Erstmal möchte ich euch alle begrüßen. Ich freue mich, dass ihr alle diesen Weg mit mir gegangen seid.
Das Buch neigt sich langsam dem Ende zu und wir haben nur noch 5 Kapitel vor uns. Deswegen habe ich beschlossen euch nicht weiter zu quälen und jede Woche ein Kapitel hochzuladen, sondern mit euch eine Lesenacht zu machen. Genauer gesagt heißt das, dass es jede Stunde ein neues Kapitel für euch gibt. Wir fangen jetzt an und wenn ich richtig gerechnet habe (lacht nicht, ich bin nicht gut im Rechnen) kommt dann um 24:00 der Epilog.
So. Das war's jetzt erstmal von mir. Habt viel Spaß.
--------------------------------------------------------------------
Kate hat mein Kleid für heute Abend ausgesucht. Es ist bodenlang und in einem dunklen, matten Grün. Wie mein Brautkleid damals auch ist es Schulterfrei und hat nur in der Mitte meiner Oberarme ein paar schmale Ärmel. Der obere Teil ist mit zarter, schwarzer Spitze und glänzenden Perlen versehen, der Rock unten jedoch ist vollkommen schlicht und hat nur ein paar gewollte Falten. An einer Seite ist in der Falte ein Schlitz, der fast bis zu meiner Hüfte reicht. Aber nur fast. Wenn man nicht weiß, dass er da ist, kann man ihn auch nicht sehen. Als ich darin aus dem Bad gekommen bin hat Kate nur mit dunklen Augen auf mich geblickt, als hätte sie mich zum ersten Mal in ihrem Leben gesehen und würde es mir am liebsten gleich wieder vom Körper reißen, auch wenn sie mich schon seit Monaten jeden Tag sieht. In meine Haare hat Kathryn kleine Blumen und Perlen eingearbeitet, die funkeln, wenn sich das Licht in ihnen fängt. Leichtes Make-Up hat alles abgerundet.
Jetzt auf der Party merke ich, wie jeder einzelne mich anstarrt und ich würde am liebsten im Boden versinken. Noch etwas näher drücke ich mich an Kate, an deren Arm ich gehe. Meine wundervolle Frau trägt ein dunkelblaues Kleid, das perfekt zu meinem passt, auch wenn ihr Rock aus mehreren Lagen Tüll besteht und sich um sie ein wenig aufbauscht. Ihre Haare hat sie streng hochgesteckt, wie auch bei der Arbeit immer, nur das ihre Haarspangen nun von Perlen besetzt sind. Viele Lagen Make-Up schmiegen sich an ihr Gesicht, als würde sie eine Maske tragen und ihre Augen sind gerade nach vorne gerichtet, auf ihren Lippen ist nicht ein Hauch eines Lächelns zu erkennen. Es ist fast, als hätte sie keinerlei Emotionen, als wir langsam durch den Garten gehen, den ich schon kenne. Sophies Garten, der so viel kleiner ist als der meiner Frau, mich trotzdem sehr beeindruckt hat, als ich ihn gesehen habe. Jetzt im Dunkeln mit all den Lichtern und Dekorationen kommt es mir trotzdem unheimlich vor. Überall in den Bäumen hängen Lichterketten und Kerzen schwimmen auf dem Wasser des langen Teichs in der Einfahrt. Aus der offenen Tür dringt gleißendes Licht und leise Musik zu uns. Kurz bleibe ich stehen und Kate sieht mich an. Ich habe Angst. Angst weiter auf die riesige Tür zuzugehen. Weiter in Sophies Hoheitsgebiet. Es fühlt sich an, als würde ich freiwillig ins Unglück gehen. Als würde irgendetwas schlimmes passieren, wenn ich dieses Gebäude betrete. Kate stellt sich zwischen mich und die Tür, legt sanft ihre Hände auf meine. „Was hast du mein Engel?", fragt sie mich so leise, dass niemand sonst es hören kann. Aber niemand scheint Notiz von uns zu nehmen. Alle gehen nur an uns vorbei über die Treppe ins Gebäude. „Ich habe Angst Kate. Solche Angst, dass Sophie mir zu nahe kommen könnte", hauche ich leise mit zitternder Stimme. Meine Frau tritt näher auf mich zu und streicht über meine Arme. Ich merke ihre Anspannung. Merke, dass sie mir immer noch nicht zu 100% vertraut. Aber vor allem merke ich, dass es in ihr immer noch brodelt. Sie ist wütend, wütend auf Sophie, die es gewagt hat etwas zu wollen was ihr gehört. „Ich lasse dich nicht mit Sophie allein. Du wirst die ganze Zeit bei mir sein. Sophie wird es nicht wagen." Kates Stimme klingt schon fast wie eine Drohung. Nicht nur eine Drohung an Sophie, sondern auch an mich. Sollte ich es wagen Sophie auch nur einen Blick zuzuwerfen, würde sie es merken und es mich spüren lassen. Sie hat einen Punkt erreicht, an dem sie komplett die Kontrolle verlieren könnte, aber verzweifelt versucht sie zu behalten, weil sie ganz genau weiß, wie gefährlich es sein wird, wenn sie die Kontrolle verliert. Nicht mal, wenn Sophie etwas versuchen würde, könnte sie etwas tun, weil sie beobachtet wird. Sie müsste sich an die Polizei wenden und die Kontrolle in deren Hände abgeben. Es macht sie wahnsinnig. „Wenn Sophie irgendetwas versucht werde ich dafür sorgen, dass sie es sehr bereut Beverly. Ich pass auf dich auf mein Engel. Sie wird es nicht wagen. Wenn sie auch nur einen weiteren Fehler macht, werde ich dafür sorgen, dass sie innerhalb weniger Tage meine ganz persönliche Sklavin wird und dann werde ich sie zerquetschen wie eine Kakerlake." Kates Stimme ist dabei so kalt und leise, dass es mir Angst macht. Fast habe ich das Gefühl die Luft um mich herum würde kälter werden, aber dann streicht Kate über meine Arme. „Du musst keine Angst haben mein süßer Engel. Dir wird nichts passieren. Ich muss nur streng nach Vorschrift handeln. Hier sind überall Spione." Den letzten Satz haucht sie mir ins Ohr, bevor sie einen Kuss auf meine Wange haucht. „Du gehörst mir", raunt sie mir dann noch ins Ohr, bevor sie mir das Tuch umlegt, dass sie über den Schultern getragen hat, als würde ich frieren. Dieser eine kleine Satz, dieser Satz, dass ich ihr ihr gehöre, die dunkle, bedrohliche Stimme.... Alles in mir will nur noch von ihr berührt werden. Aber Kate denkt gar nicht daran. „Lass uns weiter gehen mein Engel", sagt sie nur und hält mir auffordernd ihren Arm hin.
DU LIEST GERADE
Yes, Mylady
De TodoBeverly ist ein Sklavin in einer Dystopischen Welt, die lernt was Liebe sein kann. Doch dann wird sie aus ihrem neu gefundenen zuhause gerissen und zu Kate gebracht wird, die ihr das Leben nicht leicht macht und großen Gefallen daran findet ihr weh...
