POV: Dave
Dann fiel mir noch etwas anderes ein: ,,Warum hast du denn jetzt überhaupt angerufen?"
,,Ach so. Natürlich. Das habe ich fast vergessen..." Ob du es glauben willst, oder nicht: Du hast es wirklich vergessen! dachte ich, sagte aber nichts davon. Innerlich seufzte ich, hörte dann aber wieder aufmerksam zu.
,,Ja, ist auch egal. Es betrifft auch dich, deshalb ist es auch nicht schlimm, dass du jetzt dran bist und nicht Jo. Du hast doch kein Problem, dass du jetzt mit mir redest? Das hast du früher ja auch gemacht. Zumindest als du schon reden konntest. Davor ging es ja schlecht. Ach, ich weiß noch, wie du statt Waschlappen immer Laschwappen gesagt hast. Oder statt Staubsauger hast du Saugstauber gesagt. Oder ..."
Ich unterbrach sie schnell, bevor sie meine komplette Kindheit noch einmal aufrollte und mir erzählte, wie ich nackt mit Jo schwimmen war: ,,Ehm, ja, passt schon. Ich kann mich wieder erinnern. Was wolltest du sagen?"
,,Ach so, tut mir leid. Es geht um das nächste Wochenende. Du weißt doch, dass wir da einen Familienausflug geplant haben?", fragte Clara. ,,Nein, wusste ich nicht. Ich dachte, da wäre der Deutschlandausflug, zu dem ihr mich eingeladen habt, mitzugehen?" Ich war gerade etwas verwirrt.
,,Nein, also, doch, doch. Also, auf jeden Fall ist da auch noch das Schulfest." Okay, nun war ich noch verwirrter...
POV: Joanna
,,Was ist da denn noch alles?", hörte ich Dave fragen. Er saß mit dem Rücken zu mir auf dem Bett und telefonierte mit irgendjemandem. Automatisch lief ich wieder ein paar Schritte zurück und stieß aber gleich an der Badetür an. Sollte ich wirklich lauschen?
Ich schaute vorsichtig um die Ecke. Dave stand auf und ging ... zu meinem Koffer! Was sollte das?! Er kramte kurz herum und schaute in meine Richtung. Sofort schnellte mein Kopf nach hinten und ich hielt meinen Atem an.
Als ich eine halbe Minute später wieder in das Zimmer schaute, war Dave weg. Erleichtert atmete ich wieder aus. Ich lief auf meinen Koffer zu und schaute, was er dort gemacht hat. Nach kurzem Nachzählen stellte ich fest, dass noch meine gesamte Kleidung da war. Auch sonst fiel mir nichts auf. Ich werde ihn später mal darauf ansprechen!
Dann hörte ich Schritte, die in meine Richtung liefen. Ich überlegte kurz, verschwand dann wieder im Bad. Ich sollte nicht lauschen, aber ich wollte unbedingt wissen, mit dem er telefonierte. Und vor allem, worüber!
,,Klar, kann ich besorgen. Wird nicht schwer sein.", lachte Dave. Okay, es war nichts Schlimmes. Naja, Ansichtssache. Aber es betraf mich nicht und ich wollte auch nichts damit zu tun haben. Es handelte sich bestimmt um Drogen und von denen wollte ich mich fernhalten!
,,Ja, wir sehen uns dann wieder daheim." Ich wusste zwar nicht, was er mit daheim meinte, aber das war bestimmt ein Treffpunkt für Drogendealer und so. Also war es auch gut, dass er daheim sagte und nicht die genaue Adresse. Die wollte ich gar nicht wissen!
Ih schaute wieder in unser Zimmer. Dave stand mit dem Rücken zu mir vor meinem Bett. Er verabschiedete sich und lag sein Handy auf mein Nachttisch. Anschließend ging er wieder aus dem Zimmer.
So leise wie möglich schlich ich zu seinem Handy. Ich lief näher hin und ... Das war gar nicht sein Handy! Das war meins! Wieso telefonierte er mit meinem Handy?! Der kann was erleben! Erst schnüffelt er in meinem Koffer und dann noch in meinem Handy! Ich hatte keinen Bock, dass irgendein Drogenboss meine Nummer hatte!
Ich schnappte mein Handy und stapfte zu ihm. Als er mich hörte, drehte er sich erschroken zu mir um und versteckte irgendetwas hinter seinem Rücken. Ich wollte gar nicht wissen, was das war!
