Kapitel 7

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Das komische daran, wenn ich die Nacht durch schrieb, war, dass ich am nächsten Morgen immernoch nicht Müde war. Als meine Uhr acht anzeigte, stand ich auf. Ging auf Toilette und dann runter ins Wohnzimmer. Ich war gerade dabei die ersten leeren Flaschen in den Keller zu tragen, als ich Kyle die Treppe hinunterkommen hörte.

"Morgen."

"Morgen."

Mehr wurde nicht gesagt. Wir räumten auf und ich wischte dne Boden und den Tisch. Es würde noch ein paar Stunden dauern bis die anderen kamen. Ich kündigte meinen Lesern eine Lesenacht an und machte dann leise Musik über die Box an, wärend Kyle sich darum kümmerte, was es heute zu essen gab. Seine Gerichte waren immer komisch und nie wollte sie jemand essen. Aber jeder brachte sich dazu, schließlich gab es nichts anderes. Ich kontrollierte die beiden Badezimmer nochmal und ging dann wieder hoch. Ich hängte mein Handy ans Ladekabel und kuschelte mich unter die Decke. Ich legte meinen Kopf auf Leons Brust ab und umarmte ihn. Ich hörte ihn brummen und er schlang seinen Arm und mich und schlief dann weiter. Auch ich schloss meine Augen und schlief tatsächlich dann endlich um 11 Uhr ein, wo die meisten wach wurden. Statt nur am Abend wurde sich den ganzen Tag Alkohol in den Schädel getan. Ich schlief bis späten Nachmittag und verbrachte die Nacht wie die davor. Am Sonntag räumten wir auf und gegen 15 Uhr waren wir endlich zu Hause.

Ich packte mein Zeug für morgen und nahm einen kleinen Block und schrieb dort einen Steckbrief auf. Auch mit unnützen Sachen. Einfach zum ausfüllen. Ich dachte an den morgigen Tag. Gegen 15 Uhr würden wir erst wieder heim fahren. Ich hatte eine Stunde Mittagspause auf jeden Fall. Acht Uhr waren wir da. Das heißt 6 Stunden mit einen Insassen, jemand der Leute, wenn ich meine Lehrer richtig verstanden hat, vergewaltigt hat. Ein Mann, der mich vielleicht als nächstes Opfer sehen könnte. Ich sah in den Spiegel am Kleiderschrank und ich musste leicht lächeln. Wohl eher nicht.

"Ria?" Ich hob verwirrt mein Handy ans Ohr.

"Ich hab keine Ahnung, was ich machen soll." Meinte sie sofort.

"Was?"

"Na bei den Projekt. Was fragt man denn einen Kleinkrimminellen?" Seufzte sie frustriert.

"Du hast doch den Anfang eines Steckbriefe bekommen. Wie wäre es wenn du einen auführlichen Steckbrief machst und dir erst einmal die Infos dazu holst. Es muss ja nicht alles nur um seine Straftat gehen. Ich versuche es auch so. In den zwei Wochen werden sich Gespräche bestimmt ergeben. Also mach dir da keine Sorgen. Du bist sympathisch und hast ein bezauberndes Lächeln. Red einfach mir ihn. Lern ihn erst einmal kennen, du musst doch auch nicht sofort mit deiner Arbeit beginnen. Locker doch das Verhältnis zwischen euch erst einmal." Schlug ich fuhr.

"Ok. Ok das ist gut. Aber eine Frage, nervös? Also du. Ich auf jeden Fall. Aber ich weis nicht, irgendwie hab ich das Gefühl, dass du mehr einen Grund hast nervös zu sein." Die lachte etwas unbeholfen.

"Noch geht es mir gut. Wer weiß wie es morgen aussieht. Ich muss schauen wie er ist. Vielleicht ist er nett. Ich hoffe einfach, dass es ein alter Mann ist, der nett ist."

"Ich glaub du bist die einzige die einen alten haben will. Aber wieso einen alten?" Fragte sie.

"Mehr Lebenserfahrung. Zudem glaub ich auch, dass er dann offener ist. Wenn ich einen Jungen Mann habe, der so arrogant ist und sein Maul nicht aufmacht, bringt mir das nichts. Da hätte ich lieber einen alten, der seinen Fehler zwar nicht einsieht, aber nett ist."

"Wow daran hab ich gar nicht gedacht. Ich dachte mir nur, bitte keinen alten Sack. Aber naja. Gehst du jetzt schon schlafen? Es ist 22 Uhr. Ich kenne dich. Wehe du schreibst. Wie viele Kapitel hast du in den nächsten Geschieben? 20? Ich glaube jetzt hast du genug vorgeschrieben um deine Leser einmal die Woche mit einen Kapitel zu Vergnügen." Tadelte sie.

"Alles klar. Keine Sorge, ich gehe gleich schlafen. Ich werde nur noch den Steckbrief fertig schreiben."

"Dann ist gut. Gute Nacht. Wir sehen uns morgen." Verabschiedete sich und ich legte auf.

Ich las mir alle Punkte noch einmal durch und ergänzte drei. Dann packte ich es ein und setzte mich in Schlafanzug aufs Bett. Im Schneidersitz saß ich da und sah an die Wand. Ein langweiliges Leben, ein normales Leben ohne große Abenteuer. Und das schreiben hob mich ab. Es brachte mich in andere Realitäten. Es brachte mich dazu den Alltag zu vergessen. Alles hat durch meine Tagträume angefangen die ich irgendwann niederschrieb. Meine erste Geschichte war eine Fantasiegeschichte. Eine mit Magischen Kreaturen und Menschen mit besonderen Fähigkeiten. In meinen aktuellen Geschichten ist davon keine einzige Spur mehr zu sehen. Ich rede in meinen Geschichten nichts schön. Ich übertreibe. Ich übertreibe, da ich nicht weiß, wie die Menschen wirklich reagieren und ich nichts verharmlosen will. Ich will keinen Schmerz, kein Gefühl vermindern, nur damit die Leser weiterlesen. Nein ich schreibe es so wie es sich anfühlt. Ich beschreibe Schmerzen, Gedanken, Gefühle, ohne sie selbst je gespürt zu haben. Alles sexuelle erfahre ich von meiner besten Freundin, anderen Geschichten und dem Internet. Ich erfahre, wie es ist und schreibe es nieder. Die Sexszenen sind gesammelte Informationen, eigene Fantasien und die die selbst schon einmal Sex hatten konnten es vielleicht etwas nachvollziehen. Vielleicht war es aber auch komplett vom Himmel hergeholt. Ich weiß es nicht. Aber es wird auch etwas dauern, ehe ich es herrausfinde. Ich schlief im Sitzen ein. Ohne Decke. Im Schneidersitz, mit Blick zur Wand.

Just ask me, little oneGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt