160 | für immer und ewig

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„Und wenn sie nicht gestorben sind,
dann leben sie noch heute."
~ Brüder Grimm

DEVIN

„Happy Birthday, Devin!"

Überrascht trat ich hinaus in den Garten, wo mir eine warme Luft entgegenkam. Überall standen Menschen, die mir in meinem Leben am Herzen lagen.

Grinsend schob ich meine Sonnenbrille nach oben. Und da war sie – meine Frau. „İyiki doğdun, sevgilim," sagte sie, ihre Stimme voller Liebe, während sie auf mich zukam mit ihrem strahlenden Lächeln in ihrem roten Kleid, eine weiße Torte in den Händen, auf der in schwarzer Schrift stand:

Older, wiser and hotter than ever.

Ich lachte laut. „Wünsch dir etwas, Desmond," flüsterte sie und blickte mich mit ihren leuchtenden Augen an.

„Ich habe schon alles, was ich brauche," antwortete ich, pustete die Kerzen aus und zog sie sanft an mich heran. Mein Arm lag um ihre Taille, während ich sie flüchtig küsste – gerade vorsichtig genug, um ihren Lippenstift nicht zu ruinieren. Ich wandte mich an die anderen Gäste und sah meine Kinder, Aselya und Elias, die mich breit anlächelten.

„Papa! Wir haben auch eine Überraschung für dich!" rief Aselya begeistert, während Elias nur nickte. Gemeinsam zogen sie mich zu einer großen, mit einer Decke bedeckten Staffelei in der Nähe des Pools.

„Was wird das?" fragte ich neugierig.

Mit einem Schwung zog Elias die Decke weg. Zum Vorschein kam ein beeindruckendes Gemälde, das die beiden in den letzten Wochen heimlich geschaffen hatten. Es zeigte mich und meine Frau inmitten einer bunten Szene – der Garten, wie er heute geschmückt war, mit all unseren Freunden und Familie. Jeder war liebevoll dargestellt: Meine Eltern, Aras, Maryam, Alex und Liz wie meine Nichten und Neffen auch,und natürlich Aselya und Elias selbst, die stolz in der Mitte standen.

„Das ist unglaublich," flüsterte ich, während ich das Gemälde bewunderte. „Little Lovely, das ist toll!", ich nahm meine Tochter fest in meine Arme.

„Wochenlange Arbeit, Papa Desmond," erklärte Aselya grinsend. „Aber es hat sich gelohnt."

„Ich bin sprachlos. Es ist perfekt," sagte ich lächelnd.

„Das ist mein Geschenk und ich habe es selbst bezahlt.", sagte Elias grinsend während er mir einen Umschlag reicht. Ich zog zwei Fußballkarten heraus. „Es geht nach Barcelona."

„Ja toll, oder? Gegen Real.", lächelte er. „Es ist nur ein halbes Geschenk, denn die Flugtickets und das Hotel gehen auf dich."

Ich rollte grinsend die Augen. „Und Mama und Aselya kommen auch mit."

„Deswegen wird es ein teurer Urlaub, Desmond.", zwinkerte Cécilia und biss sich grinsend auf die Unterlippe. „Und was habe ich davon, Lovely?"

„Du hast uns.", sagte sie lächelnd und sie hatte recht - ich hatte eine tolle Familie. Genauso wie ich es mir immer für mich gewünscht habe als ich noch ein Kind war.

„Lasst uns jetzt etwas trinken!" rief eine vertraute Stimme hinter mir. Ich drehte mich um und sah Aras, der mit einem großen Tablett voller gläserner Shots auf uns zukam. Maryam folgte ihm, lächelte und hielt eine Kamera bereit, um jeden Moment festzuhalten.

Es war witzig, dass wir nun alle hier mit unseren Kindern einen Shot tranken. Wir hatten Nachwuchs von Plus sieben bekommen.

Elias und Aselya, unsere Kinder.

Yasmin, Noah und Liara waren die Kinder von Alex und Maryam.

