Ich war bereits zurück im Waisenhaus und saß in meinem Zimmer auf meinem Bett. Der Schwarzhaarige hatte sich vor zwei Tagen im Wald einfach weggedreht, nachdem er gesagt hatte 'Du wirst sowieso wiederkommen' und war weggelaufen. Und natürlich folgte ich seinem Rat und rannte. Nun saß ich wieder hier. Alle waren beim Abendessen, aber ich durfte nicht, da ich ja dafür bestraft werden musste, dass ich abgehauen war. Ich musste die ganze Woche auf Abendessen verzichten und durfte nur einfaches Essen essen.
Verträumt starrte ich an die Wand. Ich musste die ganze Zeit an diesen Jungen im Wald denken. Was war er? Und was meinte er damit, dass ich zurück kommen würde? Er jagte mir verdammt Angst ein und er war hauptsählich Inhalt all meiner Träume. Alpträume. Seine roten Augen tauchten in den letzten zwei Tagen immer wieder auf. Ob es ein Traum war, eine Erinnerung an ihn oder einfach nur ein roter Gegenstand, der mich an sie erinnerte.
Ich hatte einfach nur pure Angst vor diesem... Etwas. Was, wenn er kommen würde, um mich zu holen?
Was wenn seine roten Augen in der Nacht irgendwann kein Traum mehr waren, sondern er wirklich da war?
Doch trotz der Furcht, die ich verspürte, faszinierte er mich. Er war so... anders. Und vor allen Dingen sah er trotz seinem finsterem Blick auf seine Weise wunderschön aus.
Resigniert schüttelte ich meinen Kopf. Ich sollte doch Angst vor ihm haben. Und das hatte ich ganz gewiss.
Eine Stimme auf dem Flur holte mich aus meinen Gedanken.
"Dieser kleinen Schwuchtel werde ich es noch heimzahlen!", machte sich Rodgers Stimme bemerkbar.
Ängstlich zuckte ich zusammen, als ich hörte, wie sich seine Schritte meiner Tür näherten. Sofort sprang ich auf und klemmte einen Stuhl unter die Türklinke, da die Zimmer hier nicht abschließbar waren. Es wurde an der Tür gerüttelt und ich blickte mich panisch nach einem Versteck um, doch was sollte ich schon in meinem kleinen Zimmer finden?
Rodger gab wütende Laute von sich und trat gegen die Tür, doch er bekam sie nicht auf. Erleichtert seufzte ich auf, als sich die Schritte wieder entfernten. "Er kann sich da ja nicht ewig drin verstecken", hörte ich ihn wütend sagen und dann war er weg.
Meine Muskeln entspannten sich langsam und ich setzte mich auf mein Bett.
Erneut verbrachte ich meine Zeit damit, die Wand anzustarren.
Und schon wieder!
Immer wieder tauchten diese roten Augen auf... Langsam hatte ich nicht mehr das Gefühl, dass das bloße Einbildung war.
Seufzend rieb ich meine Augen und schloss sie einen Moment.
"Liam", ertönte plötzlich eine raue Stimme direkt vor mir. Erschrocken riss ich meine Augen auf. Direkt vor mir befand sich ein rotes Augenpaar. Der schwarzhaarige dem diese gehörten, grinste mich böse an und aus seinem Mundwinkel tropfte etwas Blut.
Angsterfüllt schrieh ich auf und begann, wie bei unserer ersten Begegnung stark zu zittern.
"Nein", flüsterte ich panisch. "Nein, nein, nein"
Ich presste meine Lieder erneut fest aufeinander und als ich sie wieder öffnete, war er fort. Mein Herz klopfte noch immer stark und ich blickte mich um. Sicher hatte ich diese Augen schon öfter vor mir gesehen, aber nie so realistisch und nah, außer bei unserer wahren Begegnung. In meinem Zimmer war niemand und man konnte nichts außer meinen schnellen Atem hören.
Es war nur eine Einbildung.
Langsam versuchte ich mich wieder mit diesen Worten zu beruhigen, doch der Schock war einfach zu groß. Um wieder herunter zu kommen machte ich mich auf den Weg in das öffentliche Badezimmer wo ich mir kaltes Wasser in mein Gesicht spritzte, sodass ich endlich wieder ein paar klare Gedanken fassen konnte. Ich atmete tief durch. "Nur Einbildung", murmelte ich und stützte meine Hände am Rand des Waschbeckens ab.
"Na da haben wir dich ja", ertönte auf einmal eine Stimme vom Eingang des Bads. Erschrocken drehte ich mich in diese Richtung und sah Rodger, wie er mich wütend angrinste. "Und diesmal wirst du mir nicht so schnell davon kommen"
Mit stapfenden Schritten kam er auf mich zu und ich versuchte mich irgendwie in Sicherheit zu bringen, doch als ich mich in einer Toilettenkabine Einschließen wollte, kam mir Rodger zuvor, hielt die Tür auf und kam zu mir in die Kabine.
Angsterfüllt starrte ich den älteren an. Er überragte mich um einige Zentimeter, von seinen Muskeln gar nicht zu sprechen.
"Nein, lass mich", sagte ich, doch Rodger lachte nur. "Hat die kleine Schwuchtel etwa Angst? Aw leider kommt kein Prinz um dich zu retten. Dein Pech!"
Wütend starrte ich ihn an, doch ich wusste, dass ich nichts gegen ihn ausrichten konnte, da ich sowieso nicht gerade der Schlägertyp war. Ich hatte keine Ahnung, was ich machen sollte, also hob ich einfach nur schützend meine Arme, als Roder ausholte und spürte einen festen Schlag and meinem Bauch.
Schmerzerfüllt stöhnte ich auf und beugte mich nach vorne, wofür jedoch nicht viel Zeit blieb, da Rodger erneut seine Faust in meinen Bauch rammte. Der Schlag war so fest, das ich mit voller Wucht gegen die Toilettenkabinenwand knallte und nun auch meinen Kopf anstieß. "Hör auf", rief ich.
"Oh nein! Ich habe viel zu großen Gefallen daran gefunden, so schnell werde ich nicht aufhören", grinste das Muskelpaket. Erneut raste seine Faust direkt auf mich zu und traf diesmal mit einem hässlichen Geräusch mein Gesicht. Mein Kopf wurde zur Seite geschläudert und traf erneut fest auf die Wand. Ich spürte wie starker Schmerz durch mein Gesicht zuckte. Als ich Rodger anblickte, sah ich, dass er Blut geleckt hatte. Seine Augen schauten mich besessen an und funkelten gefährlich. Er schlug immer wieder auf mich ein und ich krümmte mich hilflos zusammen.
'Du musst dich verteidigen!', sagte eine Stimme in meinem Kopf. War das meine? Aber was sollte ich denn tun? Ich wusste doch gar nicht, wie man sich irgendwie verteidigt. Außerdem war mein Hirn, von den Schmerzen, die durch Rodgers Schläge immer schlimmer wurden, nicht besonders einsatzfähig.
'Pack einfach seinen Arm, wenn er ausholt und dreh ihn an seinem Rücken herum'
Ohne weiter über die Stimme nachzudenken, tat ich genau, das, was sie verlangte und griff nach Rodgers Arm. Dieser sah mich erschrocken an und bevor er noch etwas machen konnte, drehte ich den Arm auf seinen Rücken, sodass er fast sein eigenes Schulterblatt berührte. Wütend versuchte er sich freizureißen, doch bei jeder seiner Bewegungen drückte ich seinen Arm etwas weiter hoch, bis er schließlich still hielt. Und was sollte ich jetzt tun? Ich hatte keine Ahnung und alles, was mir gerade einfiel war an ihm vorbei zu stürmen und zu versuchen, mich in Sicherheit zu bringen.
Also tat ich genau das.
Mein ganzer Körper tat weh, doch ich zwang mich, weiterzurennen. Rodger stieß einen wütenden Schrei aus und ich hörte seine schnellen Schritte dicht hinter mir.
Ich hatte echt genug von diesem Ort! Alle schauten uns blöd hinterher, doch niemand machte auch nur ansatzweise Anzeichen, mir zu helfen. Ich rannte an den Gesichter vorbei, hinaus ins freie. "Ihr könnt mich alle mal!", rief ich, als ich mich kurz umdrehte und steuerte auf den Wald zu.
Hullö ihr Gürkchöön,
Soo und auf in den Wald Liam :D
Da wo Teddybären hingehören ;** Es ist zwar Donnerstag, aber ich wollte euch trotzdem schon ein Kapi schenken weil ich immer totaall lieb seid und voll nette Kommis schreibt😍 :**
Sry anderes Thema aber Skateboaarrddss *-* passt nicht zur Story aber was ist schon besser als Skateboard fahren? Nicht viel(1D ich Schlaubi)
Naja also ich hoffe es hat euch gefallen. Es ist ja im Moment noch immer das Gleiche aber keine Angst, Abwechslung kommt geschwind ;))
Vergesst bitte nicht zu Voten oder mir zu sagen, was ihr vom Kapi haltet :)
Löve yöü
~Lala
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Monster [Ziam Fanfic]
FanfictionMonster I Liam ist ein Waisenkind. Er lebt in einem abgelegenen Waisenhaus, in dem strenge Regeln herrschen. Eines Tages hält es Liam dort nicht mehr aus, da er wie Dreck behandelt wird. Er flüchtet in einen Wald, über den es Geschichten gibt, dass...
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