Part IX

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Part IX

San PoV

Die Tage und Wochen vergingen. Ich hatte weiterhin Nachhilfe, in der ich viel mehr über meine Probleme sprach, als dass ich wirklich lernte. Es half mir trotzdem. Ich fühlte mich, jedes Mal, wenn ich mich mit meinen Lehrern unterhalten hatte, besser. Die male, in denen Wooyoung mich besuchen kam wurden auch weniger. Er hatte das Interesse an mir verloren und er hatte keinen Grund mehr mich bestrafen zu müssen. Man könnte sagen, mein Leben normalisierte sich wieder, bis ich jedoch anfing mich beobachtet zu fühlen. Zu Anfang dachte ich, dass ich es mir einbilden würde, doch hin und wieder glaubte ich jemanden hinter mir zu sehen. Ich sprach Wooyoung darauf an, doch er und Yeosang lachten mich nur aus und Yeosang meinte, Wooyoung sollte mich mal wieder ordentlich durch Vögeln, was dieser auch tat. Es schmerzte wie jedes Mal, doch ich wusste, wie ich es erträglicher machen konnte, wusste, wie ich ihn schneller zum Kommen brachte. Aber auch währenddessen fühlte ich mich beobachtet und irgendwann wurde dieses Gefühl für mich zur Gewohnheit.

„Ah, hallo San, pünktlich wie immer.", begrüßte mich Mr Jung, als ich den Klassenraum betrat. Lächelnd nickte ich, ehe ich mich auf den Tisch ihm gegenübersetzte, kurz darauf betrat auch Mr Song den Raum. „Ah, hallo San, wie geht's dir?", begrüßte auch er mich, wuschelte mir durch die Haare, was er immer tat, wenn er mich bei der Nachhilfe begrüßte. „Gut.", lachte ich. „Fühlst du dich noch immer beobachtet?", fragte mich Mr Jung, weswegen ich mit den Schultern zuckte: „Ich hab mich daran gewöhnt. Es ist nie etwas passiert, ich denke, dass ich mir das nur eingebildet habe, wegen dem Stress." „Mhm schon möglich, hat Wooyoung dir das gesagt?", verwirrt sah ich Mr Song an. Er traf immer ins Schwarze, so als wüsste er genau, was Wooyoung gesagt hat. „Ja, auch. Yeosang meinte es auch und vielleicht haben die beiden ja recht. Ich sehe ja nie jemanden und warum sollte mich jemand verfolgen?", erklärte ich, woraufhin nun Mr Song nickte: „Ja, aber nimm das nicht auf die leichte Schulter, wenn du dich verfolgt fühlst, oder unwohl fühlst ruf mich an. Du hast ja meine und Mr Jungs Nummer." Ergeben nickte ich. „Aber jetzt mal etwas anderes. Durch die Nachhilfe muss ich zu Hause immer sehr lange noch Klausuren korrigieren und so weiter. Hättest du etwas dagegen, wenn wir die Nachhilfe bei mir zu Hause machen? Ich fahre dich auch.", lächelte er charmant, weswegen ich leicht rot wurde: „N-natürlich nicht. A-aber wenn die Nachhilfe Sie so viel Zeit kostet können wir auch damit aufhören, ich schreib ja wieder gute Noten." „Kommt nicht in Frage. Es ist schön sich mit dir zu Unterhalten und dir geht es doch auch gut. Mr Jung ist natürlich weiterhin dabei.", beschloss er, weshalb ich nur lächelte und nickte.

So kam es, dass ich nun nach dem Sportunterricht an Mr Songs Sportwagen stand und auf ihn wartete. Wooyoung und Yeosang wussten nichts davon, dass ich nun bei Mr Song zu Hause Nachhilfe hätte. Wozu auch? Es ging die beiden nichts an. „Tut mir leid, dass du warten musstest.", entschuldigte sich Mr Song wie immer lächelnd bei mir, ehe er den Wagen aufschloss und wir einstiegen. „Ich hab noch nicht so lange gewartet.", wank ich ab. Durch die Spiegelung der Scheibe konnte ich erkennen, dass Mr Song lächelte. Ich fühlte mich noch immer etwas komisch in seiner Gegenwart, doch wusste ich immer noch nicht warum. „Mr Jung kommt heute nicht. Ihm geht es nicht so gut.", klärte er mich auf, weshalb ich nickte. Mr Songs Gegenwart machte mich nervös, vor allem wenn ich allein mit ihm war.

„Fühl dich wie zu Hause. Das Bad ist dahinten rechts, du kannst in jeden Raum gehen, wenn du möchtest.", leicht nickte ich, folgte ihm dann ins Wohnzimmer, wo ich mich auf das Sofa setzte und anfing meine Hausaufgaben zu machen. „Möchtest du etwas trinken?", fragte er mich aus der Küche, die direkt an das Wohnzimmer angrenzte. „Nein danke...", nuschelte ich, konzentrierte mich wieder auf meine Aufgaben, doch Mr Song lenkte mich wieder ab, in dem er mir ein Glas Wasser vor die Nase stellte: „Trink etwas, zu wenig trinken ist nicht gesund." Wieder nickte ich nur und lehnte mich etwas zurück, während ich etwas trank. „Weißt du San, da du jetzt bei mir zu Hause bist und das ja mehr oder weniger die Freizeit ist, kannst du mich auch gerne mit Vornamen ansprechen. Vielleicht fühlst du dich dann nicht mehr ganz so unwohl.", grinste er wieder breit, was mich erneut wieder rot werden ließ: „A-aber Sie sind mein Lehrer!" „San, das werde ich auch bleiben, aber wir werden uns öfter privat treffen und glaubst du nicht, dass wenn du mich duzt es dir einfacher fallen wird?", lächelte er weiter. Ich nickte nur, woraufhin das Lächeln in seinem Gesicht nur noch breiter wurde: „Dann nenn' mich bitte ab sofort Mingi, wenn wir allein sind." 

My life has changedWo Geschichten leben. Entdecke jetzt