Kaitel 32

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Tuut. Tuut. ,,Hallo?", sagte eine fröhliche Stimme am anderen Ende der Leitung.

,,Vicky?" - ,,Ja? Ich gehe jetzt mal nicht davon aus, dass du Jake bist. Also, wer bist du, du Schlampe?!" - ,,Ehm, ich glaube, dass du da was falsch verstehst...", versuchte ich zu erklären, doch sie unterbrach mich: ,,Ich?! Ich verstehe etwas falsch?! Du, scheiß Schlampe rufst von dem Handy von meinem Freund an und ich verstehe etwas falsch?!", schrie sie mich an.

,,Stopp! Ich habe garantiert nichts mit Jake am Laufen! Er ist ein Kumpel von meinem Bruder und hat gerade Hundefutter gegessen!", schrie ich zurück. Sie sagte erst nach einer kurzen Pause: ,,Hundefutter?!" Dann fiel ihr aber etwas anderes ein: ,,Welcher Bruder eigentlich?", fragte sie verwirrt.

,,Kennst du Luke?" - ,,Der beste Freund von Jaki?", fragte Vicky. ,,Äh, ja, sowas in der Richtung. Der ist auf jeden Fall mein Bruder.", erklärte ich ihr. ,,Okay. Und was ist mit ihm? Also das mit dem Hundefutter?" - ,,Das hat er gegessen.", antwortete ich kurz.

,,Gegessen?!", fragte sie nochmal nach und brach anschließend in großem Gelächter aus. ,,Ehm, ja, da liegt das Problem: Den Jungs geht es ein bisschen schlecht und ich habe keinen Plan, was ich machen soll. Und Jake hat gesagt, dass ich dich anrufen soll."

,,Und was soll ich jetzt machen?", fragte sie mich. ,,Ehm, um ehrlich zu sein, habe ich keine Ahnung... Vielleicht kommst du einfach mal vorbei?" - ,,Ehm, ja klar. Kann ich machen. Tut mir leid wegen vorhin.", entschudigte sie sich. Ich gab ihr die Adresse und wir verabschiedeten uns vorerst.

,,Okay, sie kommt gleich.", sagte ich den Jungs bescheid. Sie schienen zu schlafen, also legte ich mich auf einen Liegestuhl und wartete auf Victoria.

Etwa eine viertel Stunde später hupte jemand vor dem Haus. Das war sie wahrscheinlich. Warum klingelte sie nicht einfach? Ich musste zugeben, ihr Auftritt war einfach kreativer, als an der Tür zu klingeln. Und aufsehenderegender. Also doch nichts für mich...

,,Hiiii, du musst Jo sein!", rief Vicky quietschend. Sie hatte braune leicht lockige Haare, dunkle Augen und ein wunderschönes Lächeln. Und sie sah nicht aus, wie ich es erwartet hatte. Ich dachte, sie wäre vielleicht eine von den Zicken, aber sie war kaum geschminkt und sah auch sonst natürlich aus.

,,Ja. Ich bin Jo. Hi Vicky!" Ich quietschte nicht so wie sie. Sie kam auf mich zu und umarmte mich kurz. ,,Wo ist mein Jaki?", fragte sie gleich. ,,Hinten im Garten. Er ist eingeschlafen.", erklärte ich ihr. Ich führte sie um das Haus und sie entdeckte die schlafenden Jungs.

,,Was ist mit denen?" - ,,Die haben Hundefutter gegessen, lagen im Sterben und nun schlafen sie." Sie lachte wieder. ,,Warum sind so viele Jungs da? Hast du die so vorgefunden?" - ,,Die sind fast täglich da. Nein, eigentlich täglich. Ich habe sie nur kurz alleine gelassen, als ich zurückgekommen bin, waren sie schon halb tot.", antwortete ich schulterzuckend.

,,Wollen wir sie nicht einfach mal liegen lassen? Sie werden schon irgendwann aufwachen. Wenn nicht, können wir immernoch überlegen, was wir machen." Sie setzte sich auf einen der Liegen und schloss die Augen. In den folgenden Stunden redeten wir über die Jungs, die Schule, Deutschland und Österreich. Sie war vor ein paar Jahren hierher gezogen. Davor lebte sie in Österreich. Zufälle gab's! Sie war nun ein paar Wochen mit Jake zusammen. Sonst gab es eigentlich nicht viel zu berichten. Wir waren auch mal im Pool und haben Wasserball gespielt.

,,Die Jungs haben einen ganz schön tiefen Schlaf.", grinste Vicky. ,,Sie schlafen nun schon viereinhalb Stunden. Wollen wir sie nicht mal wecken?", grinste ich zurück. Sie nickte begeistert und wir holten den Gartenschlauch.

,,Da stimmt was nicht!", sagte Vicky misstrauisch. Normalerweise mussten sie doch jetzt aufwachen?! Aber die Jungs wurden einfach nicht wach! Inzwischen war ich mir sicher, dass sie das nicht nur schauspielerten.

Dream About A Bad BoyGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt