"Josie! Josie mach die Tür auf verdammte scheiße." Er schrie und klopfte wild gegen die Tür. "Leck mich doch!" Rief ich wütend und versteckte mich hinter einem Schrank. "Oh keine Angst meine Süße, das werde ich." Immer härter hämmerte er gegen die Wand und ein Ende war kaum in Aussicht.
Ich guckte mich im Bad um und entdeckte einen weiteren Schrank mit vielen Handtüchern drin. Ich nahm sie einfach alle raus und packte sie in die große Badewanne, me9in Schlafgemach für heute Nacht. Ich polsterte alles gut aus und legte mich in die Badewanne rein. Natürlich war mein knurrender Magen kaum zu überhören, für mich jedenfalls. Was der Vollidiot auf der anderen Seite der Türe machte war mir egal. Auch wenn es auffällig ruhig geworden ist.
"Josielein, ich werde dir jetzt drei Optionen vorstellen von denen eine du befolgen kannst und am Ende eh wirst." Er wartete kurz, wahrscheinlich um sicher zu stellen, dass Ich zuhörte. "So Option eins ist, dass du jetzt einfach die Tür öffnest und zu mir rauskommst. Dann werde ich auch gnädig sein, sprich dass ich dich nicht umbringen werde. Bei Option zwei und drei garantiere ich für nichts. Die zweite Option ist dass ich mir eine Axt aus deinem Lieblingskeller hole und die Tür kaputt mache. Vielleicht rutsch die Axt mal daneben und landet dann in deinem Gesicht, ich bin ziemlich ungeschickt bei sowas. Und die dritte Option wäre, dass ich einfach warte bis du völlig ausgehungert und geschwächt die Tür aufmachst. Es könnte dann vorkommen, dass du dann noch länger nichts zu essen bekommst als wenn du jetzt sofort rauskommst." Ich überlegte scharf. Ich würde bei jeder Option so oder so in den Keller kommen und gefoltert werden bis kurz vor den Tot. Ich könnte mir die Angst ersparen und sofort rauskommen und vielleicht noch etwas Frieden aushandeln. Oder ich könnte hier in der kuscheligen Badewanne liegen bleiben und einen ruhigen Hungertod sterben. Beide Sachen sind nicht gerade prickelnd aber ich tendiere tatsächlich zu der zweiten Möglichkeit. Der Hungertod. Es hat fast nur Vorteile: kein Jax mehr, kein Foltern mehr, keine Sorgen mehr und vor allem keinen Keller mehr! Ja ich nehme Möglichkeit 2. Seine Optionen kann er sich Abschminken, da mach ich nicht mit!
"Püppchen, in zwanzig Minuten wäre eine leckere Tiefkühlpizza und vieles weitere für dich bereit. Das alles bekommst du wenn du einfach raus kommst!" Mehrmals klopfte er wieder gegen die Wand. Der kann mich mal, ich bleib hier schön liegen.
"Verreck doch an deiner scheiß Pizza!"
"Oh gut Okay das schreit nach Option drei." Er sagte dies fast schon als würde ihn das freuen. Ich hörte wie sich die Schritte entfernten und dann war es ganz still. Die Stille hatte zwei Gesichter. Die eine hälfte war entspannend und wohltuend. Die andere jedoch war gruselig und ungewiss. Es war totenstille im ganzen Haus!
Ich versuchte mich nicht jetzt schon von meinen Gedanken umbringen zu lassen. Ich schloss einfach meine Augen und versuchte mich etwas auszuruhen. Endlich stille endlich Einsamkeit. Kein Jax niemand! Niemand der mich verletzten will oder noch schlimmere Sachen mit mir anstellt.
Ich schloss vor Schwäche meine Augen, es tat gut sie zu schließen ohne Angst zu haben gleich erwürgt zu werden!
***
Ich machte die Augen auf und stellte fest dass es draußen schon dunkel war! Ich war wirklich eingeschlafen. Ich könnte das in meinen Lebenslauf schreiben.
Schläft auch problemlos in Badewannen ein.
Ich fand die Vorstellung schon witzig wie mein vielleicht zukünftiger Chef sich das durchliest, kurz stoppt verstört zu mir guckt und dann weiter liest. Das wäre zu lustig.
Auf einmal hörte ich wie eine Autotür zu knallte und die Haustür sich öffnete. Ich zuckte zusammen und verließ vorsichtig meine Wunderbares Bett.
"Joooosetteee!" Hörte ich ihn schreien. Er schrie immer und immer wieder meinen Namen. Ich bekam schier eine Gänsehaut.
"Was willst du?!" Antwortete ich leise aber hörbar und wartete auf seine Antwort.
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Jax Parker - Sociopath
Mistério / Suspense"Was willst du jetzt tun mein Engel?" "Sterben." "Und was ist, wenn ich das nicht zulasse?" "Weinen." "Dann weine doch?" "Ich hab schon so viel geweint, ich kann nicht mehr."
