Ich stand vor dem Spiegel und hatte dieses wunderschöne zartrosane Kleid an. Ich drehte mich um es von jeder Seite zu betrachten. Natürlich würde ich es vor Jax niemals zugeben, aber ich liebe dieses Kleid sehr.
Auf einmal klopfte jemand an meine Zimmertür.
"Jax möchte dass du nach oben in sein Zimmer kommst." Phillip hatte die Tür geöffnet und musterte mich. "Du siehst hübsch aus."
"Danke." murmelte ich verlegen und schenkte ihm ein kleines Lächeln.
Damit der heilig Abend nicht sofort mit Streit begann, beschloss ich nach oben zu gehen. Ich klopfte vorsichtig an Jax Tür und wartete auf ein herein.
Doch mir wurde die Tür geöffnet und ich wurde von Jax herein gelassen.
"Du siehst heiß aus." Ich antwortete nicht. Er sollte mir nicht mit solchen Sprüchen dem Abend kaputt machen.
"Was soll ich hier?"
"Ich will dich einfach bei mir in der Nähe haben. Ist das denn so schlimm?"
"Das beantworte ich nicht. Du bist klug genug um das selbst zu wissen."
"Josielein, es ist heilig Abend. Ich möchte nicht mit dir streiten."
"Gut dann lass mich in ruhe." Jax knüpfte sich gerade den letzten Hemdknopf zu und dieselte sich mit seinem Überteuerten Aftershave ein. Es riecht eigentlich ganz gut aber da Jax es nun mal trägt ist es abstoßend und ekelig.
Er ging auf mich zu und wollte nach meiner Hand greifen. Was soll das? Will er jetzt einen auf Happy Family tun? Ich zog meine Hand weg und musste nun die wütenden Blicke von Jax auf mir ertragen. Doch mich störte es nicht, ich will so wenig Körper Kontakt mit ihm wie möglich.
Es klingelte an der Tür. Jax nahm meine Hand und ging mit mir runter. Ich hatte nichtmal die Chance meine Hand wegzuziehen, geschweige denn sie aus seinem Griff zu befreien.
Wir standen nun also beide vor der Tür und starrten sie an. Wieso machte er nicht auf?
Nach kurzem überlegen machte ich die Tür auf und sah Fabi alleine dort stehen. Ach deswegen machte er nicht auf, das hatte ich gar nicht gesehen.
"Kai parkt noch das Auto." meinte Fabi monoton. Jax billigte ihm keine Antwort. Ich löste mich endlich aus Jax griff und umarmte Fabi. "Komm rein, es gibt glaub ich gleich essen."
Ich war mir nicht sicher. Ich hatte Phillip nämlich noch gar nicht gesehen und ins Wohnzimmer durfte ich seit meiner Ankunft auch nicht mehr.
Nun betrat auch Kai das Haus und klatschte mit Jax ab.
"Frohe Weihnachten oder was auch immer." stieß er abfällig in meine Richtung aus.
Ich antwortete einfach nicht, ich wollte heute mit niemanden interagieren die nicht Fabian heißen.
"Kommt lasst uns essen." Jax brach die peinliche Stille und nahm mich wieder an die Hand. Bastard.
Er machte die Wohnzimmertür auf und führte mich hinein. Vor mir erstreckte sich der riesige Weihnachtsbaum. Die Lichterketten waren zum ersten Mal angeschaltet und er erstrahlte in voller Pracht. Unter ihm häufte sich ein Berg von Geschenken. Es waren zu viele zum zählen.
Der Raum erfüllte sich mit wärme und Geborgenheit. Doch das zerstörte Jax wieder indem er mir leicht in den Po kniff. "Komm, das Essen wird kalt." er holte mich wieder in die Wirklichkeit zurück. Für einen kurzen Augenblick hatte ich das Gefühl meine Familie würde am Tisch sitzen und sich fröhlich unterhalten. Doch das tat sie nicht. Ich musste mich neben Jax setzen. Fabi saß mir gegenüber und neben ihm Kai. Es war schrecklich. Ich hätte diesen Abend so gerne mit meinen Eltern und meiner Schwester verbracht. Doch mein Vater ist tot und meine restliche Familie ist meilenweit weg. Ich merkte wie meine Augen ganz feucht wurden. Aber ich habe mir versprochen an Heilig Abend nicht zu weinen.
Auf einmal legte Jax seine Hand auf meinen nackten Oberschenkel. Ich guckte ihn erschrocken an. Doch er reagierte gar nicht. Jax unterhielt sich einfach weiter mit Kai und tat so als wäre nichts passiert. Langsam fuhr er mit seiner ekelhaften Hand nach oben, bis unter mein Kleid.
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Jax Parker - Sociopath
Mystère / Thriller"Was willst du jetzt tun mein Engel?" "Sterben." "Und was ist, wenn ich das nicht zulasse?" "Weinen." "Dann weine doch?" "Ich hab schon so viel geweint, ich kann nicht mehr."
