Zayn saß immernoch auf meinem Schoß und ich blickte ihn an. Sein T-Shirt war vollkommen verklebt von meinem Sperma und er blickte in Gedanken an sich herunter. Sofort wurde ich wieder rot. "T-tut mir leid", murmelte ich und Zayn blickte auf.
"Was tut dir leid?", fragte er.
"Das mit deinem Shirt"
Zayn musterte mich amüsiert. "Schon okay, es war ja eigentlich meine Schuld, weil ich dich zum Höhepunkt getrieben habe"
Ich biss mir erneut auf meine Lippe bei dem Gedanken an seine wändigen, verdammt guten Hände.
"Achso, du kannst erstmal duschen gehen, wenn du willst. Das Badezimmer grenzt mit der Tür hier an", sagte er und deutete auf eine Tür in der hintersten Ecke des Raumes. Ich nickte und schaute ihn weiterhin an, da er immernoch nicht von meinem Schoß gegangen war, doch er schien auch nicht den Anschein zu machen, aufzustehen. Stattdessen blickte er mich weiter nachdenklich an.
"Du bist irgendwie anders, ich weiß nicht wie oder warum aber ich weiß es und ich wusste es vom ersten Moment an, als ich dich gesehen habe", sagte er leise anscheinend eher zu sich selbst. Warum sollte ich anders sein? Was hatten die denn alle? War ich etwa so abnormal?
Ich seufzte und schaute aus dem Fenster.
"Was?", fragte Zayn.
"Nichts...Ich frag mich nur, warum alle sagen, dass ich ach so besonders währe"
Zayns Blick verdunkelte sich. "Wer hat das noch außer mir gesagt"
"Nathaniel", antwortete ich vorsichtig.
Zayn sah jetzt echt wütend aus und stand genervt auf. "Glaub ihm einfach kein Wort, okay? Er ist ein verdammt verlogenes Arschloch. Egal, was er wann sagt, glaub ihm nicht"
Vorsichtig nickte ich und bewegte mich immer noch keinen Deut, während mein Gegenüber erneut seinen Blick über mich schweifen ließ.
"Naja, ich lass dich jetzt mal allein", murmelte Zayn und lief mit großen Schritten aus dem Zimmer, bevor er die Tür hinter sich schloss.
Ich stieß die eingehaltene Luft aus. Ich hatte gar nicht mitbekommen, dass ich den Atem angehalten hatte.
Langsam stand ich auf, nahm mir meine Boxershorts und ging in das Bad. Es war im Vergleich zu den anderen Räumen relativ klein, aber besaß sogar moderne Technologie. Es war weiß, silber gestaltet.
Ich ging zur Dusche, entledigte mich von meinem Top und stellte mich unter das lauwarme angenehme Wasser.
Endlich konnte ich mich für eine Weile entspannen und etwas nachdenken. Meine Gedanken wanderten schnell zum Waisenhaus und damit zu Niall. Ich hatte schon über eine Woche nichts mehr von ihm gehört. Traurig seufzte ich. Er hatte mich bestimmt schon vergessen und lebte ein glückliches Leben, während ich von einem Demon gefangen gehalten wurde. Er hatte jetzt eine Familie und ich wusste nichtmals, ob ich hier überhaupt lebend rauskommen würde. Ich vermisste Niall wirklich sehr. Natürlich tat ich das, er war die einzige Art von Familie, die ich jemals hatte. Seine frohe lustige Art brachte mich immer zum Lachen und er hatte dieses außergewöhnliche Talent, dass jeder einfach fröhlich sein musste, wenn er in der Nähre von Niall war. Ich schmunzelte kurz, als ich an sein verrücktes Lachen dachte. Gleichzeitig bildeten soch jedoch Tränen in meinen Augen. Nichtmal reden konnte ich mehr mit ihm. Ich würde meine einzige Familie wahrscheinlich niemals wiedersehen. Meine Besten Freund, meinen Bruder. Schnell wischte ich über meine Augen, um nicht anfangen zu weinen und versuchte, an etwas anderes zu denken.
Das Wasser tröpfelte immer weiter auf meinen Körper heruter, bis ich nach gefühlten Stunden aus der Dusche stieg und eines der Handtücher, was neben dieser hing, nahm und mich damit abtrocknete. Nachdenklich zog ich wieder meine Sachen an und legte mich mit dem Rücken flach auf das Bett. Ich würde so gern noch einmal mit Niall sprechen. Seine gewohnte Stimme hören und aus seinem eigenen Mund hören, dass es ihm gut ging. Aber wie sollte ich das tun? Ich hatte kein Handy und ein Telefon schleppte ich natürlich auch nicht mit mir rum. Es war unmöglich, mit Niall in Kontakt zu treten.
