Heute war der letzte Tag auf dem Schiff und wir haben grade unseren Tagesausflug durch Barcelona beendet. Es ist eine mega schöne Stadt, welche wir irgendwann einfach nur zu zweit wiederholen müssen. In etwa einer Stunde legt das Schiff für die letzte Fahrt für uns ab und wir betreten das Hafengelände. Während Flo unsere Boardausweise scannen lässt halte ich einen total müden Levin an der Hand. Er ist heute mega viel gelaufen und fand wieder Mal Alles spannend und aufregend. Irgendwann setzt die Müdigkeit dann doch ein. Immerhin jetzt.
Als wir endlich durch dürfen nimmt Flo unseren Sohn auf den Arm da dieser fast im Stehen einschläft und wir laufen zum Schiff. <Auf in den letzten Abend!> meine ich irgendwie mehr deprimiert als alles Andere und Flo schaut mich etwas besorgt an. <Was ist los Baby?> fragt er dann und ich zucke mit den Schultern. Ich kann es einfach nicht beschreiben denn ich weiss es selber nicht. <Es ist okey mal nicht okey zu sein.> fügt er dem dann hinzu und ich grinse schief. Vielleicht ist es nur ein bisschen aber das reicht Flo. Levin ist bereits eingeschlafen noch bevor wir das Schiff betreten und scheint ohne eigene Körperspannung doch schwer zu sein denn Flo sieht angestrengt aus.
Wieder oben auf dem Zimmer legt Florian ihn auf unser Bett und ich lasse mich daneben fallen. Eigentlich ist gleich noch das letzte große Abschlussessen aber ich kann mich nicht motivieren. Dabei habe ich extra ein mega schönes Kleid dafür von Mama genähnt bekommen und mich auch eigentlich sehr darauf gefreut es zu tragen. <Emilia komm schon. Ich sehe doch dass dich was bedrückt.> fängt Flo an nachdem er mich eine Weile still beobachtet hat und ich muss leider einmal seufzen. <Ja schon aber ich weiss nicht was.> gestehe ich und Flo legt sich neben mich. Ich kuschel mich an ihn ran und er krault mir sanft meinen Rücken. Oh man das hilft echt immer.
Wir liegen eine ganze Weile einfach nur so da, bis Flos Magen beginnt zu knurren. Doch lachend schubse ich ihn von mir weg und meine <Komm lass uns essen gehen. Die schwangere Lady hat eine Tisch für in einer Stunde reserviert bekommen wo man eigentlich keine Tische reservieren kann.> Flo lacht schelmisch auf und gibt mir einen Kuss. <Ich liebe dich Babyyy.> meint er dann und ich stehe auf damit ich mich fertig machen kann. Vielleicht habe ich selber keine Lust aber der Tisch ist reserviert (das Restaurant mit Buffett gefiel uns am Besten und ich habe einfach mal nachgefragt) und Flo freut sich schon auf den Abend. Dann stehe ich auf, schnappe mir mein Handy und gehe in das Badezimmer. Wenn schon ausgehen dann ordentlich. Muss ja für Flo einen bleibenden Eindruck hinterlassen damit er mich auch weiterhin aushält.
Um kurz nach halb 10 sind wir schon wieder mitten auf dem Wasser und Levin spielt freudig mit einem anderen Kind. Ich schlürfe einen alkoholfreien Cocktail und Flo ein Bier. Es ist einfach perfekt und ich bin froh, dass ich mich doch motiviert habe. Das Kleid ist einfach nur mega und ich habe Mama schon ein Bild von mir in dem Kleid geschickt. Sie ist stolz auf sich selber und darf das auch gerne sein. Die Luft ist angenehm warm und ich schaue auf das weite Meer neben uns. <Das müssen wir wirklich nochmal wiederholen.> meine ich und nehme die Hand von Flo. <Sehr gerne.> erwidert dieser und ich schaue ihm tief in seine wunderschönen Augen. Womit habe ich diesen Kerl nur verdient. Irgendwann überkommt mich dann ein Grundbedürfnis und ich meine <Ich gehe einmal auf Toilette. Bis gleich.> Dann stehe ich auf und mache mich auf den Weg zurück zu unserer Kabine.
*Sicht Flo*
Als Emilie auch nach einer halben Stunde nicht da ist fange ich an mir ernsthafte Sorgen zu machen. <Levin komm wir gehen hoch.> rufe ich meinem Sohn zu welcher nach seinem Schläfchen wieder topfit ist und er kommt sofort zu mir. Ich nehme ich auf den Arm und lege den freundlichen Kellnern noch Trinkgeld hin bevor ich mich schnellen Schrittes auf den Weg zu unserem Zimmer mache. Keine Ahnung wieso aber ich habe grade auch nicht das beste Gefühl bei der Sache.
Mein Gefühl behält auch Recht, als ich die Zimmertüre öffne und Em weinen höre. Doch es ist kein trauriges sondern eher ein panisch verzweifeltes Weinen welches aus dem Bad zu mir dringt. Ich setze Levin mit seinem Spielzeug auf den Boden und gehe dann ins Badezimmer. Vorsichtig öffne ich die Tür und sehe wie meine Frau vollkommen zerstört neben der Toilette hockt und weint. Es bricht mir irgendwie das Herz. <Ist was passiert Schatz?> frage ich sie alarmiert und sie schaut hoch. Ihre Augen sind schon total verquollen und rot. Doch bevor sie antworten kann fällt mir selber auf was sie so aus der Fassung gebracht hat. Sie hat eine Zwischenblutung wie damals auch schon bei Levin. Allerdings fiel sie letztes Mal deutlich geringer aus und war auch später erst. Ich verstehe ihre Angst.
<Warte kurz Schatz. Alles wird gut..> bitte ich sie und werfe ihr ein Handtuch zum Tränen trocknen zu. Entweder haben wir ein großes Problem oder es ist einfach der Stöpsel (Es hat einen anderen Namen aber in der Ausbildung war es halt immer der Stöpsel weil es das Gebilde halt verschließt). Ich gehe zum Kabinen Telefon und rufe unten an der Rezeption an damit sie uns vielleicht einmal einen Arzt hochschicken oder wir einmal runter können.
Keine 5 Minuten später stehen zwei Ärzte sowie die Hoteldirektion bei uns im Bad und die Ärzte reden mit Emilia. Auch wenn ich es kann wollte ich ohne Handschuhe nicht selber untersuchen falls es das ist, was ich denke. Während die Ärzte sich um Em kümmern stehe ich mit der Hoteldirektorin im Raum und beobachte Levin. <Jenachdem wie es jetzt läuft würden wir Sie und Ihre Familie morgen priorisiert mit einem extra Fahrzeug zum Flughafen bringen und versuchen einen früheren Flug nach Köln zu erhalten. Dann müssen Sie nicht mit den Shuttel Bussen fahren. Eigentlich arbeiten wir gut mit den Flughafen zusammen und es klappt auch.> bietet sie an und ich nicke dankbar.
Nach der Erstuntersuchung im Bad geht es für Em im Rollstuhl nach unten ins Hospital und die Hoteldirektorin besorgte schnell einen Aufpasser für Levin damit dieser weiter schlafen kann während ich meine Frau begleite. Ich kann und will sie nicht alleine lassen. Doch schon nach dem Ultraschall können wir erleichtert aufatmen. Es ist wirlich nur der Stöpsel welcher sich gelöst hat und keine vorzeitige Plazenta Ablösung oder sonst was
Den ersten Teil schreibe ich grade, während ich auf mein Testergebnis warte und dann erstmal wieder in die Praxis kann. Es ist einfach nicht einmal viertel nach 7 und es regnet. Immerhin hat meine Schwester mich her gefahren. Heute mal mit dem K Schutz Wagen von unserem DRK da sie den später für die Arbeit braucht. Halt Dinge die ganz normal sind, wenn man Familie bei einer HiOrg hat. Ich durfte leider nicht das Blaulicht verwenden um noch schneller durchzukommen.
asds_as_kas_fp ich hoffe dass es so für dich geht und du mir erhalten bleibst :) ist kein fieser Cut
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Ex hoc momento pendet aeternitas - Amor tollit timorem
FanfictionAmor tollit timorem -> die Liebe nimmt die Furcht Herzlich Willkommen zu Teil 2 von Ex hox momente pendet aeternitas. Zum Verständnis ist es logischer erst EHMPA omnia vincit amor zu lesen. Doch ich freue mich sehr, dass ihr diese Geschichte gefunde...