,,Alice und Zoe sind also schon weg?!", fragte ich schnippisch auf Deutsch. Nicht jeder, der draußen vorbei lief, musste wissen, warum wir streiteten. Er nickte verlegen: ,,Ich, ehm, habe sie, ehm, rausgeschmissen...", antwortete er lahm. Da es mir ziemlich egal war, wo diese zwei Schlampen waren, hielt ich mich nicht länger mit ihnen auf.
,,Ehm, warum bist du denn so wütend?", fragte Dave langsam. Ich blinzelte ihn wütend an. Er wich meinem Blick immer wieder aus.
Ich hielt mein Handy hoch und er erschrak leicht. Er fing sich zwar ziemlich schnell wieder, doch ich bemerkte, dass er einen kurzen Moment verunsichert war.
,,Dein Handy?", fragte er nun wieder selbstsicher und grinste mich schief an. Wenn ich nicht so wütend auf ihn wäre, würde ich mich in seinen Augen verlieren...
POV: Dave
,,Dein Handy?", fragte ich, sobald sie es nach oben hielt. Ich lächelte sie mit einem verschmitzten Grinsen an. Ihr Blick sprach Bände! Am liebsten wäre sie mir wohl sofort um den Hals gefallen und hätte mich geküsst. Das erkannte ich daran, dass ihre Arme kurz zuckten und ihre Augen glänzten. Dabei starrte sie meine Lippen an.
Ich konnte es nicht lassen und fuhr mit meiner Zunge über meine Oberlippe.
Nun habe ich es wohl ein bisschen übertrieben. Ihr fiel anscheinend wieder ein, warum sie gekommen war und starrte mich wieder genauso sauer wie vorhin an. Hätte ja klappen können...
,,Warum kannst du nicht mit deinem Handy telefonieren?! Meinst du, ich hab' Bock drauf, dass du meine Nummer an die Mafia weitergibst?!", schrie sie mich an. Bitte was? Ich musste mir ein freches Grinsen unterdrücken.
,,Ich glaube, du hast da was falsch ver... ", wollte ich erklären, doch sie schrie schon wieder: ,,Ich habe nichts falsch verstanden! Und jetzt erzähl mir sofort, warum du meine Nummer einem verdammten Mafiaboss weiter ... "
In der Zwischenzeit war ich ihr näher gekommen und nun hielt ich ihr den Mund zu. Auf Englisch redete ich auf sie ein: ,,Sch... Ganz ruhig. Ich habe deine Nummer keinem Mafiaboss weitergegeben. Im Allgemeinen mag ich die Mafia nicht sonder... Auu! Hast du mich gerade gebissen?! Was soll das? Ich versuche doch nur, dir alles zu erklären." Nun war ich sauer!
,,Du hörst mir jetzt mal zu! Als erstes möchte ich, dass du mit mir deutsch redest, klar? Es geht hier niemanden etwas an, worüber wir sprechen! Zweitens; ich möchte keine verdammten Ausreden hören, sondern die Wahrheit! Du musst mich nicht wegen den Drogen anlügen! Ich weiß, dass du ein verdammter Badboy bist und akzeptiere es. Und drittens ...", schrie sie, doch nun unterbrach ich sie: ,,Ein verdammt heißer Badboy."
,,Was?", fragte Jo verwirrt. ,,Du hast das heiß vergessen. Das gehört da noch hin.", grinste ich.
,,Selbstverliebtes Arschloch!", zischte sie mich wütend an und knallte mir eine.
,,Upps.", sagte sie direkt im Anschluss. Fast noch gleichzeitig. Sie zog eine Schnute und es sah echt so aus, dass es ihr wirklich leid tat.
,,Das wollte ich nicht. Das tut mir echt leid. Es war wirklich keine Absicht. Kann ich es irgendwie wieder gut machen?", plapperte sie. Ein Grinsen huschte mir über das Gesicht und ich blickte ihr tief in die Augen. Sie waren wunderschön!
,,Ja, das kannst du.", flüsterte ich.
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Hab' mal ein Dave-Bild dazu. Mag den eigentlich irgendjemand von euch?!
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Dream About A Bad Boy
Fiksi Remaja,,Tja. Ich kann dich halt dauernd auf's Neue überraschen." Ich erinnerte mich an den Tag in der Turnhalle, an dem meine Abschiedsfeier stattfinden sollte. Als er jemanden erschossen hat. Als ich zusammengebrochen war. An den Tag, an dem ich nach ein...
