Am nächsten Morgen war Thor immer noch sauer auf uns. Für ihn war es klar, dass wir es waren. Als er das auch seinen Freunden klar machte, meinten diese, er habe keine Beweise. Aber Loki behielt den Spitznamen Silberzunge, egal was ich sagte. In den nächsten Wochen sah mein Tages Ablauf wie folgt aus. Aufstehen, Frühstücken, Studieren, Trainieren, Mittag, Trainieren, Reiten, Abendessen, halbtot ins Bett fallen. Zwischendurch spielte ich mit Loki, Thor ab und zu ein paar Streiche. Ich bekam meistens keinen ärger, da ich mich nicht erwischen ließ, doch Loki bekam meistens ärger von unserer Mutter. Vater bekam meistens nichts davon mit, da er mit Königszeug beschäftig war.
"Svenja. Konzentration.", ermahnte mich Gunner heute erneut. Ich bekam einen hieb von Sif. "Aua.", meinte ich und rieb mir die Stelle. "Das passiert wenn man nicht konzentriert ist.", meinte Gunner und sah mich böse an. Dann ließ er Sif und mich weiter gegeneinander kämpfen. Meine Gedanken weichten immer wieder zu Loki, der sich seit Tagen in der Bibliothek eingeschlossen hat. "Svenja komm mal her.", rief Gunner : "Sif, du kämpfst gegen Thor." Ich trabte zu Gunner rüber. Er legte einen Arm um meine Schultern und führte mich etwas abseits der anderen. "Es geht um Prinz Loki oder?", fragte er mich gerade heraus. "Ja.", meinte ich zähne knirschend. "Dann macht heute mal einen Tag ruhe. Ihr habt in den letzten Wochen hart Trainiert und könnt euch einen Tag ruhig mal frei nehmen.", meinte Gunner und lächelte mich an. "Wirklich?" "Ja und nun lauf schon, sonst überlege ich es mir wahrscheinlich doch noch anders." Ich rannte los. Was würde ich heute wohl alles machen? Es ist ja noch Vormittags. Ich ging in den Palast hinein. ich könnte heute mal in die Stadt gehen und was für Lokis Geburtstag kaufen gehen. Ich rannte zu Mutter. Ich fand sie in einen ihrer Gärten. "Kann ich etwas Geld haben?", fragte ich sie. Sie sah mich verwirrt an: "Wofür?" "Ich wollte in die Stadt und was für Loki zum Geburtstag kaufen." "Hast du keinen Unterricht?" "Gunner hat mir heute frei gegeben." "Sprich noch mal mit Vater, aber von mir aus kannst du gehen." Ich nickte und rannte zu Vater "Svenja! Auf den Fluren wird nicht gerannt!", rief Mutter mir noch hinter her. Ich wurde langsamer und bog um eine Ecke nur um da wieder zu laufen. Im Thronsaal fand ich Vater auf seinen Thron. "Vater, darf ich in die Stadt?", fragte ich sofort. "Wie bitte?" "Darf ich in die Stadt und was kaufen. Gunner hat mir frei gegeben und Mutter hat nichts dagegen. Ich bräuchte nur etwas Geld." Vater blinzelte kurz bevor er mir antwortete: "Natürlich, aber eine Wache wird dich begleiten." "Warum den das?", fragte ich genervt. Vater musste immer einen kontrollieren. "Es ist sicherer." "Aber Thor und Loki dürfen ohne Wache in die Stadt? Das ist nicht fair." "Svenja. Ich bin doch nur um deine Sicherheit besorgt." "Aber ich bin schon lange nicht mehr wehrlos. Ich war noch nie wehrlos." "Es ist für dich besser." "Das ist kein Grund. Und Thor und Loki..." "Sind älter." "Ein Jahr. Alle beide sind nur ein Jahr älter als ich." "Svenja, als dein Vater..." "Du bist nicht mein richtiger Vater. Du hast mich doch nur aufgenommen." Vater schwieg und ich hielt mir schnell den Mund zu. "Du gehst nicht in die Stadt. Wachen bringt sie auf ihr Zimmer und verschließt die Tür. Heute Abend werden wir beide uns darüber Unterhalten." Zwei Wachen kamen auf mich zu und führten mich in mein Zimmer. Ich hörte noch wie der Schlüssel auf der anderen Seite gedreht wurde. Tränen rannen mir nun die Wangen hinunter. Ich schrie und trommelte gegen die Tür. Doch es