Verträumt sitze ich in dem kleinen Restaurant, in dem Hannes arbeitet. Vor ungefähr 5 Minuten hat er mir die Hauslimonade gebracht, aber bis jetzt fand ich das Getränk ziemlich uninteressant. Aus meiner Ecke heraus beobachte ich, wie Hannes sich zwischen den Tischen hindurch schlängelt und mit Eleganz Teller verteilt. Die Art wie sein schwarzes Hemd über seiner Brust spannt, ist echt ein Augenschmaus. Inzwischen gebe ich mich damit aber nicht mehr zufrieden und schiele auf seinen Hintern in der engen schwarzen Jeans. Diese Kellneruniform steht ihm so gut. Ich weiß gar nicht, wie er das bei der Hitze aushält. In Gedanken erlöse ich ihn von seinem Hemd, Knopf für Knopf. Er versucht nicht zu häufig zu mir herüberzusehen, aber als er es tut, spielt meine Zunge mit dem Strohhalm. Die Limo ist echt lecker, stelle ich erstaunt fest. "Kann ich dem Herrn noch was bringen. Sie haben das Menu ja ausgiebig studiert.", sagt Hannes und baut sich vor mir auf. Die Hitze steigt mir ins Gesicht. Ich fühle mich voll erwischt. "Die Limonade reicht mir.", lehne ich ab. "Ist dir langweilig?", fragt er. Sein Blick schweift über die Außentische, während er spricht. Meine Ohren sind rot. "Ein wenig. Linda ist gerade nicht da. Sorry, wenn ich dich nerve.", murmle ich leise. Seine Aufmerksamkeit richtet sich wieder vollkommen auf mich. "So war das nicht gemeint. Aber lenk mich nicht so ab.", seine Augen bleiben kurz an dem Strohhalm hängen. "Ich brauch diesen Job." Sein Lächeln ist so warm. "Mach ich nicht und jetzt ab zu Tisch zwei.", ich sehe auffordernd an ihm vorbei. Hannes dreht sich um und kümmert sich mit einem Lächeln, um eine Familie an Tisch zwei. Seine lockere höfliche Art kommt gut an bei den Leuten. Ich beobachte mehrmals, dass er ordentlich Trinkgeld kassiert.
Meine Limonade ist viel zu schnell alle, aber ich warte, bis Hannes es von selbst bemerkt, damit ich ihm Länger zusehen kann. "Noch eine?", fragt er, als er sie abräumt. "Passt schon.", ich lege das Geld bereits auf den Tisch. "Ein besseres Trinkgeld bekommst du wann anders.", deute mit einem verschmitzten Lächeln an. Für einen Augenblick sieht er mich sehnsüchtig an, dann lächelt er zurück. "Wir haben am Donnertag Probe bei Georg im Keller. Wenn du magst, kannst du kommen. Vivian ist auch da.", lädt er mich ein. "Vivian ist Georgs Freundin?", versichere ich mich. Hannes nickt. "Gut dann komm ich." Hannes streicht das Geld vom Tisch ins Portemonnaie. "Super."
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Von Kellner zu Kellner
RomansTim hat einen dämlichen Wunsch, nämlich, dass sein Traummann eines Tages durch die Tür der Gaybar kommt, in der er kellnert. Eventuell könnt es ja Hannes sein, der in genau dieser Gaybar von einem Typen sitzen gelassen wird. Als Tim dann auch noch M...
