, hörte man den Motor nur sehr leise brummen, fast als würde eine Katze schnurren. Ich sah zum Fahrersitz und sah dort James sitzen. Völlig entspannt, noch in seiner Gefängniskleidung. Da die nicht gerade dick war und draußen immer noch Schnee lag, hatte er die Heizung aufgedreht.
Ich blieb still, wollte gar nicht wirklich reden, versuchte seine Aufmerksamkeit nicht auf mir zu ziehen. Als wir aus dem Gefängnis rauskamen, war es noch mitten in der Nacht, jetzt sah man die Sonne angehen. Ich merkte, wie ich wieder anfing zu zittern und wie sich die Schwere in meiner Brust verstärkte. Ich war ganz schön weit von daheim weg. Zudem drückte meine Blase, aber ich wagte es nicht was zu sagen, ich drückte einfach meine Beine zusammen und versuchte die Ruhe zu bewahren. Ich sah in den Rückspiegel, James sah mir an und konzentrierte sich dann auf die Straße. Die Fahrt dauerte nur wenige Minuten. Wir befanden uns am Stadtrand von irgendeiner Stadt, von der ich noch nie was gehört hatte. James parkte vor einem schlichten Einfamilienhaus und stieg auf. Er öffnete mir die Tür und ich stieg mit unsicheren Beinen raus. Seine Augen lagen prüfend auf mir, als würde er sich versichern, dass ich nicht gleich zusammenbrechen oder wegrennen würde. Als beides nicht der Fall war, legte er seinen Arm um meine Hüfte und schloss das Auto ab. Ich kannte mich nie damit aus, aber von außen sah es genauso schick aus wie von innen.
Der ehemalige Häftling holte einen Schlüssel, indem er eine kleine Vase zerbrach und schloss dann auf. Er führte mich in das Haus, es war wie erwartet kalt hier drinne. James schloss ab und nahm den Schlüssel mit, als er nach oben ging und mich alleine hier unten ließ. Die Treppe befand sich rechts neben der Haustür. Ich folgte James nicht, sondern beschloss sofort einen Ausgang zu finden. Ich ging durch die Glastür, welche mich in die Küche mit offenen Wohnzimmer führte, die Küche lag rechts und das Wohnzimmer links um die Ecke. Zum Garten hin, war ein Parnoramafenster und man erkannte im Schnee eine Terrasse. Ich ging zu der Heizung und schaltete sie an, auch die im Wohnzimmer machte ich an. Das Wohnzimmer war recht klein und bestand nur aus einer Couch, einen kleinen Tisch davor und einen TV mit Komode. Und links und rechts ein Regal. Ich lief wieder in den Küchenbereicht und versuchte die Terassentür zu öffnen, doch ich war noch nicht einmal bei der Tür um aufzugeben. Natürlich braucht man dafür, wie scheinbar alles andere einen Schlüssel. Ich hörte James die Treppen runterkommen, er trug eine graue Jogginghose und ein schwarzes Shirt. Ich wunderte mich, dass er nicht fror, denn obwohl ich meinen dicken Pollover anhatte, fror ich hier drinne.
"Eigentlich sollte ich dich belohnen, das Problem ist nur, dass Arbeit auf mich wartet und du bist ein Teil davon." Meinte er.
"Was?" Ich sah verwirrt zu ihn und wich zurück als er auf mich zukam.
"Da das Projekt für dich ja vorbei ist, kann ich es dir ja erzählen. Verweigern zu mir zu kommen kannst du eh nicht."
Ich blieb still und merkte dir Kälte, die das Glas ausstrahlte im Rücken, weshalb ich stehen blieb. Der volltättoowierte stellte dich vor mich hin und nahm mein Kinn in seine Hand und zwang mich ihn anzusehen.
"Verurteilt wurde ich wegen Mord und Vergewaltigung. Als ich das erste mal in den Knast kam wegen einen Drogenhandel, den ich mal für einen Kollegen übernommen hatte. Jedoch, das Verbrechen, bei dem du ein Teil sein wirst ist keins von denen. Wahrscheinlich vergewaltigt dich jemand, aber ich werde dich nur verkaufen. Erstaunlicherweise lassen sich Jungfrauen nämlich teuer verkaufen." Erklärte er.
Und ich. Ich hatte fragen dazu und Angst. Er schmunzelte leicht, als meine naive Seite sich kurz zeigte und er merkte, wie ich ihn was fragen wollte, aber es nicht tat und stattdessen nur das offensichtlichste fragte.
"Du treibst also Menschenhandel?" Hakte ich nach.
"Genau." Bestätigte er.
"Soll ich mir das als Ebay Kleinanzeige vorstellen?" Fragte ich.
Nun lachte er und ließ mein Kinn los.
"Du denkst doch nur wieder ans schreiben." Erkannte er amüsiert.
"Nein das mein ich ernst, stellst du eine Anzeige im Internet oder ist das wie auf einem Markt?"
"Das macht jeder unterschiedlich. Ich bevorzuge es jedoch, meine Käufer zu mir zu holen. Ich hab feste Häuser in drei Ländern, wo ich sowas mache. Eins ist in der USA, das andere in Spanien und das hier noch in Deutschland. Wie genau das abläuft. Bekommst du ja noch mir, jedoch kann ich dir schon sagen, dass es ein paar Interessenten gibt. Einer wird heute Nachmittag hier sein und dich einmal ansehen. Deshalb, zieh dich aus." Forderte er zum Schluss.
Ich wollt was sagen, widersprechen, doch da holte er aus und Backpfeifte mich. Es war nicht hart, aber trotzdem war irgendwo der Schock da. Aber war ich wirklich so naiv, dass ich noch nicht einmal glaubte, dass er mich schlagen würde?
"Sina, ich werde es dir erklären, damit es in deinem Kopf ankommt. Du bist eine Sklavin, Wiederspruch wird bestraft, du hast keine Rechte mehr. Du bist nur noch ein Objekt, was für die Drecksarbeit verwendet wird. Hast du das verstanden?" Er schien ungeduldig zu werden.
Ich nickte und ließ meinen Blick gesenkt. Er schnallte abfällig und ich fing an mich auszuziehen. Jedoch ließ ich die Unterwäsche an. James schloss seine Augen und atmete tief ein und aus um sich scheinbar selbst zusammenzureisen. Ich konnte mir vorstellen, dass er mich nicht verunstalten wollte, da ja jemand heute Nachmittag schon kam. Er zog mich zu sich und öffnete meinen BH-Verschluss mit einer lockeren Bewegung aus den Handgelenk. Ich versuchte ihn vor mir zu halten, aber das klappte nicht, da er meine Arme runterzog. Er zerriss einfach den Slip den ich trug und warf mich dann über seine Schulter, ich keuchte auf und merkte, wie der Druck in meiner Blase schlimmer wurde. Er ließ mich im Bad runter.
"Geh auf Toilette, ich komm gleich wieder." Meinte er.
Er schloss die Tür und ich tat es. Erleichtert, meine Blase entleert zu haben, wusch ich mir die Hände und suchte was zum Verdecken. Aber in diesen Bad gab es keine Waschlappen oder ein Handtuch. Es war schön warm hier drinne und ich hatte ein noch schlechteres Gefühl als ohnehin schon, als ich James näherkommen hörte.
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Just ask me, little one
عشوائيWenn die Leute mich beschreiben lachen sie und sagen ich sei krank, das etwas in meinen Kopf nicht stimmt. Und wieso? Ich schreibe Geschichten. Geschichten über Folter, Vergewaltigung, Versklavung und Missbrauch von Personen. Aber wer ist gestörter...