half nichts, die Wachen ließen mich nicht raus. Ich ging auf und ab. Warf meine Kissen gegen Wände und Türen. Räumte sie wieder ordentlich weg nur um sie dann wieder gegen irgendwas zu werfen. Ich war sauer. Sauer auf Vater, da er mir verboten hat in die Stadt zu gehen. Sauer auf mich, weil ich ihn verleugnet habe. Sauer auf Loki, da er mich heute im Training abgelenkt hat. Noch mehr sauer auf mich, da ich mich von ihn lasse ablenken. Ich schrie wieder und nahm nun das nächst beste in die Hand und warf es durch die offene Balkontür. "Aua! Seit wann können Bücher den fliegen?", hörte ich eine Jungen Stimme. Ich rannte auf den Balkon. Ich beugte mich über die Brüstung und sah nach unten. Im Garten unter mir stand ein Junge. Er hatte blondes kurzes Haar und grüne Augen. "Entschuldigung.", reif ich zu ihn hinunter. Er sah nach oben. "Oh eure Hoheit. Es gibt nichts zu entschuldigen.", rief er zurück und hob das Buch auf. "Ich bringe es euch.", rief er erneut hoch und verschwand. Ich beugte mich zurück. Jetzt gab es noch einen Grund sauer auf meinen Vater zu sein, denn wäre ich nicht vorher sauer auf ihn, hätte ich das Buch nicht aus den Fenster geworfen. Es klopfte und der Junge trat ein. "Bitte sehr.", meinte er und verbeugte sich. "Danke schön.", antwortete ich und der Junge verschwand wieder aus dem Zimmer. Ich war wieder alleine. Ich sah mich in meinem Zimmer um. Nach der zweiten Wut Attacke ist auch der Tisch umgefallen. Ich seufzte und räumte wieder auf. Das konnte noch heiter werden.
Ich lag gerade auf dem Bett als es klopfte und eine Dienerin mit einen Tablett rein kam. Sie stellte es auf den Tisch und ging dann wieder. Ich stand auf und ging zum Tisch. Auf dem Teller war Suppe und Brot. Abschätzend sah ich das Essen an. Ich ging wieder auf mein Bett und legte mich hin. Warum Suppe essen, wenn man eh davon nicht Satt wird? Ich verschränkte die Arme hinter den Kopf und fing an eine Melodie zu pfeifen. Wieder wurde die Tür geöffnet und wieder kam die Dienerin und nahm nun die kalte Suppe wieder mit raus. Ich sah ihr hinter her. Langsam fühlte ich mich wie eine Gefangene. Den ganzen Nachmittag lag ich auf meinen Bett und starrte Löcher in die Luft. Ab und zu bin ich aufgestanden und umher gelaufen. Habe meine Bücher gelesen, was nach zwei Stunden aber auch schon wieder vorbei war. Hab meine Studieraufgaben gemacht. Nun dämmerte es bereits und ich lag wieder auf meinem Bett und pfiff irgendeine Melodie. Neben bei warf ich eine Holzkugel in die Luft und fing sie mit einer Hand wieder auf. Die Tür ging auf. Seit der Dienerin, war heute niemand mehr gekommen. Sicher wurde es Thor und Loki verboten nur in die Nähe meines Zimmers zu kommen. Obwohl Thor war sicher den ganzen Tag auf dem Übungsplatz und Loki in der Bibliothek. ich sah zur Tür und eine Wache stand dort. "Ja?", fragte ich schon fast gelangweilt. "Der Allvater möchte euch sehen." "Dann soll der Allvater seinen Hintern hier her bewegen. Ich bin nicht sein Schoßhündchen. Außerdem sitzt er den ganzen Tag auf seinen bescheuertem Thron etwas Bewegung tut ihn mal gut.", antwortete ich angesäuert. Jetzt kam die Wut auf den verbotenen Ausflug wieder hoch. "Soll ich ihnen es Schriftlich geben?", fragte ich die Wache und sah ihn böse an. Er wartete noch ein paar Sekunden, als ich aber keine Anstalten machte mich auch nur zu bewegen. Schloss er die Tür und ging. "Ich bin gespannt, wie lange es dauert bis Odin hier auftaucht und mich zusammen schreit.", dachte ich laut. Ich musste nicht lange warten, da wurde die Tür aufgerissen und mein 'Vater' sah mich sehr böse an. Als wäre ich die größte schwer Verbrechen schlecht hin. Er trat in mein Zimmer und knallte die Tür so dermaßen zu, das sie wieder auf sprang. Das brachte es wohl noch mehr zum überlaufen den die Tür wurde gleich noch mal zu geknallt. "Du wiedersetzt dich meinen Befehlen?", fragte er mich wütend. Mich hat er schon eingeschüchtert, aber ich lasse es mir nicht anmerken. "Sieht ganz so aus.", meinte ich immer noch gelangweilt und fing wieder an die Holzkugel hoch zu werfen. "Svenja, du weißt, dass du damit eine Verbannung für dich riskierst?", fragte er bedrohlich und langsam wurde er wieder ruhiger. Ich fing die Kugel und schien zu überlegen. Wusste ich, das ich eine Verbannung damit riskiere? "Ja. Das weiß ich.", antwortete ich gleichgültig. Denn damit würde ich aus dem Palast kommen und sie könnten mir nicht sagen was ich machen muss. Also wäre es nur zu meinen Vorteil. "Du hast deine Suppe heute Mittag nicht gegessen." "Hatte keinen Hunger. Nein das wäre gelogen, ich werde von Suppe nicht satt. Außerdem mochte ich nichts essen." "Die Köche haben sich mühe gegeben." "Ich hoffe euch hat sie geschmeckt. Wie geht Frigga damit um, dass du mich hier einsperrst?", fragte ich ihn. "Lenk nicht ab." "Du hast es ihr noch gar nicht erzählt.", stellte ich fest. Ich spielte beleidigt. Odin seufzt: "Bist du echt so wütend, nur weil ich dir verboten habe in die Stadt zu gehen." "Ich wollte alleine gehen. Ohne eine Wache. Die Loki etwas sagen könnte." "Es wäre zu gefährlich gewesen. Als Vater sorgt..." "Ich erinnere dich daran echt ungerne, aber du bist NICHT mein Vater. Meine Eltern wollten mich damals nicht, also haben sie mich einer Küchenmagd gegeben. Marta war ein besserer Vater und eine bessere Mutter als du und Frigga zusammen." "So sprichst du nicht von deiner Mutter.", Odin schrie nun fast wieder. Er stand mitten im Raum und hatte langsam einen hoch rotem Kopf. Ich stand auf. "Sie ist nicht meine richtige Mutter, ebenso Thor und Loki nicht meine richtigen Brüder sind. Somit bist auch du nicht mein richtiger Vater.", brüllte ich ihn an. Odin zitterte vor Zorn: "Wer hat dir den solche Flausen in den Kopf gesetzt!" "Niemand!", brüllte ich ihn an und setzte flüsternd hinzu: "Ich wünschte ich wäre bei Marta in Walhall." Eine Träne rann mir über die Wange. Ich wollte mich mit Odin nicht streiten und hätte gerne jetzt meine Mutter, die mich in den Arm nimmt. "Niemand wünscht sich in Walhall zu sein. und du erst recht nicht. Marta wäre sicher enttäuscht von dir. Sie wollte nämlich das du lebst.", flüsterte Odin und zog mich in seine Arme. Ich schluchzte auf:"Ich vermisse sie." "Ich weiß.", meinte Odin beruhigend und strich mir über den Rücken. "Es tut so weh, Vater.", schluchzte ich in sein Gewand. "Ich weiß." "Wird es jemals aufhören?" "Das kann eine Weile dauern. Aber es hilft von ihnen zu sprechen und nicht sie zu verschweigen. Es hilft." "Vater?" "Ja?" "Es tut mir leid, das ich euch nicht als meine Familie bezeichne." "Ist schon gut. Ich wäre sicher auch sauer." "Kann ich heute bei euch schlafen?", fragte ich leise. Vater lachte: "Ja. Heute Nacht darfst du das." Ich umarmte ihn und schloss die Augen. Ich zog seinen Geruch ein. Er roch nach Mutters Blumen und Weihrauch. ich lächelte leicht und musste aber kurz darauf wieder schluchzten.
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Prinzessin Svenja von Asgard
FanfictionSvenja wächst im Asgardischen Palast auf. Sie hilft in der Küche wo und wie sie kann. Als sie eines morgens mit dem Allvater in ein Gespräch gewickelt wurde. Verändert sich ihr Leben fast schon schlagartig. Einen Tag verbrachte sie als Prinzessin mi...
