Ich darf heute raus aus dem Krankenflügel. Poppy begutachtet noch einmal meine Wange, dann lässt sie mich gehen.
Grandpa hat mir eine kleine Eule geschenkt, ich habe sie Mila genannt.
Als ich in den Gemeinschaftsraum komme, umarmen Lucy, Lina und Jana (Lina Prewett, Jana Dolohow) mich fest. Unwillkürlich sehe ich mich nach Liana um. Sie sitzt in einer Ecke und starrt zu uns hinüber. Als sie meinen Blick bemerkt, sieht sie schnell weg. Ich gehe zu ihr hin und setze mich neben sie.
"Geh weg", brummt sie.
"Kannst du mir nicht glauben, Liana?", fragte ich vorsichtig.
"Warum sollte ich?", frage sie zurück.
"Weil ich nicht möchte, dass wir keine Freunde mehr sind", sagt ich traurig, "Ich möchte nicht, dass wir uns hassen."
"Glaubst du, ich?"
"Warum hasst du mich dann trotzdem?"
"Ich hasse dich nicht."
"Es wirkt aber so."
"Aha."
Und jetzt sitzen wir hier und schweigen. Ich möchte wieder mit ihr befreundet sein. Ich kann es nicht leiden, wenn mich plötzlich eine Freundin oder ein Freund nicht mehr mag. Ich stehe auf und will gehen. Fred und George suchen. Aber Liana hält mich zurück. Mit einem sehr traurigen Gesicht steht sie da.
"Clara....es tut mir leid. Ich bin Schuld daran, dass du in den Krankenflügel musstest. Ich bin Schuld daran, dass du am Wochenende krank warst." Sie fängt an zu weinen. Ich glaube, sie will eigentlich noch weiter reden, doch das reicht mir schon. Ich ziehe sie in meine Arme.
"Ist nicht schlimm, Süße. Ist passiert, und jetzt ist es ja vorbei", flüstere ich und wische ihr die Tränen aus dem Gesicht.
"Aber bitte werd wegen einem Trank nicht mehr so sauer, ja? Das konnte ich echt nicht ertragen."
"Ich ver-versprech's dir", schluchzt meine beste Freundin und umarmt mich. Ich lächle. Das ist Liana. Ein bisschen verplant, hitzköpfig, aber trotzdem klug und treuherzig. Ich glaube, sonst wäre sie nicht in Ravenclaw. Und das wäre wirklich schade.Lachend und quatschend sitzen wir mit Fred und George, die ich auch noch geholt habe, am vereisten See. Irgendwann kommt George auf die dumme Idee, mir einen Schneeball in den Nacken zu stecken und damit eine Schneeballschlacht zu eröffnen. Von mir bekommt er im Gegenzug eine größere Ladung Schnee in Gesicht und Hals.
Abends kehren wir gut gelaunt und hungrig zurück ins Schloss.Am nächsten Morgen muss ich wieder zum Unterricht. Als erstes eine Doppelstunde Zaubertränke. Echt toll. Ich füge mich meinem Schicksal und mache mich mit Liana zusammen auf den Weg in die Kerker. Auf dem Weg dorthin werden wir von Minerva angehalten.
"Sie müssen gar nicht erst in die Kerker, meine Lieben, Sie kommen bitte mit in mein Büro." Liana und ich sehen uns ratlos an, folgen ihr aber.
Was kann sie wollen?
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Mein magisches Leben und ich (Harry Potter FF) ✔️
FanfictionDieses Buch erzählt die Geschichte von Clara Cecily Dumbledore, Albus Dumbledores Enkelin. Schon zu Anfang ihrer Schulzeit in Hogwarts ist sie zusammen mit ihrer besten Freundin Liana Sphinx die Beste ihres Jahrgangs und wird deswegen in den Süden F...