POV: Joanna
Am Freitag durfte ich nach Hause. Ich fühlte mich wieder richtig gut. Meine Mam holte mich ab. Daheim warteten schon meine ganzen Freunde, Verwandte und ein paar Bekannte, an die ich mich kaum erinnerte. Auch Dave war mit seiner Gang da, was einige verunsicherte. Mich auch. Irgendetwas stimmt mit denen doch nicht. Außer die hecken was aus?
Alle waren da, um mich zu verabschieden und natürlich die Überraschungsparty nachzuholen. Wow! Mit so vielen Leuten habe ich nicht gerechnet. Sie wollten sich schon heute von mir verabschieden, da unser Flugzeug schon morgen früh gegen fünf Uhr flog. Deshalb feierten wir auch nicht zu lange.
Die meisten weinten, als sie mich verabschiedeten, so machten sie es mir ja nicht unbedingt leichter. Aber wir würden auch so mal nach Deutschland zurück kommen, versprach meine Mam. Wir behielten auch das Haus, damit wir nicht immer in ein Hotel mussten oder den anderen zur Last fielen. Aber wahrscheinlich auch, weil sich meine Mam nicht so richtig von dem Haus verabschieden konnte oder wollte. Darüber war ich sehr froh! Es fiel mir leichter auszuziehen, wenn ich wusste, dass ich immer wieder zurückkommen konnte. Somit blieben auch die Möbel hier. Meine restlichen Sachen haben Laura und Pauli in Kisten geräumt. Sie waren zum Teil schon in den USA. Dort bekam ich ein ehemaliges Gästezimmer mit eigenem Badezimmer und einen Ankleidebereich. Den hatte ich bis jetzt noch nicht.
Mit verweinten Augen schlief ich dann irgendwann zum vorerst letztem Mal in meinem Zimmer ein.
Um halb vier nachts klingelte mein Wecker. Ich machte ihn mürrisch aus und ging duschen. Aber das warme Wasser funktionierte nicht so wirklich. Also wurde ich ziemlich schnell fertig und war danach wach.
,,Mam? Warum funktioniert das Wasser nicht?" - ,,Ich wünsche dir auch einen wunderschönen guten Morgen.", sagte sie fröhlich. Ich grunzte nur kurz zurück.
,,Das Wasser funktioniert doch noch!" - ,,Aber nicht das warme!", erklärte ich ihr genervt. ,,Ach, das hab' ich dir völlig vergessen zu sagen. Es wurde heute um Mitternacht abgestellt." - ,,Na toll!" Hätte sie mir das nicht vorher sagen können? Dann wäre ich gestern Abend noch mal duschen gegangen.
,,Jetzt freu' dich doch mal!", schrieb sie mir vor. ,,Ja, natürlich freue ich mich, meine Freunde zu verlassen.", sagte ich mit einem falschen Lachen, hüpfte kurz und klatschte dabei in die Hände. Sie verdrehte schmunzelnd die Augen.
Jonas war schon seit ein paar Tagen bei unserem Vater. Um sich einzugewöhnen. Es war still. Im Haus. Beim Essen. Als wir das Haus verlassen. Auf der Fahrt zum Flughafen... Toller Abschied. Wollten nicht noch Laura und Pauli kommen?
Wir sahen den Flughafen und ich musste mir das Weinen echt verkneifen. Meine Mam parkte und wir stiegen aus. Wir hatten nur drei Koffer. Der Rest war entweder schon dort oder kam in ein paar Tagen. Darum kümmerte sich mein Vater. Ich bemerkte ein Auto, das genauso aussah wie das von ihm. Hinten saßen zwei Mädchen. War er wohl doch nicht. Das Auto fuhr sehr schnell an uns vorbei und machte eine Vollbremsung. Wenn das mal nicht das Flughafenpersonal sieht.
Dann sprangen die zwei Mädchen aus dem Auto. Pauli und Laura!! Ich ließ meinen Koffer los und rannte ihnen entgegen. Gruppenumarmung!
,,Wir vermissen dich jetzt schon.", nuschelte Pauli. ,,Ich euch auch. Hey, wollt ihr mitkommen?" Sie rasteten aus vor Freude. ,,Ja, ja, jaaa.", riefen beide.
Die Freude wurde unterbrochen, als unsere Mam dazukam: ,,Ihr habt doch Schule? Aber in den Ferien kommt ihr unbedingt!" - ,,Ja, ich glaube, da kommt ihr nicht drum rum!", sagte Laura und wir mussten lachen.
,,Mam? Wann muss ich in die Schule?", fragte ich. Bitte nicht am Montag schon. Bitte nicht! - ,,Am Montag direkt. Du gehst auf die gleiche Schule wie Luke." Ach nee!
Wir stiegen ins Flugzeug. Ich hatte einen Platz ziemlich weit vorne. Also lief ich dorthin. Aber schon nach ein paar Schritten nervte meine Mam. Ich hatte nichts gegen sie, aber in Flugzeugen war sie einfach unerträglich. Zwar hatte sie die Flugangst, aber sagte mir dauernd, dass ich keine Panik haben musste und so.
,,Wo sitzt du?" - ,,1D.", sagte ich und deutete in die Richtung. Ganz vorne. ,,Ich bin 13A. Ich habe gedacht, du hast online gebucht?" Ja. Und das war die größtmögliche Entfernung. ,,Echt total doof gelaufen." Ich lief weiter zu meinem Fensterplatz. Ich liebte es am Fenster zu sitzen. Dort hatte man immer so eine schöne Aussicht. Und nur einen nervigen Sitznachbar.
Ich setzte mich. Bis jetzt war noch niemand neben mir. Zum Glück. Obwohl ich insgeheim hoffte, dass sich niemand dorthin setzen wollte, wusste ich, dass das höchstwahrscheinlich nicht eintreffen wird.
Aber anscheinend hatte ich echt Glück. Es kam niemand. Dann schlossen sich die Türen und wir würden endlich los fliegen.
Aber wir flogen nicht los. Was war los? Nach ein paar Minuten öffnete sich die Tür und ein Junge, etwa so alt wie ich, kam herein. Können wir jetzt los fliegen?
Sah so aus, er setzte sich und wir flogen los. Endlich! Das einzige Problem war, dass ich nun einen Sitznachbar hatte. Aber so lange er die Klappe hielt...
Tat er natürlich nicht! Irgendwann schlief ich aber ein.
Ich schnappte nach Luft. Jemand hatte mir die Nase zu gehalten. Ich sah zu dem Jungen neben mir. Er hieß übrigens Dylan. Arschloch! ,,Ganz ruhig, Kleine. Ich wollte dich nur wecken.", grinste er dreckig. Ich sag's doch: Arschloch.
,,Und warum wolltest du mich jetzt wecken?" - ,,Wir sind gelandet und vielleicht hättest du Lust auszusteigen?" - ,,Aso, klar." - ,,Gern geschehen." Hatte ich mich bedankt? Ne.
Also stieg ich aus und suchte meine Mam. Ich konnte sie nirgends finden. Stattdessen fand ich ein Schild mit unserem Namen. Daneben stand Luke. Ich lief auf ihn zu und führte ein wenig Smalltalk. Der andere Junge war drei Jahre älter und hieß Chris. Er studierte irgendwo. Dann war noch ihrer Dad da, und bald mein Dad. Ich sprach ihn trotzdem mit Fred an. Vielleicht konnte ich ihn in ein paar Monaten Dad nennen. Mal schauen.
Endlich kam auch meine Mam. ,,Jo! Da bist du ja! Ich habe dich überall gesucht." - ,,Ähm, Mam? Da klebt ein Stück Toilettenpapier an deinem Schuh." Sie lief rot an und machte es schnell weg.
Dann entdeckte sie endlich auch ihren Freund und küsste ihn. Im Anschluss fiel sie Luke und Chris um den Hals. Also kannten sie sich auch schon länger.
Wir fuhren zu unserem neuen Zuhause. Es war wunderschön.
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Also ich fand das Kapitel etwas langweilig. Und ihr? Schreibt bitte in die Kommentare, wie ihr es fandet :)
Und Leute, ich bin so happy! Schon über 700 reads! Das sind 200 mehr als gestern Abend!! Aww! Und über 50 votes! :D ich bin einfach überglücklich! :D
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Dream About A Bad Boy
Jugendliteratur,,Tja. Ich kann dich halt dauernd auf's Neue überraschen." Ich erinnerte mich an den Tag in der Turnhalle, an dem meine Abschiedsfeier stattfinden sollte. Als er jemanden erschossen hat. Als ich zusammengebrochen war. An den Tag, an dem ich nach ein...
