Kapitel 27

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,,Ach, du scheiße ...", murmelte ich. ,,So schlimm?", fragte Luke verwirrt. ,,Nein, es ist wunderschön.", flüsterte ich, schaute ihn an und sagte dann etwas lauter: ,,Naja, ich hätte irgendwie nicht erwartet, dass du so ein romantischer Typ bist. Aber dir ist schon bewusst, dass du mein Bruder bist?", fragte ich verunsichert. ,,Ja, das weiß ich, aber wir können es ja trotzdem genießen, da wir ja keinen leiblichen Geschwister sind.", meinte er. Während er mir das sagte, ließ ich mein Blick wieder über den Balkon schweifen.

Auf dem gesamten Boden waren rote Rosenblätter verteilt und am Rand standen unterschiedlich große Kerzen. ,,Luke? Du weißt, dass das nicht nötig gewesen wäre?" - ,,Ich dachte, es würde dir gefallen", sagte er leicht traurig. ,,Das tut es doch auch." Ich ging auf ihn zu und umarmte ihn. ,,Danke.", flüsterte ich in sein Ohr. Er löste sich leicht aus der Umarmung, legte seine Stirn gegen meine und schaute mir tief in die Augen. Luke legte ganz sanft seine rechte Hand an meine Wange und sein Mund kam meinem immer näher.

,,Hey Kinder!", rief meine Mam von unten. Luke und ich zuckten sofort zusammen. ,,Kommt mal runter!" Luke trat verlegen einen Schritt zurück und ich lief eiligen Schrittes an ihm vorbei. Als ich bei meiner Mam in der Küche ankam, fragte ich sie, was so wichtig sei.

,,Ich wollte euch fragen, ob ihr was essen wollt." - ,,Was?! Das ist nicht dein ernst", schrie ich sie an. Mam sah mich schockiert an: ,,Jojo, was ist denn mit dir los? Und außerdem habe ich gesehen, dass Dave seine Jacke vergessen hat. Könntest du sie ihm morgen bringen?" - ,,Mam! Du sollst mich nicht immer Jojo nennen! Und die Jacke ist nicht mein Problem! Die kann er sich selbst wieder holen!", kreischte ich.

Auf eimal kam Luke dazu und warf mir vor: ,,Warum schreist du so?" - ,,Jojo weigert sich, Dave die Jacke zu geben.", erklärte meine Mam. ,,Du sollst mich nicht immer Jojo nennen.", seufzte ich. ,,Jojo, reg' dich doch nicht immer so auf. Das ist schlecht für die Nerven.", grinste Luke.

,,Luke, warum bringst du ihm nicht die Jacke?", fiel meiner Mutter ein. ,,Warum sollte ich?" - ,,Warum nicht?" - ,,Weil ich ihn nicht ausstehen kann!" - ,,Ach, Quatsch! Dave ist doch ein ganz Lieber. Was hast du denn gegen ihn?", fragte sie. Das würde mich allerdings auch mal interessieren ...

,,Ähm, weil ..." - ,,Ja?", mischte ich mich auch endlich mal ein. ,,Weil er sich mit Jamie geprügelt hat!", sagte er schnell. ,,Wie, er hat sich mit Jamie geprügelt?!", fragte meine Mam entsetzt. Da ich wusste, dass ich in dem Gespräch keine richtige Antwort bekam, ging ich nach oben. Als ich in meinem Bett lag, bemerkte ich, dass die Kerzen auf dem Balkon noch brannten. Also stand ich auf und machte sie aus. Denn Rest darf Luke morgen aufräumen! Zurück in meinem kuscheligen Bett, schlief ich schließlich ein.

Nächster Morgen

,,Ahhhhh!", schrie ich auf. Als ich meine Augen aufschlug, sah ich Luke grinsend mit einem leeren Glas in der Hand. ,,Guten Morgen. Schön geschlafen?", meinte er belustigt. ,,Ja. Allerdings hat mich so ein Volltrottel mit Wasser aufgeweckt!" - ,,Ich wollte nur sichergehen, dass du diesmal auch wirklich aufstehst. Und außerdem bist du wirklich schwer. Da kann ich dich nicht immer tragen." Ich nahm mir ein Kissen und warf ihn wütend ab.

,,Schau, wenigstens bist du jetzt wach.", lachte Luke: ,,Frühstück ist fertig." Wenigstens für das Essen konnte ich mich begeistern. Und somit schwang ich meine Beine aus dem Bett und ging nach unten.

Als ich in der Küche ankam, war der Tisch mit allen möglichen Sachen gedeckt. Ich setzte mich und entdeckte einen kleinen Zettel:

Guten Morgen Jojo und Luke,
ich habe heute morgen einen Anruf bekommen, dass meine Geschäftsreise früher beginnt. Am Wochenende werde ich wieder zurück sein. Ich melde mich heute mittag wieder.
Liebe Grüße, Mama

Dream About A Bad BoyGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt