11. Kapitel

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Als ich die Tür hinter mir schloss hörte ich wie Alejandro denn Motor startete und los fuhr. Ich lehne mich leicht an die Tür und versuchte zu verarbeiten was heute alles passiert war. Verdammte Scheiße, ich war mit dem Alejandro auf einem Dach im Slum.

Ich war aufgewühlt. Mochte ich ihn? Durfte ich ihn mögen? Meine Gedanken wurden unterbrochen als Luis die Tür zum Wohnzimmer aufriss " Blaze Maria Burkley, wo zur Hölle warst du", sagte er aufgebracht und ich vermied es ihm in die Augen zu sehe.

"Das fragst du, tatsächlich mich", frage ich ihn zurück, stoße ich mich von der Tür ab und schupfe ihn auf die Seite. "Wir sind noch nicht fertig", rief er mir hinter her. "Und wie wir dass sind", knurre ich und holte mir einen Apfel aus der Küche. Ich liebe Luis, er ist der beste Bruder denn man haben kann aber ich war ihm keine Rechenschaft schuldig.

Mein Handy vibrierte und ich zog es aus meiner Hosentasche. Es war eine Sms, sie war von Alejandro. -Morgen? Gleiche Zeit, Gleicher Ort?-. Ich lächelte und tippte flink ein Okay ein und sendete es an ihn.

Wo sollte ich sonst meinen Samstag verbringen, an einem fremden Ort ohne Freunde? Ob wohl dass nicht stimme! Ich hatte nun jemanden, Alejandro. -Super hole dich morgen ab-.

Ich lehnte mich grinsend an den Küchentresen und dachte an denn heutigen Tag zurück.  Ich grinse schnappe mir einen großen Topf und begann Kuchen zu packen. Backen war etwas was ich früher immer getan habe. Für Nachbarn, Schulkollegen und meine Familie. Es gab mir immer dass Gefühl von Sicherheit.

"Du bist glücklich", stellte Luis fest der plötzlich hinter mir aufgetaucht war, er war so seltsam ruhig. Langsam machte ich mir richtig sorgen, erst war er so aufbrausend und nun so ruhig. "Ja", ich sah ihn nicht an sondern begann die Torte mit Buttercreme zu verzieren. "Wo warst du heute", er war bestimmerisch aber auch besorgt. Ich schwieg, ich würde Alejandro sicher nicht verraten. "Ich werde es dir nicht verraten", murmelte ich und als ich die Torte fertig verziert hatte stellte ich sie in denn Kühlschrank.

Als ich die Küche verlassen wollte packte er mich hart am Arm und knallte mich  gegen die Wand. Schmerz zog sich von meinem Rücken hoch in meinen Kopf und ich zische auf. "Ich will wissen wo du dich herum treibst", knurrte er und zum ersten mal seit ich zu Hause war sah ich ihm in die Augen. Seine Augen waren blutunterlaufen und seine Pupillen geweitet. "Hast du etwas genommen", ich war verwirrt und versuchte mich aus seinem Griff zu reißen.  

"Das geht dich ja wohl gar nichts an", er ließ mich los und wandte sich zum gehen. "Mum und Dad hatten nicht gewollt dass du ein dummer Junkie wirst. Wie kannst du ihnen dass antun", schrie ich ihm hinter her. Blitzschnell drehte Luis sich um, holte aus und Ohrfeigte mich.

Ich starrte ihn entsetzt an und meine Hand wanderte zu meiner, vor schmerz heißen Wange. "Lu", flüsterte ich entsetzt. Er sagte nichts sondern verließ ohne etwas zu sagen die Küche. Benommen gleite ich am Rücken die Wand hinab und schluchze auf. Wie konnte er mich schlagen mein eigener Bruder.

Ich kann nicht hier bleiben, ich springe auf und eile in das Gästezimmer in welche ich und Luis schliefen. Dort begann ich hektisch meine Sachen zu packen, als ich fertig war eilte hang ich einen Henkel meines Rucksacks über meine Schultern und verließ so schnell wie möglich mein Haus. Was ist dass nur passiert, wie konnte mich mein eigener Bruder schlagen?

Aufgewühlt setzte ich mich in denn Bus und fuhr in Richtung Slums, inzwischen war es schon dunkel. Nervös kramte ich mein Handy hervor und schrieb Alejandro an. -Treffen wir uns morgen dort. Es gab Probleme mit Luis-.

Als der Bus in der Nähe des altes Hauses hielt stieg ich aus und ging zu Fuß weiter. -Alles okay? Was ist passiert-, schreib Alejandro mir und ich sah ängstlich auf als ich ein knacken hörte. Doch zu meinem Glück war es nur eine Katze. Eilig und ängstlich kletterte ich die Feuerleiter nach oben hoch ehe ich Alejandro zurück schrieb.

-Nicht wirklich:/ Ich bin von zu Hause weg- schrieb ich ehe ich mir eine Decke aus dem Rucksack kramte und meinen Rucksack benutzte ich als Kopfkissen. "Gute Nacht", murmelte ich zu mir selbst und sah in denn Himmel. Eine einzelne Träne lief meine Wange herab.


BadboyWo Geschichten leben. Entdecke jetzt