Ela und Zade, die Kinder von Aras und Liz.

Die älteste war Yasmin. Direkt danach kam unser Sohn, die beiden werden in bald 21 und somit überall auf der Welt volljährig. Während Zade und Noah, die jüngsten mit ihren 13 Jahren sind.

„Wie fühlt es sich an, 50 zu sein, Devin?" fragte Alex lachend.

Ich lachte und hob meinen Scotch. „Älter, weiser und – laut meiner Frau – heißer als je zuvor. Wer könnte da klagen?"

Alle lachten. Yasmin und Elias tauschten Blicke aus und Aras fing meinen Blick auf, bevor er laut auflachte. „Elias Aras, trinken wir nur langweilig Wein?"

„Elias.", korrigierte mein Sohn grinsend. „Ich hätte nichts dagegen, wenn wir die Bar meiner Eltern ausplündern, Onkel Aras."

„Ich auch nicht, bro.", grinste Aras bevor er mit Elias im Haus verschwand. Aras würde sich niemals ändern. Mittlerweile hatte er selbst Kinder, aber war trotzdem immer noch selbst einer, doch das machte ihn aus und deswegen war er unser Engel wie die Mädels immer sagen. „Er treibt mich in den Wahnsinn.", murmelte Liz und schüttelt lachend ihren Kopf.

„Unser Leben wäre ohne ihn langweilig", sagte Maryam und wir alle nickten zustimmend.

„Und was wäre das Leben ohne Musik und Tanzen?", rief Aselya lachend, bevor sie die Musik aufdrehte.

Ich trat näher zu Cécilia, reichte ihr meine Hand und verbeugte mich leicht. „Erweisen Sie mir die Ehre, Frau Desmond?"

Sie erwiderte mein Lächeln und legte ihre Hand in meine. „Aber selbstverständlich, Herr Desmond."

Wir begannen, uns im Takt der Musik zu bewegen, und alles um uns herum verblasste. Es war einer dieser Momente, in denen das Leben perfekt schien – Mein Leben hatte eine neue Bedeutung gefunden, und diese Bedeutung stand direkt vor mir, lächelnd, mit funkelnden Augen.

Cécília. Meine Eherau. Mein Lovely.

„Woran denkst du?", fragte sie mit einem sanften Lächeln.

Ich hielt inne und sah sie an. „Warum sind Stella und Aurora nicht hier?" 

Sie schmunzelte. „Daran hast du sicher nicht gedacht. Aber sie sind noch in Italien. Sie kommen erst am Wochenende zurück, weil sie es nicht rechtzeitig geschafft haben." 

Ich zog sie sanft an ihrer Hüfte näher zu mir. „Lovely", flüsterte ich, während meine Lippen ihr Schlüsselbein streiften. „Gestern hast du mich gefragt, wann ich wusste, dass mein Herz dir gehört." 

Ihre Augen leuchteten auf, und sie legte ihre Hände an meine Schultern. „Ja, und ich kenne die Antwort. Aber ich wollte sie nochmal hören. Von dir." 

Ihr Lächeln – dieses strahlende Lächeln, das jeden Raum erhellte – war wie eine Flamme, die mein Herz wärmt und mich gleichzeitig brennen lässt. Für dieses Lächeln würde ich alles tun. Immer und immer wieder.

„Als mir klar wurde, dass ich dich verlieren könnte", begann ich leise „Da wusste ich, dass ich dich liebe. Ich entschied mich für dich, Lovely – für die Liebe meines Lebens. Und ich entschied auch, dass ich dich für immer behalten werde." 

Ihre Augen füllten sich mit Tränen, aber es waren keine Tränen der Trauer. Sie schüttelte den Kopf, lächelte durch das Wasser in ihren Augen und flüsterte: „Und ich entschied mich auch. Für dich, Devin Desmond. Gestern, heute und an jedem Tag, den wir zusammen haben." 

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DEVIN DESMONDGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt