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Josette P.o.V.

Ich saß die ganze Nacht in meinem Zimmer. Ich hab nicht ein bisschen geschlafen.
Heute wird ein grauenvoller Tag. Jax plant immer noch seine scheiß Einweihungsparty. Es sind ein paar Leute im Haus und ich wurde in mein Zimmer gesperrt. Ich finde es überhaupt nicht schlimm, in meiner Verfassung will ich sowieso niemanden sehen. Ich sitze immer noch wie versteinert an der Wand und habe nichts außer Fabis Pulli an.

Plötzlich wurde die Tür aufgeschlossen und es kamen Leute rein wo ich mich gleich übergeben musste wenn ich sie sah. Kai, Jax und Saúl.

"Wow Jax ich muss dir alle Ehre zeigen. Du hast so viel Müll wie möglich gesammelt und es alles in einen Raum gepackt. Und dann hast du auch noch eine Schlampe ganz oben auf die Mülltorte gesetzt." Kai guckte erstaunt und lehnte sich an die Kommode an.

"Halts Maul du Pisser!" 
"Hab ich dir erlaubt zu reden Miststück?" Jax guckte mich erbost an. Ich wurde still und mummelte mich weiter in meine dicke Daunendecke.

"Respekt hast du der kleinen Schnäpfe auch beigebracht. Find ich gut Boss. Sie ist nun endlich ertragbar. Sie hat zwar noch zu viel an aber das übst du sicher noch mit ihr." Nickend guckte Saúl auf mich herab und schmachtete mich an.

"Ekliger alter Sack." Murmelte ich leise und hoffte das Jax es nicht gehört hat.

"Ich hab gesagt du sollst dein scheiß Maul halten. Ein Wort noch und du liegst heute Abend unter ihm." Drohte Jax sauer und wollte auf mich zu gehen. Ich zuckte zusammen und kniff die Augen zusammen.

Ich merkte nur wie mir über die Wange gestreichelt wurde und ein heißer Atem auf meine Haut prallte.

"Ich schwöre dir ein weiterer Mucks noch und wir statten deiner Familie einen Besuch ab. Willst du das?" Flüsterte Jax mir zu. Ich öffnente meine Augen und schüttelte mit dem Kopf.

"Gutes Mädchen." Raunte er in mein Ohr und strich mir eine Haarsträhne dahinter.
Er ging wieder in den Stand und guckte wieder mal auf mich herab. Hurensohn. Blöder Wichser. Mieses Arschloch. Das alles hätte ich ihm und den anderen Vollidioten gerade an den Kopf werfen können. Aber nein sowas kann ich den Herren ja nicht antun, man beachte bloß das Ego der drei.

"Eigentlich hatte ich noch eine Überraschung für dich. Doch bin ich mir nicht sicher ob du sie verdient hast." Ich legte meinen Kopf schief. Ein Zeichen für meine Unwissenheit. Was für eine Überraschung?

"Du hast gerade seinen Pulli an." Mit diesem Satz war alles zu ende. Ich  wusste sofort was gemeint war. Ich sprang auf und rannte mit voller Vorfreude aus meinem Zimmer. Schnell lief ich die Kellertreppe hoch und landete im Flur. Ich sah ein paar Männer die Tische und einige andere Dinge ins Wohnzimmer trugen. Doch da saß er.

Fabi.

Er saß auf der Treppe und guckte genervt auf sein Handy.

"Fabi!" Ich brachte nichts anderes außer seinen Namen heraus und lief auf ihn zu. Er guckte von seinem Handy hoch zu mir und lächelte.

Ich konnte nichts anderes mehr als ihn umarmen. Meine Arme umschlossen seinen Körper und ich vergrub meinen Kopf in seine Brust. Es war so schön ihn wieder zu sehen.

"Wie süß, Dumm und Dümmer haben sich endlich wieder." Jax kam aus dem Keller und stellte sich direkt hinter mich. Ich bekam eine Gänsehaut und löste mich aus der Umarmung. Ich stellte mich hinter Fabian und ließ Jax nicht aus den Augen.
"Ich glaub das Wort was du verzweifelt suchst ist Neid mein Lieber."
"Ich kann sie ficken wann ich will, da stört mich sowas nicht."
"Das hat dein Vater bestimmt öfter über deine Mutter gesagt."

Jax war mal wieder kurz vorm platzen.

"Reicht Fabi, beherrsch dich." Kam es aus dem Keller. Kai und Saúl stellten sich hinter Jax.
"Komm ich zeig dir mein Zimmer." Ich nahm Fabi an die Hand um schlimmeres zu vermeiden. Schnell zog ich ihn mit mir. Vorbei an Kai und Saúl gingen wir die Treppe runter zu meinem Zimmer am Ende des Flures.

Jax Parker - Sociopath Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt