*45* / anxiety

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Schreiend wache ich auf und sitze auch direkt schon wieder panisch im Bett. Die Tür des Krankenhauszimmers wird aufgerissen und ich werde von einer ebenfalls sehr erschrockenen Miri, welche Nachtdienst auf der Intensivstation hat fragend angesehen. Schnell eilt sie zum Bett und zieht meinen zitternden Körper beschützend in ihre Arme. <Alles ist gut Emmi. Keine Ahnung welche Gedanken dich grade quälen aber du bist nicht alleine. Wir sind für sich da und das zu jeder Zeit.> verspricht sie immer wieder und wiegt uns dabei sanft vor und zurück. Tränen laufen mir schon wieder das Gesicht runter und spüre wie meine Angst langsam wieder verschwindet. <Aylin??? Könntest du vielleicht einmal bitte hoch zur pädiatrischen Station laufen und mir ein blaues Licht sowie eine Wärmflasche holen? Wenn ich richtig liege hat Tabea dort Nachtschicht und ihr kannst du auch sagen, dass es für Emilia ist. Sie wird dann Bescheid wissen. Ich sage Jessica auch Bescheid, dass ich dich geschickt habe.> bittet Miri die Pflegeschülerin und ich höre die Tür im Hintergrund auf und wieder zugehen.
Keine Ahnung wieso es ausgerechnet jetzt wieder passiert aber es soll aufhören. Ohne eine Antwort zu erwarten redet Miri wie Dustin vorhin weiter beruhigend auf mich ein und langsam schaffe ich es ruhiger zu werden. Ich traue mich sogar wieder meine Augen zu schließen und geschlossen zu lassen. Als Aylin wiederkommt schlafe ich schon fast wieder und merke nur noch halb wie Miri mich wieder zurück auf das Kissen legt. Dann merke ich noch die Wärmflasche an meinen Füßen und wie die Decke wieder ihren Platz über meinem Körper finder. Normalerweise würde ich die Wärmflasche in den Rücken nehmen damit es auch ankommt aber Baby Wehr muss ja nicht unbedingt noch mehr Stress abbekommen. Noch bevor sie das Zimmer wieder verlassen haben bin ich schon wieder tief und fest eingeschlafen.
Das nächste Mal als ich aufwache werde ich von der Frühschicht vorsichtig geweckt. Ich schaue mich erneut im Raum um und entdecke sofort eine schlafende Miri in Privatkleidung auf dem Stuhl am Fenster sitzen. Mein nächster Blick fällt auf die Uhr und ich bin erstaunt. Es ist kurz vor halb 8 und sie hätte eigentlich schon seit ner Stunde Feierabend. <Wie gehts dir Emilia?> fragt Chris und ich meine <Keine Ahnung wenn ich ehrlich bin. Ich bin immernoch sau müde und kann mich an die letzten 12 Stunden kaum erinnern.> <Schutzreaktion vom Körper aber ich denke nicht, dass ich dir das erklären muss.. Jedenfalls darf ich dich erstmal ein bisschen beruhigen. Dein kleines Mädchen ist laut Christina wohl auf und hat die Unterkühlung wohl auch ohne Schäden überstanden.> erklärt er und ich brauche etwas um zu realisieren dass ich wirklich eine Tochter bekomme. Plötzlich strahle ich über das ganze Gesicht und habe Freudentränen in den Augen. <Eine Tochter?> frage ich etwas ungläubig und Chris wird sofort rot. <Ja.. Wusstet ihr das etwa noch nicht?> fragt er ein bisschen beschämt und ich verneine es. <Verdammt habe ich jetzt was verraten was ihr nicht wissen wolltet?> fragt er weiter und wird wenn möglich noch röter. <Nein. Wir wussten es zwar noch nicht aber wollten es eh wissen... Oh man ich bekomme eine Tochter.> meine ich glücklich und spüre Miris grinsenden Blick auf mir.
<Boah Hase eh. Mit dir wird es nie langweilig.> meint sie dann grinsend und gähnt herzhaft während sie sich streckt. <Sorry Miri. Und danke für die Betreung diese Nacht. Ohne dich wäre ich am Allerwertesten gewesen.> bedanke ich mich und sie erwidert <Schon okey. Dafür sind Freunde doch da oder?> <Du meinst wohl Familie!> korriegiere ich sie und dann kommt auch schon die Visite ins Zimmer. Jetzt wird es spannend. <Guten Morgen Emilia.> begrüßt Paula mich und ich nicke ihr stumm zu. <Das ist Emilia Sophie Wehr, 28 Jahre alt. Kam gestern am späten Abend notfallmäßig mit dem RTW samt Notarzt zu uns in die Notaufnahme. Sie war stark unterkühlt und soporös. Der Notarzt Dr Schulz berichtete uns, dass sie vorher panisch und agitiert gewesen sein muss. Ich nenne es mal Nebendiagnose ist eine Schwangerschaft in der 19. Woche pma. Christina hat sie gestern auch nochmal untersucht aber dem ungeborenen Kind geht es gut. Wir wärmten sie langsam wieder auf und gaben ihr nur warmes Stero (= Sterofundin -> Name für eine NaCl Lösung). Sedativa konnten wir aufgrund der bestehenden Schwangerschaft nicht anwenden. Diese Nacht wurde sie gegen 2 Uhr erneut aus dem Schlaf heraus panisch und Dr Dietz beruhigte sie. Danach soweit ich weiss konnte sie ruhig schlafen.> gibt Paula als Update für alle und sie stellen Fragen. Immerhin steht nach der Visite fest, dass ich bis zum Abend noch stationär auf der Normalstation bleiben soll und dann in die Obhut von Papa, Marie und Flo darf. Vermutlich auch nur weil jeder hier weiss dass es weit aus mehr Menschen gibt die mir gelegentlich meinen Arsch retten.
Um 19 Uhr bekomme ich meine Entlassungspapiere und schließe meine Winterjacke. Flo nimmt meine Hand und ich verabschiede mich vom Stationspersonal. Allzu schnell möchte ich nicht wiederkommen aber das sage ich auch jedes Mal. Gemeinsam gehen wir von der Station runter und nehmen dann die Treppen bis zum Erdgeschoss. Papa, Marie, Linus und Levin stehen unten im Warmen und mein kleiner Sohn läuft direkt auf uns zu. Ich knie mich hin und nehme ihn erstmal in den Arm. Er legt seine kleinen Arme um meinen Hals und ich kann nicht anders als einfach zu grinsen. Außer mir weiß noch keiner von dem Geschlecht des kleinen Wesens in mir und ich bin sehr gespannt wie Flo gleich reagieren wird. Levin lässt mich wieder los sodass ich aufstehen kann und werde sofort von echt allen angesehen. <Entspannt euch bitte. Euren Mädels geht es gut!> erzähle ich dann und die Blicke werden verwirrt. Jeder, und damit meine ich alle 3 schauen mich wie Autos an. Bei meinem Ehemann fällt der Groschen zuerst. <Wir bekommen eine Tochter Baby??> fragt er überglücklich und ich nicke grinsend. <Chris von der Intensivstation hat es mir heute Morgen verraten. Er dachte dass wir es schon wüssten. War ihm auch mega unangenehm. Aber da wir oder zumindest ich es eh wissen wollte passt es.> sage ich weiter und werde gefühlt von allen gleichzeitig zerquetscht.

Guten Morgen. Hatte das Kapitel schon fast fertig und kann es schon hochladen. ihr könnt wieder beruhigt atmen 😂💪🏻 es kommen vorerst keine fiesen Andeutungen mehr 😅 glaube ich zumindest

Ex hoc momento pendet aeternitas - Amor tollit timoremGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt