Er tippte mit seinem Zeigefinger immer wieder auf die Armlehne seines Stuhls, Rhythmisch wir als würde Stock gegen Stein schlagen um eine Melody zu Erzeugen. Mit der anderen Hand stützte er sein Kinn, hatte ihn auf der zweiten Lehne deponiert. Seine Beine, überschlagen, lagen auf dem Tisch, er war daran gewöhnt zu tun was er tun wollte. Hasste es in seine Grenzen gewiesen zu werden. Hasste es seine Schuld zu begleichen. Doch der Schülersprecher hatte den Kampf gegen seinen Bruder verloren, er musste hier sitzen, inmitten der Schülerratsversammlung und den unwichtigen Problemen seiner Mitschüler lauschen.
„Wir können der G12 kein Sportfest bewilligen. Heute sind die Deltas angekommen von denen unser Alpha gesprochen hat.", erklärte Lucian mit ruhiger Stimme und legte das Papier auf den Tisch. Er sah Cain nicht einmal an, sondern sprach mit zwei seiner Kolleginnen die sich nun schon seit geschlagenen 10 Minuten darüber ausließen dass die »Schulischen Aktivitäten« auch sonst in nächster Zeit zu kurz kommen würden.
Der Schülersprecher biss die Zähne fest zusammen, sein Kiefer schmerzte vor Anspannung und sein ganzer Körper brodelte, sehnte sich nach Leiha. Das war kein unstillbares Verlangen, sondern einfach nur meine männlichen Triebe die endlich wieder etwas zu tun haben wollten. Doch das Mädchen war einfach verschwunden, war zu einer Meisterin des Versteckspiels mutiert. Es lagen mehr als 24 Stunden seit ihrem letzten treffen. Bei dem Gedanken an ihre letzte Aktivität, das Spielchen im Klassenraum... ein Lächeln schlich sich auf seine Züge.
Ihr Duft war für ihn wie geschmolzener Honig. Obwohl er ihren sturen Charakter, dieses angeblich menschliche, verachtete, war sie im Bett mehr als nur Zufriedenstellend. Selbst wenn seine anderen Gelüste viel zu kurz kamen. Der Schwarzhaarige seufzte und schloss die Augen für einen Moment. Er hatte sie nur ein einziges Mal richtig Bluten sehen, dieses eine Mal als er ihr die Schulter aufgerissen hatte, doch das Hochgefühl dieser Situation war schon lange Verflogen, Cain sehnte sich danach ihr wieder weh zu tun, sie schreien zu hören und ihre salzigen Tränen zu kosten. Er wusste dass er eine schlechte Person war, ein Sadist. Er wusste das er sie mit diesen Wünschen eines Tages vielleicht Töten könnte – und es frustrierte ihn zutiefst, dass dieser Gedanke ihn betrübte.
„Die K3 und die V17... Wenn sie zusammen eine Klassenfahrt machen wollen sollten wir es genehmigen.", erklärte einer der kleiner gewachsenen Gestaltwandler. Wenn der Schülersprecher sich nicht täuschte hieß er Ryze. Der Rothaarige zupfte nervös an seinen Haaren.
„Das geht nicht.", eines der Mädchen: „Wir wissen nicht was gefahren Gebiet ist."
„Deshalb sollten wir den Gedanken aber nicht verwerfen.", warf ein anderer ein.
Cain verdrehte die Augen und sah aus dem Fenster, die Diskussionen langweilten ihn. Er hätte dem allen ein Ende gesetzt, mit einem knurren oder einer Demonstration seiner Gewaltbereitschaft, doch der Junge ahnte das irgendeiner von ihnen Petzen gehen würde.
Der Schülersprecher war sich sicher, an dem Tag da er aus dem Rudel geschmissen wurde, würde er einen von ihnen das Leben nehmen, am ehesten der Person die ihn verraten hatte. Doch er war kein Psychopath, kein Mörder der Wahllos Leute Abschlachtete. Ihn reizte die Herausforderung, reizte der Gedanke eines Kampfes auf Leben und Tod. Alternativ hatte er aber auch nichts dagegen jemanden die Haut mithilfe eines Skalpells vom Körper zu schälen, in menschlicher Gestalt. Cain war sehr vielfältig in seinen Gelüsten.
„Cain?", Lucian.
Der Angesprochene blinzelte kurz, ehe er seinen Blick auf den Kumpel seines kleinen Spielzeugs richtete. Mit düsterem, distanziertem Ausdruck wartete er auf eine weitere Erklärung. Sicher würde der Schülersprecher nicht zugeben nicht aufgepasst zu haben, das wussten sie alle.
„Würdest du mit deinem Bruder sprechen? Über die Möglichkeit die zwei Klassen ihre Klassenfahrt vielleicht in einem der Reservate unserer Kooperationspartner machen zu lassen?"
Cain stand langsam auf. Erst blieb sein Finger stehen, womit er aufhörte auf die Lehne zu schlagen. Schließlich nahm er sein Kinn aus der Handfläche, lockerte seine Arme und nahm seine Füße vom Tisch. Unter anderen Umständen hätte er sich nicht herum kommandieren lassen, doch unter diesen Bedingungen, würde er die Gelegenheit am Schopf packen von hier zu verschwinden. Und nach dem Gespräch mit Nathan konnte er Leiha suchen.
„Ausnahmsweise.", kam es mürrisch von ihm, dann verließ er den Raum und steuerte auf das Büro seines Bruders zu. Noch wusste er nicht das Leiha schon seit geraumer Zeit nicht mehr auf dem Schulgelände war, es war nur eine leise Ahnung, ein Gefühl, das an ihm nagte. Zähneknirschend verdrängte er die Sorgen in die tiefen seines Seins, knurrte leise als er bemerkte das Diese erneut aufkeimten, wie hässliche kleine Maden.
Er hasste Leiha. Er hasste sie, weil er sie nicht mehr aus dem Kopf bekam. Er wusste das es sich dabei nicht um liebe Handelte, weil er wirklich Verachtung für sie empfand, sie für das was sie tat am liebsten Bluten lassen wollte. Nicht das er das nicht auch so gewollt hätte. Langsam durchatmend, riss Cain sich zusammen.
Dann öffnete er die Tür zu dem Büro seines Bruders ohne anzuklopfen. Er wusste nicht was ihn Erwartete.
Weil ich heute Frei hab, gibt es gleich das heiß ersehnte Kapitel mit Cain in der Hauptrolle hintendrann.
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Omega: Academy of the Pack
Người sóiDas Omega, ist das schwächte Glied im Rudel. Es wird herablassend behandelt und spielt den Sündenbock für all seine Gefährten - Doch im Gegensatz zu einem Wolf, ist ein Werwolf immer auch zum Teil menschlich. In einer Zeit in der die Gestaltwandler...