Es sei denn...
Ich stand schnell auf und lief auf den Flur. "Zayn?", fragte ich und wusste nicht, in welche Richtung ich blicken sollte. "Was ist?", erklang es direkt hinter mir. Eigentlich sollte ich Zayns plötzliche Auftritte nun langsam gewöhnt sein, aber es erschreckte mich immer wieder.
Ich drehte mich um und schaute ihm schüchtern entgegen. Er hatte sein Oberteil in ein enges graues T-Shirt getauscht, man konnte seine ausgeprägten Bauchmuskeln und seine vielen Tattos perfekt sehen und er sah nach wie vor verdammt heiß aus...ok ich hab ihn nicht hergerufen, um über sein Aussehen zu schwärmen, Liam.
Ich gab mir selbst innerlich eine Backpfeife und redete weiter. "Ich..ich wollte vielleicht fragen, ob...du ein Telefon hast", kam es ganz leise aus meinem Mund.
Zayn schaute mich resigniert an, seufzte dann jedoch und nickte, während er mit einer Hand durch seine langen Haare fuhr.
"Darf ich...vielleicht jemanden anrufen?"
Auf einmal näherte Zayn sich mir mit schnellen Schritten und blickte mich mit seinen roten Augen bedrohlich an. "Wenn du vor hast, jemanden um Hilfe zu flehen oder die Polizei oder sonst jemanden zu rufen , muss ich dich leider enttäuschen. Wenn du auch nur ein Wort über deine jetzige Lage preisgibst, bist du sofort tot, verstanden?"
Ich nickte schnell "Ich werde nichts sagen, versprochen"
Erneut seufzte Zayn und blickte sich nachdenklich um.
"Na gut, aber ich werde dabei sein und wenn du eine falsche Sache sagst, bist du dran", sagte er nach einer Weile mit scharfer Stimme.
"Komm", er drehte sich auf dem Absatz seiner schwarzen Turnschuhe um und lief mit großen Schritten auf eine Tür zu. Ich folgte ihm schnell und fühlte ich mich echt dumm, da ich mich hier einfach nicht selbst zurechtfinden konnte und vollkommen auf Zayn angewiesen war.
Wir kamen in einen mittlegroßen Raum, welcher mit einigen Beigen altmodischen Sofas und Sesseln, einem ebenso altmodischen Kaffetisch und einem großen mit Gold verzierten Kamin gefüllt war. Auf dem kleinen Tisch stand eine edele Vase mit weißen Rosen darin und eine Schüssel mit frischem Obst, woneben ein altes Kabeltelefon platziert war. Zayn deutete mit dem Blick darauf und erlaubte mir somit, es zu benutzen. "Du hast höchstens 20 Minuten",bsagte er streng und setzte sich auf das Sofa und schaute mich an.
Schnell ging ich zu dem Telefon und wählte Nialls Handynummer, welche ich auswendig konnte und führte den Hörer zu meinem Ohr. Aus irgendeinem Grund war ich höllisch aufgeregt und hoffte einfach nur, dass er abnahm. Nach einigen'Tut'-Geräuschen erklang die Stimme des Iren.
"Hallo, wer ist da?", fragte er und ich seuftze erleichtert auf.
"Niall...", sagte ich einfach nur leise. Ich blickte kurz zu Zayn, welcher mich aufmerksam beobachtete. Ich würde Niall also wirklich nichts sagen können.
"Liam? Bist du das?", rief Niall aufgeregt.
"Ja, ich bins", sagte ich und bekam bereits Tränen in die Augen, weil es einfach so schön war, seine vertraute Stimme wieder zu hören.
"Liam! Omg, wie geht's? Ich habe tausend Mal beim Waisenhaus angerufen und die haben immer gesagt, du wärst nicht da! Was haben die da mit dir gemacht? Wo bist du denn?", plapperte Niall. Er hatte also doch versucht, mich anzurufen. Ich lächlete leicht.
"Mir geht's gut, Niall. Aber ich bin vom Waisenhaus abgehauen..."
"Was? Wohin denn?"
Jetzt brauchte ich eine gute Idee.
