„Ihr werdet nicht verlieren, verdammt nochmal!“, schrie Eleanor neben mir. „Was veranstaltet Harry da unten? Spiel Football, du Trottel!“
„Hey, beruhig‘ dich,“ murmelte ich ihr zu. „Die Leute starren dich schon an.“
„Wuhu, alle zusammen. Darf ich mich vorstellen? Ich bin Eleanor Calder, achtzehn Jahre alt und wohne in London. Und ja, ich fiebere zu sehr mit diesem Spiel mit, aber es ist das Finale und wir kacken hoffnungslos ab. Wenn das dann geklärt ist, könnt ihr euch alle wieder dem Feld zuwenden.“
Tatsächlich drehten sich die Leute zurück. Einige amüsiert, andere beschämt, da sie beim Spannen erwischt wurden.
„Oh je.“ Unruhig rutschte ich auf meinem Sitz herum.
Im Gegensatz zum letzten Spiel, dem Halbfinale, war die Stimmung förmlich im Arsch.
Zumindest auf unserer Seite.
Die Fans, Freunde und Familie der Boston Rebels waren absolut gut gelaunt.
In den ersten Minuten des Finales sah alles okay aus, doch schon schnell stellte sich heraus, dass die Mannschaft ohne Harry nicht funktionierte. Harry war zwar körperlich anwesend, aber nicht psychisch. Er vergeigte jeden Ball –falls die Pässe überhaupt ankamen-, und für die Gegner war es leichte Arbeit ihn umzurennen.
„Könnt ihr eure Probleme nicht einfach vergessen und ein wenig rumknutschen, damit Harry wieder vernünftig spielt?“
„Hey, mal langsam,“ verteidigte ich meinen Freund. Wir gingen uns zwar seit dem Streit vor vier Tagen vollkommen aus dem Weg, um jedem ein wenig Zeit zu geben, mit seinen Gedanken klar zu kommen (Okay, wir hatten es nicht abgesprochen, da wir ja eh nicht miteinander sprachen, aber so verstand ich es), aber er war immer noch mein Freund, den ich liebte und mein Beschützerinstinkt meldete sich.„Die ganze Mannschaft spielt schlecht. Zwar trägt Harry da durchaus seinen Teil dran, aber wenn alles an einem Spieler hängt, haben wir den Sieg eh nicht verdient.“
„Da muss ich Mila leider Recht geben, El.“ Louis ließ sich neben ihr nieder.
„Solltest du nicht unten –mit den anderen- am Spielfeldrand stehen und so eine Art Cheerleader abgeben?“
„Da unten kriegt man eine Krise. Echt jetzt, hier oben kommt einen das Spiel direkt besser vor. Aber immer noch grottenschlecht. Außerdem hat der Trainer da unten die Wut an allem ausgelassen, was nicht bei drei auf dem Baum ist.“ Ein gespielter, verletzter Ausdruck schlich sich auf sein Gesicht. „Er hat meine Schuhe angegriffen! Von wegen ,mit diesen Pussy-Kriechern gehörst du nicht auf dieses Spielfeld,das hier ist nur was für echte Männer.'“
„Was hast du denn für Schuhe an?“
Eleanor lehnte sich nach vorne, um seine Füße zu betrachten. Dabei fiel ihr eine Haarsträhne ins Gesicht, und Louis steckte sie hinter ihr Ohr. Es war eine unbewusste Handlung seinerseits, als hätte er es schon tausende Male getan. Doch El errötete und sah mit großen Augen zu ihm auf.
Plötzlich fühlte ich mich ganz falsch, als würde ich eine sehr intime Situation stören.
Was ich im Grunde auch tat.
Die Uhr zeigte mir an, dass es nur noch wenige Sekunden bis zur Halbzeit waren, und ich erhob mich. Kein Plan, wo ich hinwollte, vielleicht eine Pommes kaufen oder so.
„Hey, bist du die Freundin von Styles?“ Ein Mädchen hielt mein Handgelenk fest, als ich an ihr vorbei lief.
„Ehm, ja.“
Diese Frage wurde mir eindeutig zu oft gestellt.
„Bist du auf dem Weg zu ihm? Wenn ja, dann zieh ihn in der Pause bitte mit aufs Klo und hol‘ ihm einen runter. Der Typ sieht eindeutig so aus, als könne er es stark gebrauchen. Und damit tust du dem ganzen Team einen Gefallen.“
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Unmistakable || h.s
FanfictionDie eher unscheinbare Mila zieht mit ihrer Familie nach London. Ihr Leben scheint perfekt zu sein, bis sie auf den Bad Boy der Schule trifft. Harry Styles. Party, Alkohol, Tattoos. Mila fühlt sich von ihm angezogen, ist aber auch veränstigt. Ihrer L...
