Kapitel 30

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Dass ich in Panik ausbrach, versteht sich wohl von selbst. Meine Hände fühlten sich feucht an, ich wusste nicht richtig zu Atem, und mein Herz raste schneller als nach einem Marathon. Mein tierisches Ich wollte den Kopf einziehen, sich klein machen und sich ergeben. Ich als Mensch wollte unbedingt weg rennen und ein anderer Teil in mir... weigerte sich still zu stehen und Aufzugeben, knurrte, zerrte an seinen Fesseln wie ein wildes Biest.
»Willst du wirklich einfach aufgeben? Wenn du dich verwandelst und sie Angreifst, könntest du gewinnen. Du wärst die starke Frau die du sein willst, wäre das nicht schön? Hihi, stell dir das Gefühl vor ihr Fleisch zwischen deinen Zähnen zu haben, ihr Blut zu schmecken...«
Mein Gegenüber war nur ein Gamma, das wusste ich. Er wirkte hart, Erfahren und Sicher, doch diese angeborene Arroganz die Cain, Ivy und Ryze stetig an den Tag legten, war nicht da. Diese seltsame Stimme konnte also recht behalten – sie hatten Waffen, aber ich heilte irgendwann.

„Leute! Ich hab hier Eine!", rief der Kerl der eine Waffe auf mich richtete.

Ich konzentrierte mich auf die Stimme um nicht in Panik auszubrechen. Sie beruhigte mich, sprach auf mich ein, argumentierte.
Und als mein Gegenüber seine Aufmerksamkeit für diesen Sekundenbruchteil von mir abwandte, schlug ich zu. Weil die Verwandlung seine Zeit dauern würde, begnügte ich mich damit dem Kerl mein Knie in die Weichteile zu rammen. In Filmen sah das immer so verdammt einfach aus, in der Realität hatte ich keine Ahnung ob ich fest genug hoch gezogen hatte, spürte nur den Schmerz in meinem Knie.
Doch mein Gegenüber keuchte auf und ich nutzte den Moment um meine Gestalt zu wechseln. Es war ein wunder das ich nicht schon früher zu einem Wolf geworden war, denn Kontrollieren konnte ich die Verwandlung nicht. Diese Stimme, musste meine Gefühlsregungen also so lange in Schach gehalten haben bis ich bereit war mich zu Wandeln.

Knochen brachen, bogen sich. Fell Spross aus meiner Haut, Fingernägel wurden zu Krallen, Arme zu Pfoten, meine Zähne Spitz. Ich hörte Schüsse auf meine Wenigkeit, ausgehend von den drei Menschen denen der Gestaltwandler mir Gegenüber zugerufen hatte. Doch meine Wandlung war vollendet und ohne zu zögern, allein der lachenden, höchst amüsierten Stimme in meinem Kopf folgend, stürzte ich mich auf meine Beute.
»Denn mehr sind Menschen doch nicht, oder? Beute die an dein Mitleid appelliert indem es die Gestalt annimmt die auch du trägst! Hihihi!« Natürlich hatte die Stimme Recht, so war ein Mensch doch auch nur aus Fleisch, Blut, Wasser und Knochen.
den Ersten brachte ich um. Es ging viel leichter als erwartet, ich sprang ihn an und legte meine Zähne um seinen Hals während mein Gegenüber nach hinten viel. Noch bevor wir den Boden berührten, biss ich mit voller Kraft zu, durchdrang mit meinen Zähnen Sehnen und Knochen, Gelenke und Fleisch. Das Töten eines Menschen ähnelte dem Essen eines noch halbwegs rohen Steaks. Blutig, so das der Saft dir aus den Mundwinkeln tropfte. Du schluckst runter war du im Mund behältst, genießt das Aroma weil es zu dem des Fleisches passt das du gleich zu schmecken bekommst. An der einen Stelle ist es Zäh und du musst viel Kraft aufwenden um es gekaut zu bekommen, an der anderen so unglaublich weich das du nicht aufhören willst zu Essen. Sehnen hinterlassen ein seltsames Gefühl im Mund, reißen aber sehr leicht und wenn du sie nicht ausspucken willst, schluckst du sie einfach herunter.

Mein Opfer versuchte Luft zu holen, Gurgelte nur noch. Ich hatte seine Luftröhre zerbissen und hätte, wenn ich mehr Zeit gehabt hätte, fasziniert beobachtet wie sich Luftblasen in dem Blut bildeten das in Rinnsalen aus seinen Hals heraus quoll wie kleine Fontänen.

Eine Kugel erwischte mich an der Schulter, weshalb ich schmerzerfüllt aufjaulte. Aus Rache griff ich die Frau an, die vor Schreck ihre Waffe fallen ließ. Mit einer einzigen, fließenden Bewegung, biss ich mich an ihrer Schulter fest. Mit einem Kopfrucken riss ich ihr das Fleisch bis zur Brust heraus. Sie schrie auf, weinte, flehte, doch ich grub meine Schnauzte nur weiter in das offen gelegte Fleisch, wetzte meine Zähnen daran und versuchte mich so tief zu bohren wie ich konnte.
Ein Schuss streifte mein Bein, ein anderer erwischte mich in die Flanke. Ich quietschte auf und sprang von meinem toten Opfer. Gerade wollte ich mich zu dem dritten Jäger umdrehen, als ein Wolf mich umwarf.
Mein Kopf traf hart auf den Boden auf, doch der Schwung ließ mich weiter rollen. Ich ignorierte den Schmerz bei jedem Aufprall, bemühte mich den Wolf an der Kehle zu erwischen. Seinerseits kratzte er mir die sowieso schon verwundete Flanke auf. Ich schrie vor Schmerzen und schwarze Punkte tanzten vor meinem Sichtfeld.

Der erste Feind, der der mich gefunden hatte, war wohl doch kein Gamma gewesen. Dazu war der Delta zu groß und zu stark. Ich hatte kaum eine Chance, auch wenn ich mich tapfer hielt.

Gerade als ich mein Blutdurchtränktes Maul aufriss um meinem Gegenüber an der Schulter zu erwischen, rammte dieser – untypisch für einen Wolf – seinen Schädel mit voller Wucht gegen meinen.
Augenblicklich wurde mir schwarz.

„Sie hat Jack und Alice umgebracht!", hörte ich irgendwo am Rande meiner Wahrnehmung eine verzweifelte Stimme. Es musste der dritte Mensch sein. Doch mein Kopf pochte so schwer dass ich meine Augen nicht öffnen konnte. Immerhin konnte ich Gegen die Ummacht ankämpfen.
„Egal. Wir haben was wir wollten. Sie ist ein Omega, das sieht selbst ein Blinder.", der Delta,
„Du hast gesagt ein Omega würde keiner Seele war zu Lei-" ein knacken unterbrach das Geschrei. Es erinnerte mich an das Geräusch eingerosteter Glieder. Aus irgendeinem Grund wurde ich das Gefühl nicht los der Delta hatte dem Menschen gerade den Hals umgedreht.

Ein Seufzten erklang, doch die nächsten Worte waren noch näher an meinem Ohr: „Richtig. Aber mein Herr hat uns verraten das Dämonen sich nun einmal nur in den Körpern von Omegas nieder lassen, nicht das ihr Menschen das versteht." Ich spürte wie jemand mir Haare aus dem Gesicht strich ehe er weiter sprach

„Immerhin wird er sich freuen dich wieder zu sehen, nachdem du ihm einfach davon gelaufen bist", die Stimme wurde leiser: „Er hat dich nämlich schon vermisst, Asscasttes."

Dann wurde mein Kopf nach oben gehoben und noch einmal Brutal auf die Erde geknallt. Dieses Mal empfing ich die Ummacht Freiwillig.

300 Votes! o.o Anlässlich dessen hab ich doch noch Mal ein Kapitel raus gehauen. Äh... zur Hilfe. Asscasttes - Ausgesprochen: As (wie das Ass) -scast (skaast) -tes (eh.. wie Teslerpfanne? xD).

Omega: Academy of the PackGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt