Mingi Part IV

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Mingi Part IV

Mingi PoV

Die Zeit verging und ich gewann Sans vertrauen, Yunho war jedoch nicht so überzeugt davon: „Warte noch." „Wie lange soll ich denn noch warten?", gab ich murrend von mir, als San das Klassenzimmer verließ, um Nachhause zu gehen. „Was ist, wenn du dich doch täuscht und er es wem erzählt? Oder wenn jemand anderes es sieht? Was ist, wenn jemand hört wie er sich wehrt?", nannte er mir seine bedanken, was mich nur die Augenverdrehen ließ: „Yunho, wenn es nach dir geht, wird das nie etwas!" „Ich bin nur vorsichtig.", rechtfertigte er sich, woraufhin mir eine Idee kam: „Und was ist, wenn wir die Nachhilfe ab sofort bei mir zu Hause machen?" „Warte trotzdem noch etwas. Es sind bald Ferien...", meinte er, ehe er aufstand, im Begriff war den Raum zu verlassen. „Du bist aber in den Ferien mit deiner Familie Weg. Yunho, ich kann nicht mehr warten! Du weißt gar nicht wie es ist sein Verlangen zu unterdrücken!", fuhr ich ihn an. Ich war frustriert und würde den kleinen am liebsten gegen die nächst beste Wand vögeln! Aber irgendetwas hielt mich davon ab. Ich hörte tatsächlich auf Yunho. Ich erschlich mir Sans vertrauen, wartete auf den richtigen Moment. „Ob du es glaubst oder nicht, doch ich weiß genau wie das ist. Ich hab' auch dieses beschissene Verlangen. Ich will ihn haben, aber ich will nichts überstürzen.", meinte er, ehe er den Raum verließ. Genervt folgte ich ihm, ehe auch ich nach Hause fuhr. Ich brauchte San nicht mehr zu beobachten, schließlich hatte ich ein oder zwei Kameras in seinem Zimmer angebracht. Vielleicht waren es auch 20 und ein paar Mikrophone. So konnte ich mich gemütlich zu Hause auf mein Sofa setzten und San beobachten. Er verbrachte viel Zeit in seinem Zimmer, lernte sehr viel. Hin und wieder sang er leise vor sich her, was mir irgendwie eine innere Ruhe bescherte.

Um Yunho nicht zu verärgern tat ich, was er wollte. Die Nachhilfe fand jetzt bei mir zu Hause statt, weshalb ich San nach der Schule immer mitnahm. Es fiel mir schwer nicht über den Jungen herzufallen. Selbst wenn er konzentriert auf seine Aufgaben schaute wollte ich ihn am liebsten gegen die nächste Wand ficken. Das ich ihm das Du angeboten hatte war einfach nur dafür da, um sein vertrauen in mich zu stärken, was auch sehr gut funktionierte. Selbst Yunho sah dieses ein und ließ sich von ihm duzen. Er würde eh bald was anderes schreien. Natürlich ließ ich auch die kleinen Berührungen nicht sein. Seine Haut sah so weich aus und wie er immer zusammenzuckte, sobald ich ihn berührte gefiel mir einfach. Ich durfte es nur nicht übertreiben, aber trotzdem musste ich vorankommen, deswegen fing ich an San Komplimente zu machen, da er sich eh selbst nicht wirklich wertschätze, was unter anderem an Wooyoung und Yeosang lag. San war nicht dumm und schon gar nicht hässlich, aber er selbst redete es sich ein. San ging nicht mal ungeschminkt aus dem Haus, da er sich sonst selbst zu hässlich fand. Erst wurde er immer rot, doch mit der Zeit gewöhnte er sich daran und freute sich, wenn ich ihm lobte oder ihm schmeichelte. Der Rest kam wie von selbst. San bat seine Eltern darum öfter bei mir lernen zu dürfen, wollte dies auch in den Ferien. Yunho sah dadurch ein, dass San soweit war, doch er bestand darauf, dass wir warten würden, bis er wieder aus dem Urlaub zurück sei. Aber trotzdem begann ich damit mehr Körperlichen Kontakt aufzubauen und brachte San dazu mir mehr Dinge von sich zu erzählen. Ich wusste zwar, dass er kaum Freunde hatte aber, dass er nur Wooyoung und Yeosang zu seinen Freunden zählte Überraschte mich. Es war seltsam den jungen in den Ferien nur bei mir im Haus sitzen zu sehen, auch wenn wir nicht mehr lernten, sondern uns über alltägliche belanglose Dinge unterhielten. Ich in seinem Alter war mit Yunho nachts durch die Stadt gezogen, hatte hier und da mit ihm vielleicht die ein oder andere Dummheit gemacht. Doch San? Dieser war viel zu vernünftig, um irgendetwas Verbotenes zu tun. Mal ganz abgesehen von dem Alkohol, den er seinem Vater gestohlen hatte. Deshalb schlug ich ihm vor mit mir zusammen zu trinken, vor allem da er eine Abneigung gegen Alkohol entwickelt hatte, dank Wooyoung. Ich verstand einfach nicht, warum San immer noch mit ihm zusammen war. In den letzten Wochen hatte ich San oft wegen er Schmerzen weinen sehen, doch er verließ ihn einfach nicht. Er redete wieder davon wie sehr er Wooyoung doch liebte und die schmerzen gar nicht mehr so schlimm seien.

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