Nach dem Essen ist Frigga mit mir zurück in das Zimmer gegangen, wo ich aufgewacht bin. Die Zopfe, die mich in die Wanne stecken wollte, war hinter ihr. Sie machte gerade die Wanne fertig. Ich saß auf meinen Bett und sah Frigga zu, wie sie die vielen Kleider im Schrank begutachtete. Ich seufzte. So was habe ich mir wirklich nicht gewünscht. "Muss ich Prinzessin sein?", fragte ich sie leise. Frigga unterbrach ihre Arbeit und drehte sich zu mir um. "Wie meinst du das liebes?", meinte sie. "Ich meine muss ich diesen Titel wirklich tragen. Ich finde er passt so gar nicht zu mir.", murmelte ich und rutschte etwas hin und her. Frigga lächelte: "Zu dir passt der Titel. Außerdem musst du ihn ja nur zu zeremoniellen Anlässen tragen. Wie auf Bällen und Festen." Ich verzog das Gesicht. Mein erstes Fest war Thors Geburtstag gewesen, am Ende hatte ich meine Mutter verloren, oder zumindest den Menschen den ich Mutter genannt hatte. Die Zopfe kam aus dem Bad und meinte es sei so weit. Ich sprang mismutig vom Bett und ging ins Bad. Schnell ging ich in die Badewanne und machte mich sauber. Richtig Lust hatte ich irgendwie nicht. Frigga kam hinein. "Ich muss dich aber nicht daran erinnern, das du deine Haare waschen musst.", meinte sie leicht Tadelnt, als ich hinaus gehen wollte und meine Haare nicht mal ansatzweise feucht waren. Ich ließ mich zurück geiten und tauchte Unterwasser. Als ich wieder auftauchte rieb mir die Zopfe diese Flüssige Seife in die Haare, so das es schäumte. Ich kniff die Augen zusammen, denn sie machte es nicht ganz so sanft wie Frigga. Als ich dann das Wasser über meinen Kopf spürte, welches mir warm den Rücken runter lief wage ich es die Augen wieder zu öffnen. Ich sprang förmlich aus der Wanne und kuschelte mich in das große, weiße Handtuch, welches mir die Zopfe hin hielt. "Ähm. Wie heißt du?", fragte ich neugierig. Die Zopfe sah mich an. "Ich? Hanna, MyLady.", antwortete sie mir. Ich zuckte bei der anrede etwas zusammen: "Könntest du mich einfach Svenja nennen? Ich bin es nicht gewohnt, so angesprochen zu werden. Ich meine, bei Odin, gestern noch habe ich Wassereimer aus der Küche getragen und Schweine gefüttert." Ich wedelte mit den Armen, als Hanna mich schon in mein Zimmer schob, sachte dieses mal. Denn ich achtete nicht auf den Weg sondern zählte auf, was ich gestern noch alles gemacht habe und machte einen Vergleich zu heute. Sie zeigte auf das Bett, wo ein hellrosa Kleid lag. Ich sah es an. Dann schlüpfte ich in meine Unterwäsche und zog das Kleid über. Meine nassen Haare ließ ich einfach offen. Hanna nahm eine Bürste und kämmte sie trotzdem durch, auch wenn ich meinte, dass ich das alleine machen kann. Wir waren gerade fertig, als Frigga wieder kam. "Schön siehst du aus. Komm wir beide gehen jetzt ins Studierzimmer. Dort, lernst du jetzt erst mal ein bisschen etwas über Asgard.", meinte sie. Ich nickte gehorsam. Auf den Weg dort hin sah ich Frigga immer wieder an. "Was hast du?", fragte sie mich. Ich biss wieder auf die Unterlippe: "Ich weiß nicht wie ich mich euch gegenüber verhalten soll." "Erst einmal. Sind der Allvater und ich deine Eltern. Das heißt, du musst ihn nicht immer Allvater nennen sondern Vater. Zu mir sagst du einfach Mutter.", klärte sie mich auf. Dann sah sie kurz gerade aus, als ob sie an etwas dachte und wandte sich wieder zu mir: "Wenn dir das mit der Mutter aber zu früh ist, dann nenne mich weiterhin Frigga." Ich nickte. Frigga öffnete eine Tür. Im Raum dahinter stand ein großer Runder Tisch. Wo Loki, und eigentlich sicher auch Thor, sitzt. Hinter Loki ging ein älterer Mann immer auf und ab und erzählte irgendwas. Loki schien eher desinteressiert dazu zuhören. Der alte Mann stoppte, als er hörte dass die Tür auf ging. Er sah kurz zur Königin und verbeugte sich, dann sah er zu mir. "Ich bringe ihn Svenja. Sein sie nicht zu streng mit ihr. Zumindest nicht gleich am Anfang.", meinte Frigga und verließ den Raum. Der alte Mann kam auf mich zu und verbeugte sich leicht. Ich schielte zu Loki hinüber. Dieser wirkte auf einmal recht aufmerksam. Der Mann, der sich als Professor Minör vorstellte schob mich auf einen Stuhl. Dann fing er wieder an zu erzählen. Loki