„Bitte sei wieder ganz, bitte habe dich irgendwie selbst regeneriert. Es wäre absolut perfekt", Dracos Gedanken überschlugen sich, während er schnell die Treppen zum siebten Stock hinaufstieg. Nachdem er angekommen war, lief er den Korridor dreimal auf und ab, konzentrierte sich auf sein Ziel und betrachtete dabei einen seltsamen Wandteppich. Auf der entgegengesetzten Seite des Kunstwerks erschien eine schwere Holztür. Draco seufzte erleichtert auf. „Hoffentlich ist mein Plan aufgegangen", dachte er und trat langsam durch die Tür.
Beim Anblick des Inneren des Raumes blieb Draco der Mund offen stehen. Er konnte nicht wirklich fassen, was er sah. Es war genau so, wie er es sich vorgestellt hatte, wie er es sich für sie gewünscht hatte. Es handelte sich um einen relativ kleinen Raum, in dessen Mitte sich ein großes Himmelbett befand, das mit dunkelroter Seidenbettwäsche bezogen war. Um das Bett herum waren unzählige kleiner Kerzen aufgestellt, die das ganze Zimmer in ein sanftes Licht tauchten. Wie in der großen Halle auch war die Decke des Raumes verzaubert und zeigte den sternenklaren Himmel von draußen. In der vorderen rechten Ecke des Raumes gab es einen kleinen Kamin, vor dem zwei große Ohrensessel aufgestellt waren. Zwischen ihnen stand ein Beistelltisch, auf dem neben einer Flasche Champagner und zwei Gläsern außerdem ein Stapel von Büchern lag. Hermine würde Augen machen, sobald sie das alles sah. Draco beeilte sich, zu ihr zurückzukehren, um ihr die Überraschung zeigen zu können. Es sollte anders werden als beim letzten Mal. Dieses Mal würde er es richtig machen, es sollte alles perfekt sein, das hatte sie verdient.
Hermine wartete genau dort, wo er sie zurückgelassen hatte. Aufmerksam war sie beim ersten Geräusch aufgesprungen. Als Draco durch die große Tür trat, sah er sie über das ganze Gesicht strahlen. Er war immer noch beeindruckt von dem Anblick, der sich ihm bot. Er schritt zu ihr, küsste sie sanft auf die Lippen und zog sie anschließend mit sich heraus aus der Bibliothek. Während sie schnell die Treppen zum siebten Stock hinaufstiegen, begegneten ihnen einige ihrer Mitschüler, die bei ihrem gemeinsamen Anblick die Augen weit aufrissen und leise tuschelten. Jeder hatte den Wutausbruch des Wiesels mitbekommen, alle wussten Bescheid. Doch Draco kümmerte sich nicht darum. Seine Gedanken waren nur bei Hermine und der kommenden Nacht. Nur manchmal dachte er etwas ängstlich daran, was passieren würde, sollten sie dem Wiesel auf ihrem Weg in den Raum der Wünsche begegnen. Hermine fiel wohl auf der Hälfte des Weges auf, wohin Draco sie entführen wollte, da sie leise anfing, zu lachen. „Dass ich daran nicht schon vorher gedacht hatte", raunte sie leise in sein Ohr und er musste ebenfalls lachen. Gemeinsam schritten sie im siebten Stock dreimal am Wandteppich – von Barnabas des Bekloppten wie Hermine ihm erklärt hatte – vorbei. Um die Überraschung für Hermine noch größer zu machen, nahm Draco seine Krawatte ab und verband ihr damit die Augen. Sie protestierte zwar, aber er duldete keinerlei Widerrede.
Als Draco Hermine sachte in den Raum schob, stellte er erleichtert fest, dass alles genau so geblieben war, wie er es verlassen hatte. Alle Kerzen brannten noch, die Sessel standen an derselben Stelle vor dem leise vor sich hin knisternden Kamin und das Bett befand sich auch noch an Ort und Stelle. Draco war auf einmal nervös; ihm steckte ein Kloß im Hals. Im Gegensatz zu ihm plapperte Hermine fröhlich vor sich hin. Er musste all seinen Mut zusammennehmen, um der kleinen Hexe vor ihm seine Krawatte abzunehmen. In dem Augenblick, in dem sie ihre Augen öffnete, verebbte ihr Gerede. Sie war sprachlos und mit großen Augen begutachtete sie das, was Draco sich von jenem magischen Ort für sie beide gewünscht hatte. Er stand immer noch hinter ihr und strich sanft ihre Haare zur Seite, um ihren Hals küssen zu können. Hermine stöhnte leise auf und presste sich näher an ihn; Draco konnte spüren, dass sie ob seiner Berührungen Gänsehaut bekam, was ihn im Gegenzug ebenfalls erregte. Ihm fiel ein, dass er schon seit fast einer Stunde etwas Wichtiges vergessen hatte. „Ach und nur fürs Protokoll: Ich liebe dich auch Granger", raunte er in ihr Ohr und drehte sie zu sich um. Ihre braunen Augen starrten ihn überrascht an und er konnte nicht anders, als bei ihrem Anblick zu lachen. „Überrascht?", fragte er sie, und sie nickte perplex. Draco küsste sie und erweckte sie damit aus ihrer Trance. Hermine gab sich ihm hin, drängte sich näher an ihn und vergrub ihre kleinen Hände in seinen Haaren. Er wiederum nutzte seine Hände dazu, ihren zierlichen Körper zu erforschen. Er glitt über ihre Taille, legte seine Hände kurz auf ihren Hintern und ließ sie dann nach vorne auf ihre Brust gleiten. Hermine verlor keine Zeit und knöpfte, nachdem sie seinen Umhang schon auf den Boden geworfen hatte, mit schnellen Bewegungen sein Hemd auf. Auch das schneeweiße Hemd verabschiedete sich und fiel gen Boden. Erneut drehte Draco Hermine um, damit er den Reißverschluss ihres Kleides leichter nach unten ziehen konnte. Als auch das grüne Kleid sich zum Boden hin verabschiedet hatte, hob er die kleine Hexe hoch und trug sie zum großen Himmelbett, das die Mitte des Raumes ausfüllte. Er setzte sie vor sich auf das rote Laken und sie machte sich eifrig daran, seinen Gürtel zu öffnen. Als auch diese Aufgabe erledigt war, legte er sich auf sie und Hermine zog ihn in einen leidenschaftlichen Kuss. „Es gibt also doch einen Himmel", dachte Draco und gab sich ihr hin.
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Warum Er?
FanfictionHermine kehrt nach dem Kampf um Hogwarts wieder an ihre alte Schule zurück, um ihr siebtes Schuljahr zu vollenden. Da Harry und Ron beschließen, nicht mit ihr zusammen zu gehen, fühlt sie sich zunächst einsam. Doch dann lernt sie einen ehemals verha...
