"Ähm....ich wohne bei meinen Eltern, hab einen ältere Bruder. Ich gelte in der Schule als die Kranke, weil ich solche Geschichten schreibe wie die Kurzgeschichte die Sie haben. Ich bin eine recht gute Schülerin, nur in Englisch und Chemie hab ich meine Probleme." Erzählte ich.
"Nichts weiter?" Fragte er.
"Ich bin kein wirklich interessanter Mensch. Ich hatte keine Traumen, kein Unfälle, bin nicht illegal unterwegs." Meinte ich darauf.
"Wow. Ich gehe solange auf deine Fragen nicht ein, bis du mir was sagst, was ich nicht vermuten würde."
Ich biss mir auf die Unterlippe und James wand sich seiner Zeichnung zu. Es gab nichts. Ich hatte keine krassen schmutzigen Fantasien oder Geheimnisse. Nichts was ich selbst erleben würde.
"Ok dann red ich mal mit meinen Onkel." Meinte ich schließlich ruhig.
"Du kleines Luder." Er sah mich an.
Ich erwiederte den Blick. Er gab mir meinen A4 Block und warf mir meinen Füller zu, welchen ich ungeschickt fing. Er zeichnete zuende und klappte das A5 Heft zu, dann lehnte er sich zurück.
"Ich bin 29. Erstgeborener, meine Familie ist Tod, ich habe einen Abiabschluss von 1,4 und habe nie Studiert oder eine Ausbildung gemacht. Ich bin mit 16 in illegale Geschäfte geraden und hab das bis ich geschnappt wurde gemacht. Ich hab gut eine Millionen auf der Bank. Aber mein Großteil des Eigentums ist so versteckt, dass man es nicht findet, wenn man es nicht weiß. Ich bin Lebenslänglich hier drinne." Erzählte er grob was.
"Werden Sie mir irgendwann sagen, was Sie gemacht hast?" Wollte ich wissen.
"Vielleicht an deinen letzten Tag. Ich mag es, dass du mich als Menschen behandeltst, du musst nur noch deine Nervosität loswerden. Deine Hände sind echt schwitzig. Aber jetzt hör auf mich zu siezten." Gleichgültig sah er mich an.
"Hast du irgendwas aus deiner Zeit hier gelernt?" Fragte ich.
"Das die Leute hier keine Tattoos stechen können. Ich bin froh meinen Körper schon vorher vollgepackt zu haben, bevor ich her herkam."
"Ich meine was fürs Leben."
"Ist mir schon klar. Aber ich hab hier nichts gelernt. Nur das ich es hier drinne nicht mag und das ich jetzt weiß wie ich solchen Fallen, dass man erwischt wird ausweicht."
Ich nickte und sah dann auf mein Handy. Ich war schon eine und eine halbe Stunde in den Raum mit ihn. Es wirkt gar nicht so. Naja.
"Kann ich meine Tasche wiederhaben?" Fragte ich.
"Wenn du mit mir ins Gym gehst." Erwiederte er.
"Gym?"
"Denkst du die Muskeln sind nach acht Monaten geblieben? Dienstag ist das Gym offen. Zwar nur von bestimmten Uhrzeiten und es können nicht so viele rein, aber naja. Also?" Fragte er.
"Klar wieso nicht." Ich zuckte mit den Schultern.
"Gutes Mädchen." Lobte er, was mich verwirrt schauen ließ, aber er schüttelte nur den Kopf.
"Wann hat es offen?" Fragte ich.
"Von 12 Uhr bis 17 Uhr. Also beeil dich mit dem Essen." Forderte er.
"Ähm ok. Was machst du sonst so, wenn der Gemeinschaftsraum oder das Gym nicht offen ist?" Fragte ich.
"Zeichnen, lesen oder in der Zelle nichts tun. Es gibt nicht viele Möglichkeiten. Manchmal zeigen die Wärter im Gemeinschaftsraum einen Film. Aber auch nur selten."
"Besucht dich manchmal jemand hier?"
"In den letzten acht Monaten nur du."
Daraufhin war ich still. Das war unangenehm. War es einsam so alleine? Wenn andere erzählten, dass sie besich bekamen und man selbst keinen einzigen Empfing. Daraufhin war es still. Er packte mein Zeug zusammen und wieder in die Tasche und ich nahm den A5 Block und sah mir seine Zeichnung an. Ich hob meine Augenbrauen und sah die Zeichnung von mir an. Es war ein recht genaues Portrait. Klar es gab hier und da ein paar zusätzliche Linien, aber sie Skizze von meinem Gesicht war sehr genau.
"Hast du deine Tattoos selbst gestochen oder selbst designt?" Fragte ich nun.
"Einige ja, aber nicht alle. Willst du dich mal tattoowieren lassen?" Fragte er.
"Ja, aber ich möchte selbst auch irgendwann mal tattoowieren." Infomierte ich ihn.
"Ach tatsächlich. Wie wäre es, ich besoge eine Maschine und du übst. Ich hab noch eine kleine Stelle am Oberschenkel." Bot er an.
"Oh nein, das kann ich nicht. Ich würde deine Haut versauen." Behauptetw ich.
"Ich bestehe drauf. Es wird nicht auffallen." Meinte er.
"James ich-"
"Super das wir darüber geredet haben. Bring für morgen bitte Desinfektionsmittel und Gummihandschuhe mit." Unterbrach er mich.
Das war das erste mal, dass ich ihn mit einen leichten Lächeln auf den Lippen sah. Seine Grübchen kamen zum Vorschein und ließ sein sonst so kaltes Gesicht warm wirken. Ich sah ihn prüfend an, wusste, dass das komisch sein würde. Aber ich merkte wie ich nun durch diesen Fakt nervös wurde. Ich atmete tief durch. Reichte ihn meinen Block und einen Stift.
"Was soll ich dir tattoowieren?" Fragte ich und er nahm den Block entgegen und fing an ein kleines, schlichtes Motiv zu zeichnen.
"Ich werde alles nötige besorgen. Bring dann einfach das mir, was ich dir gesagt habe. Bis morgen freust du dich schon mal mit dem Motiv an." Entschied er.
So verging der Vormittag. Natürlich hatte Jack das Gespräch mitbekommen. An der Tür war eine Klappe, sodass er hören konnte, dass wir keinen Fluchtplan schmiedeten. Trotzdem merkte man, dass die Stimmung entspannt war. Er gratulierte mir, dass James mir mir sprach, was mich lachend den Kopf schütteln ließ. Ich sah Ria, wie sie wärend des Essens Notizen machte. Ich setzte mich zur Uhr und fing sofort an zu essen.
"Ich muss mich beeilen. Wir reden auf der Heimfahrt ok?" Fragte ich und sie nickte.
Ich aß schnell und Jack sah mich verdutzt an. Ich erklärte ihn, dass ich mit James ins Gym gehen würde. Er versuchte noch nicht einmal zu diskutieren. So tief er den Wärter an, der James immer holte und sagte ihn gleich, dass wir uns im Gym treffen. Ich hoffte einfach, dass nichts passierte, so wie gestern.
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Just ask me, little one
RandomWenn die Leute mich beschreiben lachen sie und sagen ich sei krank, das etwas in meinen Kopf nicht stimmt. Und wieso? Ich schreibe Geschichten. Geschichten über Folter, Vergewaltigung, Versklavung und Missbrauch von Personen. Aber wer ist gestörter...
