"22. Kapitel"

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Die Nacht verlief ohne irgendwelche Vorkommnisse, was bedeutet, das dies die erste Nacht war, in der ich keine Albträume hatte.

Severus schlief noch, weshalb ich meinen Kopf so auf seine Brust legte, das ich ihn Beobachten konnte. Wie hatte dieser Mann es nur so schnell geschafft mein Herz zu stehlen? Denn für mich war klar, das diese Gefühle weit über eine einfache Schwärmerei hinausgehen. Doch was Empfand er für mich?

Was war das, was zwischen uns ist, für ihn? War ich für ihn nur ein hübscher Zeitvertreib?

Worüber denkst du nach? hörte ich da plötzlich seine verschlafene Stimme, welche noch attraktiver klang, als seine normale Stimme es bereits tat. Kann ich ihn wirklich fragen? Was ist, wenn er diese Nähe dann nicht mehr zulässt?

Ach über nichts wichtiges. versuchte ich mich heraus zu reden, was mir bei ihm selbstverständlich nicht gelang. Und weil dieses nichts so unfassbar unwichtig für dich ist, hast du auch nicht mitbekommen, das ich dich bereits seit fünf Minuten beobachte. kam auch prompt seine Antwort: Also, was ist es, das deinen hübschen Kopf so vereinnahmt? fragte er noch einmal nach.

Kurz seufzte ich nochmal, bevor ich anfing zu sprechen: Ich habe mich gefragt, was das hier zwischen uns für dich ist. Und auch was du für mich empfindest.

Ich merkte, wie er sich sofort versteifte, aber selbst wenn ich das nicht gemerkt hätte, spätestens an der Maske, welcher er wieder aufgesetzt hatte, konnte ich erkennen, wie unangenehm ihm das war. Deshalb wollte ich auch sofort zurück rudern und ihm sagen, das er nicht darauf Antworten müsse, doch er war schneller und hatte bereits angefangen zu Sprechen: Hermine Wie ich dir bereits gestern gesagt hatte, weiß ich selbst noch nicht, was genau das zwischen uns für mich ist. Was ich für dich empfinde? Ich mag dich, ansonsten hätte ich nie mit dir geschlafen, aber ob es liebe ist, wage ich noch nicht zu sagen. Er mag mich also nur, meine Gefühle werden nicht erwidert. Wie konnte ich denn auch nur so blöd sein und glauben, das ein Mann wie Severus einer war, sich in ein Mädchen wie mich verlieben könnte? Mir kamen wieder einmal die Tränen, welche zeigten, wie unreif ich immer noch war. Hey, strich er mit seinem Daumen die erste Träne fort und sprach weiter: Bitte weine nicht. Nur weil ich dich NOCH nicht liebe, heißt das doch noch lange nicht, das es für immer so bleibt. Denn bevor du zu mir ins Haus kamst, konnte ich dich noch nicht einmal wirklich leiden. Er versuchte mich aufzumuntern, was ihm allerdings nicht ganz so recht gelang. Ich stand deshalb einfach auf und ging ins Bad, bemerkte aber nicht, wie er mir folgte. Erst als hinter mir die Tür ins Schloss fiel und seine Arme sich um mich legten, wusste ich, das er nicht in meinem Bett geblieben war.

Ohne ein Wort zu sagen, löste er sich wieder von mir und lies Wasser in die Wanne ein. Auch als er anfing sich auszuziehen, sagte er kein Wort, sondern sah mir einfach nur in die Augen. Ich fing an, seinen Oberkörper mit meinen Blicken zu erforschen. Was ich sah, schockte mich doch kurz, denn auch wenn wir bereits miteinander geschlafen hatten, hatte ich nicht die Möglichkeit, ihn genau zu betrachten. Seine gesamte Brust war voller Narben. Hatte er die etwa von den Treffen? Was musste er nur durchgemacht haben, in seinem bisherigen Leben. Als er sich drehte, sah ich das nicht nur seine Vorderseite voller Narben ist, sondern sein Rücken ebenfalls. Mit meinen Finger fuhr ich die Narben über seiner Brust nach. Sie waren bereits verblasst, was bedeuten musste, das sie viel älter waren als meine Narben. Als ich meine Augen wieder auf seine richtete, sah ich, das er die ganze Zeit genau darauf geachtet hatte, wie ich reagiere. Mit seinen Händen nahm er mein Gesicht und küsste mich erst sanft und dann immer fordernder. Diesmal bat ich mit meiner Zunge um Einlass, welchen er mir auch sofort gewährte. Meine Hände fuhren an seiner Brust nach unten Richtung Bauch. Dort spürte ich einen paar Haare, welche aber unter dem Hosenbund verschwinden. Mit der linken Hand griff ich ihm in den Nacken und spielte dort mit dem Ansatz seiner Haare, während ich mit der rechten Hand über die Beule in seiner Hose glitt. Dabei zog er scharf die Luft ein und unterbrach kurz den Kuss, nur um mir mein Oberteil auszuziehen. Danach presste er seinen Mund wieder auf meinen und küsste mich mit noch mehr Leidenschaft. Den obersten Knopf seiner Hose hatte ich schnell geöffnet, sodass diese nun mit einem leisen Rascheln zu Boden ging. Ich löste mich von ihm und schaute ihn nun in seiner vollen Pracht an. Severus war, dafür das er ein Jahr im Koma lag, gut trainiert. Er hatte zwar kein Six Pack, aber dennoch war sein Bauch flach und seine Brust war definiert. Breite Schultern rundeten das Bild des Oberkörpers ab.

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