"Ehm, ich...ins nächste Dorf...wie geht es dir eigentlich? Bist du glücklich mit deiner neuen Familie?", wechselte ich schnell das Thema.
"Mir geht es auch gut. Sehr sogar. Ich wurde hier wie ein alter Freund aufgenommen und alle sind total nett zu mir.", sagte er und ich konnte sein Strahlen förmlich hören.
Er war glücklich, das war gut. Aber trotzdem wurde ich unendlich traurig. Niall brauchte mich jetzt nicht mehr. Er hatte eine Familie und ich hatte niemanden. Ich war gefangen und würde warscheinlich bald sterben. Niemand sorgte sich um mich.
Eine Träne bahnte sich einen Weg meine Wange hinunter, doch ich wischte sie schnell weg. Zayn sollte nicht denken, dass ich schwach war.
"Das ist auch besser so, sonst würden sie mich persönlich kennenlernen", scherzte ich und versuchte dabei nicht traurig zu klingen.
Niall lachte.
"Immernoch der alte Liam. Aber bist du denn zufrieden? Bereust du es nicht, abgehauen zu sein?"
"Ich bereue es nicht...ich bin glücklich hier", natürlich war das eine Lüge. Ich wollte frei sein und nicht eingesperrt wie ein Tier. Tief atmete ich durch. Nicht heulen, nicht heulen.
"Ich vermisse dich, Liam", sagte Niall nach einer kleinen Pause.
"Ich dich auch...so sehr" Ein schniefen entwischte mir und nun liefen doch die Tränen aus meinen Augen.
"Ich brauche dich doch, Niall", sagte ich verzweifelt. "Ich weiß nicht, wie ich das ohne dich schaffen kann. Ich will hier raus", meine Stimme wurde immer leiser.
"Woraus? Wo bist du denn?"
Zayn war nun aufgestanden und stand dicht bei mir.
"Ich...das kann ich nicht sagen", sagte ich mit zitternder Stimme.
Ich spürte auf einmal Zayns Atem an meinem Ohr." Du solltest jetzt besser auflegen, Liam", sagte er leise.
"Bitte, Liam, was ist los? Wo bist du? Bitte sag es mir" Ich hörte, wie Panik in Nialls Stimme aufkam. Verzweifelt schluchzte ich auf "Ich kann nicht, Niall. Ich muss jetzt auflegen. Bis...ich weiß nicht, ob wir uns irendwann nochmal treffen, aber vielleicht bis irgendwann"
"Liam, NEIN, bitte leg nicht a-"
Es war zu spät, ich hatte den Hörer bereits auf die Halterung gelegt. Meine Hände zitterten stark und ich weinte unkontrolliert.
Zayn legte sanft eine Hand auf meine Schulter und blickte mich an. Doch ich schaute nicht in seine Augen. Ich wollte einfach nur weg. Aber das konnte ich nicht. Würde ich niemals können.
Verzweifelt sackte ich auf dem Boden zusammen und kauerte mich zusammen, weinte immer weiter.
Irgendwann spürte ich, wie sich zwei starke Arme um mich schlungen und Zayn mich auf seinen Schoß zog und mich fest an seinen Körper drückte.
Ohne nachzudenken, legte ich meine Hände in zayns Nacken, presste mich dicht an ihn und weinte in den Stoff an seiner Brust.
Eine lange Zeite saßen wir so dort auf dem Boden. Bis ich irgendwann keine Träne mehr übrig hatte und mein Gesicht einfach nur gegen Zayns Brust drückte.
Ich wusste einfach nicht warum, aber Zayn beruigte mich, er gab mir halt. Obwohl er der jenige war, der mich hier gefangen hielt. Er war der jenige, den ich eigentlich verabscheuen sollte.
Hallö, ihr Gürkchen,
Iwie bin ich voll ausm Rhytmus mit dem Updaten:$ und es könnten einige Rechtschreibfehler drin sein, weil ich schnell machen musste
Ich hab grade The fault in our stars geguckt, deswegen hat sich das Kapitel eher dem traurigen zugewandt.
Aber ihr könnt ja auch ein Vote, Kommi oder ein follow da lassen :*
~Lala
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Monster [Ziam Fanfic]
FanfictionMonster I Liam ist ein Waisenkind. Er lebt in einem abgelegenen Waisenhaus, in dem strenge Regeln herrschen. Eines Tages hält es Liam dort nicht mehr aus, da er wie Dreck behandelt wird. Er flüchtet in einen Wald, über den es Geschichten gibt, dass...
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