beobachtete mich schweigend. "Prinz Loki, könnt ihr mir sagen, wie der Biförst funktioniert?", fragte Professor Minör auf einmal. Loki zuckte zusammen und sah zu den Professor auf: "Ähm. Der Bifröst funktioniert durch sehr hohe Magie, die... die ähm." Der Professor seufzte auf. Dann erklärte er uns wie der Bifröst funktionierte. Loki sollte nun etwas dazu aufschreiben. Der Professor wandte sich nun an mich. "Wir lernen heute erst mal schreiben.", meinte er und legte einen Zettel vor mich hin. Dort schrieb er Buchstaben auf und sprach sie aus. Ich musste sie wiederholen. Dann aufschreiben. Loki sah ab und zu von seiner Arbeit auf und beobachtete mich und den Professor wie wir stück für Stück die Buchstaben dran nahmen. Eine Sanduhr stand auf dem Tisch und der Professor drehte sie jedes mal um, wenn der Sand durch gelaufen war. Nach dreimal umdrehen, tat mir mein Kopf schon weh. Loki schien es nicht besser zu gehen. Gerade als er sie das vierte mal umdrehte ging die Tür auf und Thor sah hinein. Hinter ihn war Frigga. "Ich bringe ihnen den Nachzügler. Er wird sich hoffentlich benehmen, er kennt seine Strafe, wenn er sich nicht benimmt.", meinte sie streng und sah zu Thor hinab, der Schuldbewusst auf den Boden starrte. Der Professor nickte und Thor setzte sich mir gegenüber. Der Professor gab mir Aufgaben, das ich einfach die Buchstaben korrekt abschreiben sollte. Dann ging er zu Thor und fragte ihn etwas über die Aufgaben eines Unteroffiziers aus. Thor beantwortete nicht eine der Fragen. Loki und ich wechselten Blicke die so viel bedeuteten: Oh-man-Thor. Nach dem der Professor anfing Thor an zu meckern fing Thor nun an zu schreien: "Warum im Namen aller Neun Welten muss ich den Wissen, was ein Unteroffizier für Aufgaben hat und welche nicht?" "Als König muss man so was wissen. Du kannst doch keine Aufgaben für einen Hauptmann einen Unteroffizier geben.", meinte ich langsam und bekam von Thor einen wütenden Blick. Der Professor zeigte auf mich: "Schreib." Ich zuckte zusammen und schrieb eifrig weiter. Nach dem die Sanduhr durch gelaufen war, scheuchte der Professor mich und Loki aus dem Raum. Thor musste noch länger sitzen bleiben. Vor der Tür fragte mich Loki: "Wieso warst du heute bei uns?" "Ich wurde von deinen Eltern aufgenommen." "Du meinst wir sind Geschwister?" Ich dachte nach: "Ja. Glaube schon. Wäre es schlimm für dich?" "Nein. Überhaupt nicht. Ich meine du warst schon immer die kleine Schwester von Thor und mir, auch wenn du in der Küche gearbeitet hast. Wir hatten doch Nachmittags immer recht viel Spaß.", lachte Loki mir zu. Ich nickte. "Was machen wir nun eigentlich?", fragte ich ihn. "Keine Ahnung. Normalerweise geht die Studierzeit bis zum Mittag, aber es ist erst zehn oder elf. Also haben wir eine Stunde vielleicht sogar zwei Stunden Freizeit.", meinte er schulterzuckend. Wir liefen durch die Gänge des Palastes und schwiegen. "Kommt Thor eigentlich immer zu spät zum Unterricht?" "Eigentlich taucht er meistens gar nicht erst auf. Heute kam er nur, weil Mutter ihn gebracht hat. Sonst treibt er sich meistens mit seinen Freunden auf dem Kampfplatz auf.", meinte er schuter zuckend. "Was würdest du machen, wenn du nicht in den Unterricht müsstest?", fragte ich ihn. Loki sah mich an: "Ich? Ich würde irgendwo was lesen." Ich blieb stehen. "Du kannst lesen?", fragte ich aufgeregt. Er blieb stehen und sah mich verwundert an, nickte aber langsam. Ich rannte auf ihn zu: "Du musst mir das bei bringen. Bitte, bitte, bitte." Loki schien überrascht zu sein. "Aber das lernst du doch noch im Unterricht.", meinte er langsam. "Aber bis ich das dort gelernt habe... Bitte Bruderherz.", bettelte ich und versuchte meinen Hundeblick. Loki sah mich weiter verwirrt an: "Na gut. Aber ich will kein gequengel hören." Ich lächelte siegessicher: "Versprochen."
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Prinzessin Svenja von Asgard
Hayran KurguSvenja wächst im Asgardischen Palast auf. Sie hilft in der Küche wo und wie sie kann. Als sie eines morgens mit dem Allvater in ein Gespräch gewickelt wurde. Verändert sich ihr Leben fast schon schlagartig. Einen Tag verbrachte sie als Prinzessin mi...
