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Jax P.o.V

Josie lag schlafend in meinen Armen und ruhte sich aus. Sie hatte in den letzten Tagen viel abbekommen. Nicht dass sie das alles nicht verdient hätte, nur sie ist kurz vorm kaputt gehen und dass darf ich nicht zulassen.

"Die wird dir zerbrechen, da bin ich mir sicher!" Mein Bruder fuhr langsam auf den Parkplatz des kleinen Motels. "Das wird sie nicht. Ich sorg dafür."

"Jax du kommst mit Frauen einfach nicht klar sieh's ein." Er versuchte wieder witzig zu sein. "Halt einfach dein Maul. Geh das Zimmer mieten und hol uns dann."
"Jaja ist ja gut, sollte ein Witz sein." Was sag ich? Mein Bruder ist einfach nur komplett unfähig vernünftige Witze zu machen.

Ich musste lange warten bis Kai endlich wieder kam.

"Was dauerte das denn so lange?!"
"Ja mein Gott, das waren jetzt 10 Minuten. Bleib locker."

Ich nahm Josie auf den Arm und versteckte so gut es ging ihr Gesicht. Schließlich sind wir auf der Flucht, da kommt es nicht so gut wenn man ihr Gesicht entdeckt.

Kai nahm unsere Sachen und ich folgte ihm. Zusammen gingen wir zu dem Motelzimmer und schlossen auf "Zimmer 7a" murmelte Kai und betrat das Zimmer. "Willst du mich verarschen, da ist nur ein Doppelbett?"
"Was erwartest du, ich kann doch kein Doppelzimmer mieten wenn ich alleine bin. Was wenn die meine Freundin oder was weiß ich hätten sehen wollen?"
"Ist ja gut, ich werd wahrscheinlich eh wach bleiben müssen, wegen Josie. Du ruhst dich aus, bist ja schließlich unser Fahrer. Ich kann auch noch im Auto schlafen."

Kai nicke und schmiss sich ins Bett. Er war wirklich Hundemüde. Vorsichtig legte ich Josette auf die andere Seite des Bettes und deckte sie zu. Meine zwei Waffen legte ich auf die Kommode und setzte mich auf den daneben stehenden Stuhl.

Mein Bruder schlief schnell ein was eigentlich auch der Normalfall war.

Josie hat keinen ruhigen Schlaf. Zwar ist er sehr tief und fest aber ruhig ist ihr Schlaf definitiv nicht. Sie ist auch nur sehr schwer aufzuwecken. Ich beobachtete sie, wie sie ständig zuckte und irgendwas murmelte in ihrem Schlaf. Ich stand auf und setzte mich mit dem Stuhl vor ihre Bettseite.
Ich musste etwas grinsen, als ich sie meinen Namen murmeln hörte.

Ich fing an leicht über ihre Wange zu streichen.

Auf einmal schrie sie und riss die Augen auf. Sie heulte auf einmal so sehr dass sie gar nicht realisierte dass ich neben ihr saß. Ich legte meine Hand auf ihre Schulter, sie zuckte sofort zusammen. "Komm her, ich bin da für dich." Flüsterte ich und streichelte ihren Rücken. Sie blieb einfach sitzen und starrte ins Leere. "Alle sind tot." Murmelte sie immer wieder und heulte weiter. Ich setzte mich zu ihr ins Bett und platzierte sie auf meinen Schoß. Meine Arme waren um ihren zitternden Körper geschlungen. "Es war nur ein Traum. Es ist nichts passiert!" Sie umklammerte mich so feste, das kannte ich vorher noch gar nicht.

"Du hast meine Mutter getötet. Und Kai hat meine Schwester getötet."
"Das stimmt nicht Baby, das war alles nur ein Traum. Es wird alles gut."
"Nichts wird gut."
"Trust me little girl."

Ich spürte wie sie mit dem Kopf schüttelte.

"Nur ohne dich ist mein Leben gut. Mit dir ist mein Leben eine Qual. Du bist ein Monster. Du tötest alles was ich liebe. Du tötest meine Familie!" Sie war wieder kurz davor einzuschlafen. Sie redet Quatsch, normal weiß sie dass ich sie sofort bestrafen würde.

"Baby deine Familie lebt. Ich hab niemandem getötet."
"Du lügst, das tust du immer!"
"Wieso sollte ich lügen?"
"So bist du einfach."
"Und was bin ich?"
"Ein Monster."

Ich sagte nichts mehr. Eine Konversation mit einer fast schlafenden zu führen bringt nichts. Sie ist einfach nur viel zu dumm.

"Jax?"
"Ja mein Schatz."
"Kannst du mich bitte loslassen."
"Nein warum?"
"Meine Mama wartet auf mich, das hat sie gesagt. Sie meinte ich solle nicht aufgeben."
"Und gibst du auf?"
"Nein niemals! Jax ist böse, und von dem Bösen lass ich nicht mein Leben kaputt machen." Ich nickte leicht. Etwas lachen musste ich auch, sie wirkt als wäre sie betrunken.

Sie machte endlich ihre Augen wieder zu und schlief allmählich wieder ein. Ich legte sie wieder hin und verließ das Bett. Da ich doch wohl ziemlich müde war entschied ich mich, etwas zu schlafen. Ich nahm die Waffen und steckte sie mir wieder in die Hose. Den Stuhl platzierte ich in der einen Ecke des Raumes und setzte mich hin. Meinen Kopf lehnte ich an der Wand an. Mein letzter Blick galt Josie, die schon wieder unruhig Sachen murmelte. Ihre Albträume werden immer schlimmer. Aber weiter konnte ich da nicht drüber nachdenken, da ich selber in einen tiefen Schlaf fiel.

Lol
sorry for the bad chapter.

Jax Parker - Sociopath Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt