41| Sober in love

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Seo
Ich spüre einen warmen Atem, der mich im Nacken kitzelt, einen Arm um meine Taille und ein trainierter Bauch am Rücken. Ich spüre Namjoons Anwesenheit und drehe mich in seinen Armen um. Für einen Kurzen Moment sind all die Sorgen zwischen uns wie weggeblasen, doch dann holen mich die Erinnerungen, Ängste und die Realität wieder ein. Es ist nichts gut zwischen uns.
Er war gestern nur betrunken und die dumme Schlampe wollte sich an ihn ranmachen.
Ich werde, wenn ich es jetzt nicht kläre, wieder diesen Schmerz spüren, wieder diese Alpträume haben...ich brauche Namjoon.
Ich öffne also langsam meine Augen und sehe zu ihm hoch. Sein wunderschönes Gesicht liegt nah an meinen und er atmet leise ein und aus. Ich fahre vorsichtig von seinen Lippen über die Wangenknochen hoch zu seinen Haaren. Sie sind so weich... Mit der einen Hand streiche ich immer wieder durch seine Haare. Er hat sie wieder hellbraun gefärbt, und es steht ihm so gut.
Seine Augen beginnen zu flattern und schlagen dann auf. Seine klaren, ehrlichen braunen Augen, sehen mich müde und liebevoll an.
Sein Blick ändert sich aber schlagartig von liebevoll zu verwirrt und er bringt etwas Abstand zwischen uns.
"W-was ist passiert? Ich meine was ist zwischen uns passiert? Und wann?"
Ich sehe auf unsere Hände, welche ineinander verschlungen sind. "Du warst gestern in der Bar betrunken und ein 'Mädchen' wollte etwas bestimmtes von dir. Versteh mich nicht falsch, ich wollte nicht, dass du irgendetwas später bereust und außerdem...sind wir ja auch noch zusammen? Es ist auch so, dass ich von mir aus nicht konnte. Dich mit einer anderen.... Das könnte ich nicht. Nie."
"Danke, dass du mir geholfen hast. Und ich versteh dich, du musst wissen, ich war, und bin es immer noch, ziemlich eifersüchtig auf Hoseok. Er war die ganze Zeit bei dir, und ich nicht."
"Es tut mir so leid, Joonie." "Mir auch, Seo."
Er zieht mich mit einem Arm wieder zu sich an die Brust und umarmt mich fest. Ich schlinge meine Armen ebenfalls um ihn und vergrabe mein Gesicht in seiner Halsbeuge. Wie ich diesen Geruch, diese Gefühle, diese Person vermisst habe.
"Namjoon, ich will nicht so weiter machen. Ich will nicht länger leiden, nicht länger diese Schmerzen spüren, wenn ich allein bin. Ich brauche dich, weil ich dich so sehr liebe, Namjoon." Ein paar Tränen fließen mir die Wange hinunter, er streicht sie weg und küsst meine Stirn.
Er nimmt meine Hand in seine größere und spricht:"Seoyeong, ich möchte auch nicht mehr alleine sein. Ich möchte Morgens neben dir aufwachen und Abends neben dir einschlafen. Dich beschützen und mit dir gegen den Rest der Welt kämpfen. Ich liebe dich auch so sehr, Seo. Ich -Ich würde kaputt gehen wenn ich dich verlieren würde."
Er umfasst mein Gesicht und küsst mich, und tat somit das, wonach ich mich sehnte.
Wir kuscheln noch und sprechen über die vergangen Zeit.

Später beschließen wir, etwas zu essen. Namjoon trägt mich Huckepack die Treppe herunter in die Küche. Vor dem Tisch setzt er mich ab, und wir sehen den anderen in die staunenden Gesichter.
"Ähmmm". Das war jetzt peinlich. Jin sieht zwischen uns beiden hin und her. "Ihr beide seid also wieder..." "Ja, sind wir. ", sagt Namjoon schnell und wir setzen uns an den Tisch. Stille breitet sich aus. "Und? Wie und was ist passiert oder muss man euch alles aus der Nase ziehen?", ruft Tae. Wir lachen auf und erzählen den anderen, was passiert ist. "Na, dann kann ich ja mein Nudelholz wieder einpacken", sagt Jin und lächelt zufrieden.
Von Yuna bekomme ich nur Pedoblicke.

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