Kapitel 42

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Mein Kopf schmerzte ein weiteres Mal. Wie kam es das ich immer mit Kopfschmerzen aus einer Ummacht erwachte? Ein Stöhnen verließ meine Lippen, die Stellung in der ich saß, in der man meine Hände verbunden hatte, war mir vertraut, obwohl ich sie hasste. Ich musste nicht einmal meine Augen öffnen um zu wissen dass ich wieder einmal an einen Stuhl gebunden war. Umso länger ich darüber nachdachte, desto mehr vermisste ich die Zeiten als ich noch in der Academy gewesen war.
„Sie ist wach.", hörte ich Dan leise.
Bemüht die Augen zu öffnen, stöhnte ich ein weiteres Mal schmerzerfüllt. Doch meine Bemühungen trugen Früchte. Ich erkannte Dan auf der Bettkannte sitzen, Chrome weiter im Bett. Ich sah Cain der gerade die Tür schloss und Kia die besorgt neben mir saß.
„Was... was ist...", ich hustete.

„Wir wissen es nicht. Du warst so Besorgt um Chrome das es wohl mit dir durch gegangen ist.", erklärte Dan leise. Ich war ihm Dankbar, da er offenbar erriet das mein Kopf nicht in der besten Verfassung war.

Leicht verwirrt sah ich noch einmal zu dem Rothaarigen, dann wandte mein Blick zu Dan und blieb schließlich auf Kia liegen.
„Habt ihr-"
„Mussten wir schließlich", dieses Mal unterbrach meine Zimmergenossin mich statt anders herum: „Wir mussten schließlich Cains Schulter behandeln lassen und deine Beinwunde."
„Vergiss nicht die an ihrem Nacken.", Dan schmunzelte.
Ich atmete erleichtert auf. Dann hatte der Arzt sich sicher auch um Chome gekümmert. Meine Freude überwucherte keine lange Zeit. Denn schon nach wenigen Augenblicken wurde mir bewusst das ich Cain angegriffen hatte. Panik vermischte sich mit Angst als ich ruckartig zu dem Schülersprecher sah, den Schmerz in meinem Schädel ignorierend. Das letzte Mal als ich mich so dermaßen mit ihm Angelegt hatte, war ich am nächsten Morgen nackt und blutend am Waldesrand aufgewacht.
Cain erwiderte meinen Blick mit kalter Miene. Vielleicht Bildete ich es mir nur ein, doch es schien als würde meine Angst ihn belustigen und seine Augen zum Funkeln bringen. Der Schülersprecher leckte sich über die Lippen. Oh, und wie er sich über meine Angst freute. Ich konnte es an seiner Körperhaltung erkennen, an dieser kurzen Geste, oder wie er sich in diesem Moment durch die Haare fuhr.

„Kia, Dan, verlasst das Zimmer. Ich muss mit ihr sprechen."
Dass sie seiner Aufforderung nachkamen verletzte mich an irgendeiner Stelle schon, doch ich konnte ihnen den Gehorsam nicht verübeln. Cain hatte mir auf harte Weise beigebracht das Gammas in ihrer Persönlichkeit kompliziert waren und Kia hatte diese Lektion nur noch einmal Bestätigt, auch wenn sie deshalb immer noch Gewissensbisse hatte.
Als die zwei Wölfe den Raum verlassen hatten, waren es nur noch Cain, meine Wenigkeit, und der schlafende Chrome die dieses Zimmer Teilten. Ich schluckte um das trockene Gefühl im Hals verschwinden zu lassen.

„Wer ist Asscastes?", Fragte er todernst.

Perplex Antwortete ich nicht. Ich hatte mit wirklich vielem Gerechnet, mit sexueller Belästigung, mit einer sanfteren Art der Folter, mit Geschrei oder spöttischem Gehabe, doch das ihn die Frage von vor Stunden immer noch Beschäftigte saß mir schwer auf dem Magen.
„Äh...was?", meine Stimme war viel zu hoch.
„Der Kerl gegen den ich Gekämpft habe hat dich Asscastes genannt als er von Cerberus sprach. Erklär es mir.", stützte sich mit seinen beiden Händen auf den Armlehnen des Stuhles ab und kam meinem Gesicht mit dem seinen immer näher. Ich schluckte ein weiteres Mal, nickte dann aber.
„Scest ist ein Dämon. Offenbar hat er Cerberus heimlich verfolgt und sich schließlich klamm heimlich aus dem Staub gemacht. Er ließ die Omegas verfolgen weil nur wir als Wirten herhalten können.", ich Atmete zittrig aus, aber Cain unterbrach mich nicht. Er starrte auf meine Lippen und wartete bis ich weiter sprach: „Sie haben mich gezwungen zu Töten, Cain. Ich... Ich hab Menschen ermordet. Unschuldige Menschen. Und sie wollten das ich Chrome töte." Meine Stimme wurde zu einem Flüstern.
„Und da hast du auf einmal Beschützerinstinkte entwickelt.", das er gerade auf diesen Teil meines Geständnisses Antwortete frustrierte mich zutiefst.

Ich biss mir auf die Unterlippe, dann schoss mir ein Gedanke durch den Kopf: „Nathan hat dich doch auch nicht aus dem Rudel geschmissen. Aber du hast Menschen ermordet, oder? Ist es weil du auch ein Jungtier bist?"
„Nathan schmeißt mich nicht raus weil ich sein Bruder bin und... Ja, vielleicht auch weil ich noch nicht 21 Jahre alt bin. Aber der Kerl vorhin hat nicht gelogen. Keiner der Wölfe im Rudel, darf einen Menschen töten. Keinen Unschuldigen."
„Also... Also..."
„er wird dich nicht aus dem Rudel schmeißen.", ich atmete bei seinen Worten erleichtert aus, hätte aber am liebsten geweint.

„Komm wir noch mal auf diesen Dämon zurück... Das Bedeutet du bist Besessen, oder? Darüber sollten wir mit Nathan sprechen, er wird Wissen wie wir das Problem lösen.", Cain ließ von mir ab und drehte sich um. Er lief zu dem Schrank gegen den ich noch vor kurzem geknallt war und förderte einen Laptop zutage. Ich wollte gar nicht wissen welcher armen Seele er das Teil entwendet hatte: „Ach übrigens. Nur weil ein wahnsinnig gewordener Dämon sich in die eingenistet hat, werd ich dich für deine Dreistigkeit nicht weniger bestrafen" das seine Worte abwesend, geradezu Teilnahmslos klangen weil er mit dem Apparat vor ihm Beschäftigt war, machte seine Worte nicht besser.

Ich nickte unsicher.

Als die Tür sich öffnete, traten Kia und Dan wieder herein. Ich war mir sehr Sicher da die zwei gelauscht hatten, konnte es aber nicht herausfinden da sie den Augenkontakt zu mir mit voller Absicht vermieden.

Omega: Academy of the PackGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt