Yunho Part III
Yunho PoV
Ich war grob zu San, sehr grob und hin und wieder stellte ich mir vor, es wäre Jongho der unter mir schreien würde. Ich wollte ihn leiden sehen. Jongho sollte endlich das bekommen, was er verdient hatte. „Jongho! Hiergeblieben!", hielt ich ihn auf. Er hatte wieder die ganze Zeit im Unterricht über San hergezogen, hatte andere dazu angestachelt mit zu machen. Ich war wieder so unglaublich wütend! „Was wollen Sie, Mr Jung? Wollen Sie mich wieder schlagen?", grinste er mich von oben herab an. Dieses balg gehörte bestraft! Schnaubend stand ich auf: „Ich möchte, dass du mir sagst, was der scheiß soll! Was hat San dir getan, dass du ihn so behandeln musst? Geilt es dich auf? Fühlst du dich selbst toll, wenn du andere schlecht machst? Warum tust du das?!" Kurz schwieg er schien nicht mit so einem barschen ton von mir gerechnet zu haben. „Vielleicht hat San es auch einfach verdient?", gab er monoton von sich, dass es begann in meiner Hand zu kribbeln. Ich wollte ihn schlagen. „Jongho, ich kenne San und das sehr gut. Ich habe ihm wochenlang mit Mr Song Nachhilfe gegeben und war sein Vertrauenslehrer, sag mir Gott verdammt noch mal die Wahrheit sonst darfst du bis zum Ende des Schuljahres Nachsitzen, bei mir!", mit bemüht ruhig gehaltener Stimme sah ich ihn an. „Mr Jung, Sie drohen mir.", stellte er trocken fest, fühlte sich mir damit anscheinend überlegen. Von wegen. „Und das glaubt dir wer? Wenn ich meine Kollegen frage, wird mir sicher jeder von Ihnen sagen, dass du im Unterricht nicht aufpasst, Unruhestiftest und über Choi San, einem vermissten ehemaligen Mitschüler herziehst. Also, ich höre!", stellte ich mich nah vor ihn, um ihn mit meiner Größe einzuschüchtern. Ich sah kurz etwas wie Angst in seinen Augen aufblitzen, doch dies verschwand schnell wieder. „Sie können mich mal.", drehte er sich um, war dabei den Raum zu verlassen, doch ehe er die Tür öffnen konnte, um hindurch zu gehen, war ich schon aufgesprungen und schlug diese mit ihm selbst wieder zu. Dazu hatte ich ihn einfach grob umgedreht und mit den Rücken voran gegen die Tür geschubst. Erschrocken stöhnte er auf, sah mich nun doch angsterfüllt an. Warum nicht gleich so? „Weißt du, am liebsten würde ich dich in Gangnam in irgendeinen Club sperren mit einem Schild, „Ich gehöre bestraft, bitte fickt mich". Genau das ist es, was du verdient hast!", spuckte ich ihm entgegen, sah ihm starr in die Augen. „Dir geht anscheinend einer bei ab, wenn du andere demütigst. Mal gucken, ob dir das auch gefällt. Glaub mir, es gibt genug die-" „Es tut mir leid...", unterbrach mich die weinerliche Stimme von ihm. „Dafür ist es reichlich spät findest du nicht?", fragte ich, ließ dabei von ihm ab. „Weißt du eigentlich, was für sorgen sich Sans Eltern machen? Stell dir mal vor, an seiner neuen Schule haben die das gleiche mit ihm gemacht und er hat sich deswegen umgebracht. Vielleicht hatte er seine Eltern darum gebeten umzuziehen, weil er eure Tyranneien nicht mehr ausgehalten hat. Dann bist du mit Schuld daran. Du hast sein Blut an deinen Händen kleben, du bist dann ein Mörder!", fuhr ich ihn an. Ich war definitiv nicht fair zu ihm und es war gelogen, aber irgendwie musste ich ihm doch ein schlechtes Gewissen einreden. „G-glauben Sie wirklich... d-dass er sich umgebracht hat?", fragte er ungläubig nach, sah aus, als hätte er ein Geist gesehen. „Wer weiß das schon? Natürlich kann er auch entführt worden sein. Aber gehen wir mal von dem Schlimmsten aus. Jetzt setzt dich mal in seine Lage. Ich habe dich grade ähnlich behandelt, wie Wooyoung und du San behandelt habt. Wie hast du dich gefühlt? Hast du es gut gefunden, durch die Gegend geschubst zu werden? Gedemütigt zu werden? San musste das von euch jeden Tag ertragen.", sprach ich nun ruhiger, setzte mich dabei auf meinen Schreibtisch, „Sagst du mir jetzt, warum du so über San redest und warum du ihm das alles angetan hast?" „Wooyoung meinte, dass San das mögen würde... ehrlich! Ich wollte mal wissen wie das ist. Wooyoung hat gemeint, es wäre geil und würde mir sicher gefallen. Sie wissen, dass ich nicht so auf Körperkontakt stehe... Sie als mein Sportlehrer... Ich fand es schon irgendwie toll meinen Frust an San auszulassen. Wooyoung meinte, es wäre in Ordnung und halt, dass San es mögen würde. Wooyoung meint, dass San ihn verlassen hat, für wen anders und dass er eine billige Schlampe ist. Ich hab nur das getan, was Wooyoung gesagt hat... Außerdem meinte er, San hätte uns gefilmt als wir Sex hatten...", berichtete er, setzte sich auf einen Stuhl. „Moment, Videos? Hast du jemals ein Video zu Gesicht bekommen?", fragt ich Ungläubig. Hatte Wooyoung jetzt Videos von San gemacht, ohne dass er davon wusste?" „Ja eins. Als wir bei Wooyoung allein zu Hause waren. Die Kamera war wohl zwischen Büchern oder so.", sagte er, sah mich verwirrt an, was mich seufzen ließ: „Ist dir mal in den Sinn gekommen, dass Wooyoung diese Videos gemacht hat?" „Nein, er war selbst nicht begeistert davon...", Jongho war davon überzeugt, dass Wooyoung ehrlich zu ihm war. „Jongho, Wooyoung hat schon einmal Fotos von San gemacht und wollte diese veröffentlichen, als dieser Umgezogen ist. Mr Song hat das gesehen und alle Fotos eingesammelt. Wir wissen natürlich nicht sicher, dass er die Fotos gemacht hat, aber Mr Song hat gesehen, wie Wooyoung diese aufgehangen hat.", klärte ich ihn auf, sah dabei die blanke Panik in seinen Augen: „Ich schwöre, dass wusste ich nicht!" „Das glaube ich dir Jongho, dafür möchte ich aber, dass du aufhörst so einen Müll über San zu erzählen und mir Gott verdammt noch mal die Videos besorgst, die Wooyoung gemacht hat. Sag ihm einfach, du hast es so geil gefunden und willst es dir ansehen.", verlangte ich von ihm, woraufhin er nickte: „Bekomme ich jetzt ärger?" „Von mir jedenfalls nicht. Kann sein das Wooyoung ein wenig ausflippt, wenn du bei ihm die Videos vernichtest." „Warten Sie, ich soll die Videos Ihnen bringen und bei Wooyoung löschen?", fragte er ungläubig nach, kein Wunder, er war nicht dumm. „Ja, ich werde mich mit Mr Park deswegen beraten, möchte aber nicht, dass Wooyoung irgendwen damit erpressen könnte. Das hatte er mit San getan, deswegen hat er sich immer wieder von euch vergewaltigen lassen." „V-vergewaltigen? I-ich dachte die beiden seien ein Paar...", unterbrach er mich wieder, was mich langsam echt nervte, aber immerhin wusste ich jetzt, was Sache war: „Sie waren eines, bis San gemerkt hat, dass er ausgenutzt wurde. Er hatte uns das anvertraut mit den Fotos und wir haben ihm geholfen. Beziehungsweise, wir haben Yeosang ins Gewissen geredet und dieser hat sie gelöscht. Er hatte dafür zwar ein blaues Auge bekommen, aber du bist doch um einiges stärker, also müsstest du dir da gar keine Gedanken machen. Außer du willst, dass, wenn irgendwann jemand falsches dieses Video sieht, du für Vergewaltigung verurteilt wirst. Ist deine Entscheidung." Mit diesen Worten stand ich auf, wollte grade den Raum verlassen, als Jongho mich aufhielt: „Ok, ich mach's. Aber dafür bekomme ich sicher kein ärger?" „Wie gesagt, nicht von mir und ich sag es keinem. Zieh die Videos auf den Stick und lösche die Videos bei Wooyoung.", ich schmiss ihm einen USB-Stick zu, bevor ich endlich den Raum verließ.
Ein paar Tage später hatte Jongho mir den Stick gebracht und mir versichert alles gelöscht zu haben. Es war schmerzhaft zu sehen und zu hören, wie sehr sich San wehrte und schrie. Ich sprach ihn nicht darauf an, zeigte nicht einmal Mingi die Videos. Am Ende hätte er nur noch etwas dümmeres getan als ich selbst. Wooyoung war so unglaublich wütend, dass er meinte sich mit Jongho prügeln zu müssen. Natürlich hatte er verloren, hatte ziemlich viele blaue Flecke abbekommen. Ich hatte es gesehen, bin aber nicht eingeschritten. Wooyoung hatte es einfach verdient. Danach fühlte ich mich besser, als Jongho aufhörte San schlecht zu reden und sich gegen Wooyoung stellte. Wooyoung stand allein da und dass fühlte sich gut an. Ich ließ meine schlechte Laune nicht mehr an San aus. War nicht mehr so grob beim Sex. Auch Mingis Wut ließ damit etwas nach und wir glaubten fast, dass wir nun zufrieden leben könnten, sobald niemand mehr San suchen würde, aber leider war dem nicht lange so.
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My life has changed
DiversosMein Leben hat sich geändert. Ich lernte, was es hieß zu leben, fand heraus wie es sich anfühlte innerlich zu sterben. Es war schmerzhaft. Aber es gab auch jemanden für den ich bereit war zu sterben. Ich war bereit alles für die beiden zu tun. Wirkl...
