2 Monate später
Jax P.o.V
Josette sitzt auf meinem Bett und knibbelt an ihren Händen rum.
Es ist knapp 2 Monate her dass sie ihren Erzeuger verloren hat. Sie hat getrauert. Sie lag manchmal Nächte lang wach und heulte. Manchmal wurde das so nervig, dass nur noch der Keller helfen konnte.
Sie war viel zu dünn und mager geworden. Aber wenn sie kaum was essen will, ist es ja ihre Sache. Sie ist so hässlich und abgestumpft. Sie schläft jetzt sogar freiwillig bei mir im Bett. Ihre Wirbelsäule ist deutlich zu sehen und sticht hervor. Sie ist viel ruhiger und in sich gekehrter geworden. Meine Befehle missachtet sie dennoch. Miststück.
Sie heult ständig rum und wird langsam lästig. Sie ist wie ein kleines Kind was zurück zu ihrer Mama will.
Doch ich kann sie nicht gehen lassen. Die Vorstellung wie sie schreiend und weinend unter mir liegt lässt mich verrückt werden. Wenn ich nur daran denke wie sie meinen Schwanz in ihren kleinen Mund nimmt, lässt mich das austicken! Ich habe sie geschont, vor mir. Sie wurde nicht einmal falsch von mir angefasst nur die Bestrafungen wurden nicht weniger, sie hatte dennoch Zeit sich zu erholen. Doch das ist bald vorbei.
"Baby komm her!" Das kleine Mädchen guckt hoch und sieht aus wie ein kleines Rehkitz. Sie machte nichts weiter außer mich anzustarren. "Komm jetzt her!" Sie stand auf und tippelte zu mir rüber. Ich musterte mein kleines Püppchen und legte meine Hände auf ihre zarten Wangen. Sie versuchte mir möglichst wenig in die Augen zu gucken was ihr aber nicht gelang. Ich fing jeden noch zu traurigen Blick auf und freute mich darüber. Ihre Trauer ist meine Freude, ihr Leid ist mein Vergnügen!
"Du bist so hässlich und abgemagert!" Stimmte ich auf eine Konversation an. Doch wieder sagte sie nichts. Hatte sie sich damit abgefunden? Oder war sie einfach nur deprimiert? Aber mir kanns egal sein, ich bekomme sie sowieso zum reden. Spätestens wenn sie unter mir liegt, dann schreit sie nämlich.
Ich wollte gerade den Raum verlassen und meine Puppe alleine lassen, schließlich erledigt sich die Prostitution nicht von allein -ich muss mein Geld ja auch irgendwie verdienen- da machte sie einen Laut so als wenn sie was sagen wollte. Ich drehte mich um und guckte sie erwartungsvoll an.
"Wieso hasst du mich so abgrundtief?" Sie guckte mich mit leerem Blick an und spielte wieder mit ihren Händen.
"Du mein Schatz verkörperst alles Gute auf der Welt"
"Was ist daran so schlimm, dass siehst nur du so!" Unterbrach das kleine Gör mich und merkte dass sie das nicht tun sollte!
"Lass mich ausreden Miststück! Du verkörperst alles Gute auf der Welt! Ich hasse die Menscheit und die gesamte Welt, zu mir war noch nie einer gut! Da du ein perfektes Beispiel eines freundlichen und beliebten Menschen bist muss ich wenigstens dich zerstören!"
"Freundlich und Beliebt? Ich bin ein Außenseiter! Was für ein Perfektes Beispiel an Menschen. Niemand interessiert sich für mich. Niemand nimmt mich wahr oder registriert mich!"
"Du wirst noch sehen wie ich das meine mein Schatz!"
"Nenn mich nicht Schatz wenn du mich hasst." Gab sie vorlaut hervor, sie wird wieder mutiger und aufmüpfiger! Sie merkt es selbst kaum, echt interessant.
"Lass mich jetzt in Ruhe ich muss Arbeiten!" Ich hab viel zu tun und muss heute nochmal weg, vielleicht nehm ich sie ja mit?
"Zieh dir irgendwas normales an, vielleicht fahren wir heute noch weg!" Josette nickte und setzte sich wieder aufs Bett. Ich schloss die Zimmertür hinter mir und ging in mein Arbeitszimmer.
Seitdem sie bei mir ist war sie nur einmal draußen, nämlich da wo sie mir durch die Terassentür gesprungen ist und da war sie auch nur in meinem Garten. Ich weiß nicht wie sie reagieren wird wenn sie wieder nach draußen kommt. Sie könnte euphorisch oder doch ängstlich reagieren. Aber wir werdens ja sehen.
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Jax Parker - Sociopath
Mystery / Thriller"Was willst du jetzt tun mein Engel?" "Sterben." "Und was ist, wenn ich das nicht zulasse?" "Weinen." "Dann weine doch?" "Ich hab schon so viel geweint, ich kann nicht mehr."
