Part VIII
San PoV
„Was wollten Mr Song und Mr Jung?", stieß Wooyoung mich gegen die Wand der Bushaltestelle, weswegen ich kurz schmerzerfüllt auf keuchte: „Ich bekomme Nachhilfe..." „Gott wie dumm musst du sein, dass du Nachhilfe von 'nem Lehrer brauchst.", lachte Yeosang mich aus, stieß mir dabei mit dem Zeigefinger gegen den Kopf. „Mr Song meinte, ich wäre schlechter geworden...", rechtfertigte ich mich mehr schlecht als recht, wurde dabei endlich von Wooyoung losgelassen, bedrohlich knurrte er: „Du hast hoffentlich niemanden etwas gesagt!" Eingeschüchtert schüttelte ich den Kopf. „Gut! Sonst glaub mir, wirst du das nächste Mal nicht mehr laufen können!", drohte er mir, weswegen ich den Kopf einzog und stammelte: „M-mein Vater hat mir so etwas wie H-hausarrest gegeben... Ich darf, bis sich meine Noten wieder bessern niemanden besuchen und niemand darf zu mir." Schmerzerfüllt zischte ich auf, als Wooyoung mich an den Haaren zu sich zog, mir wütend ins Gesicht sah: „Dann lern gefälligst! Wann hast du Nachhilfe?!" „M-montags, dienstags und mittwochs nach der Schule." „Tze, du bist einfach zu dumm.", damit stieß er mich weg, ging mit Yeosang Richtung Schule, ich folgte ihnen langsam.
„Wie geht es dir, San?", begrüßte mich Mr Jung, als dieser mir den Klassenraum für die Nachhilfe aufschloss. Als Antwort nickte ich einfach nur. Was war passiert, dass sich mein Leben so geändert hatte? „Ist was wegen Wooyoung?", fragte er weiter. „Er ist nicht glücklich darüber, dass ich Hausarrest habe...", gestand ich, setzte mich dabei an einen Tisch, Mr Jung folgte mir: „Das tut mir leid... Wir wollten nicht, dass du ärger bekommst." Wieder nickte ich nur, wusste auch nicht, was ich sonst antworten sollte. „Nun gut, ich muss jetzt gleich leider schon weg. Ich hab noch ein Berg voll Klausuren zu korrigieren. Mr Song wird dir vorerst allein Nachhilfe geben und dich auf die Biologie Klausur für Freitag vorbeireden.", entschuldigte er sich, lächelte mich dabei aufmunternd an, ehe er den Raum wieder verließ. Ich legte derweil meinen Kopf auf die Tischplatte und schloss die Augen. Mir tat noch immer alles weh, der Sportunterricht eben war auch keine Hilfe gewesen. Ich musste mich als letztes Umziehen, dies hatte Wooyoung von mir verlangt. Dann hat er mich mit Absicht nicht in sein Team gewählt und hat mich immer wieder zur Seite gestoßen, den Ball in den Rücken geworfen, oder ist noch einmal mit Absicht auf mich draufgetreten, wenn ich schon am Boden lag. Anschließend räumte ich freiwillig die Halle auf, da ich mich wieder als letztes Umziehen sollte, damit niemand meine blauen Flecke sah. Mr Song hatte mich daraufhin angesprochen, doch ich wank ab. Das Risiko war zu groß, dass Wooyoung es mitkriegen könnte. So in meinen Gedanken vertieft merkte ich nicht, wie ich langsam eindöste. Ich merkte auch nicht, dass Mr Song den Raum betrat, erst als ich an meiner Schulter eine Hand spürte, die mich leicht rüttelte, merkte ich es. Verschlafen sah ich Mr Song an, ehe mir einfiel, wo ich war und warum, sofort entschuldigte ich mich. „Hey, alles gut. Ich kann mir denken, dass du nach der Sportstunde sehr müde bist. Mr Jung hat mir erzählt, dass du Hausarrest wegen uns bekommen hast. Das tut mir leid.", lächelte auch er mich entschuldigend an, doch ich zuckte nur mit den Schultern: „Immerhin kann Wooyoung mich nicht besuchen..." Ich holte meine Biologiesachen raus, sah anschließend abwartend Mr Song an, woraufhin dieser sich neben mich setzte und meine Unterlagen durchblätterte: „Du bist bestens für die Klausur vorbereitet. Du könntest, wenn du das alles weißt, eine glatte eins schreiben." Leicht nickte ich. Mr Song saß so dicht neben mir, dass sich unsere Knie berührten. Es fühlte sich komisch an, wollte mich eigentlich anders hinsetzen, doch ich wusste nicht wie. Mr Song saß breitbeinig mit seinen langen Beinen neben mir, ich saß so ähnlich wie er, doch nicht ganz so breitbeinig. Es gab so viele verschiedene Möglichkeiten sich anders hinzusetzen, doch ich konnte einfach nicht.
„Ich habe mir gedacht, dass wir vielleicht auch etwas an deinem Selbstvertrauen arbeiten können. Du bist bestens auf die Klausur vorbereitet und ich bin mir sicher, dass du letzten Freitag die Arbeit gut hinbekommen hättest, zu anderen Umständen versteht sich.", beschloss Mr Song, nachdem er einige Minuten meine Unterlangen durchgeblättert hatte. Leicht nickte ich, starrte dabei aber weiterhin auf die Tischplatte. Ich fühlte mich komisch. Unsere Knie berührten sich noch immer. Leicht lachte Mr Song, wuschelte mir dabei durch die Haare: „Du bist echt süß." Mit hoch roten Wangen sah ich ihn an, was ihn nur noch mehr zum Lachen brachte und mich schließlich zum Schmollen. Dies war das erste Mal, dass ich ihn nicht als meinen Lehrer sah.
So verging die erste Woche, in der ich Nachhilfe bei Mr Song hatte. Durch ihn konnte ich die Biologie Klausur nachschreiben, hatte auch ein gute zwei geschrieben. Mein Hausarrest wurde dadurch auch aufgehoben, wodurch mich Wooyoung wieder besuchen kam. So lange ich das tat was er wollte schmerzte es nicht all zu sehr. Meine Mutter hatte ich jedoch darum gebeten, dass sie ihm sagen sollte, dass ich in der Woche nicht so viel Zeit hatte. Ich hatte ihr versichert, dass ich lieber lernen wollte und nicht von ihm abgelenkt werden wollte. Mir zur liebe hatte sie ihm gesagt, dass mein Vater es nicht mehr möchte, er aber an den Wochenenden gerne zu uns kommen dürfte, oder ich zu ihm. Leider gingen meine Eltern meistens aus, wenn Wooyoung bei mir übernachtete. Das erste Mal nach meinem Hausarrest bestrafte mich Wooyoung dafür, dass ich so unfähig und dumm war. Doch die male danach wurden erträglicher, solange ich das tat was er wollte. Ich schämte mich dafür, aber ich wollte diese schmerzen nicht mehr, deswegen sah ich mir Pornos an, bevorzugt SM und BDSM, da dies das war, was Wooyoung mit mir tat. Ich hatte auch in solchen Foren darüber gelesen, wie ich mich am besten verhalten sollte und hatte auch etwas über Save Wörter gelesen. Doch ich wusste, Wooyoung würde dies nicht akzeptieren. Er schlug mich nicht mehr so viel, beschimpfte mich weniger. Aber dennoch wollte ich, dass es aufhörte. Ich dachte ihm würde es gefallen, wenn ich ihm gehorche, doch jeden kleinen Fehler bestrafte er doppelt so hart. Eine Belohnung gab es schon gar nicht mehr. Die Nachhilfe mit Mr Song und Mr Jung waren etwas, auf dass ich mich freute und auch, dass wir die drei Tage beibehielten und nicht aufhörten, als ich wieder gute Noten schrieb. Die Nachhilfe machte mich irgendwie glücklich.
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My life has changed
RandomMein Leben hat sich geändert. Ich lernte, was es hieß zu leben, fand heraus wie es sich anfühlte innerlich zu sterben. Es war schmerzhaft. Aber es gab auch jemanden für den ich bereit war zu sterben. Ich war bereit alles für die beiden zu tun. Wirkl...
