~ Hermines Sicht~
Ich kann ihnen keinen Grund nennen, der Sie überzeugen würde. sagte ich nur und senkte den Kopf, denn schon wieder hatte ich Tränen in den Augen, welche ich ihm nicht zeigen will.
Das habe ich mir fast Gedacht, Miss Granger. antwortete er mir und wusste nicht einmal, wie sehr er mir mit der förmlichen Anrede weh tat.
Dann werde ich ihr Haus aber heute schon verlassen, Sir. Ich werde ihnen nicht weiter zur Last fallen oder weiterhin ihre Zeit in Anspruch nehmen. gab ich zurück und stand auf, um meine Sachen zu packen.
Viele Dinge hatte ich nicht in dem Gästezimmer, Hauptsächlich Kleidung war hier, aber auch ein paar Bilder von Harry, Ron und mir oder auch von meinen Eltern und mir. So war ich auch sehr schnell fertig mit packen, musste allerdings Noobey rufen, denn die Tasche war für mich doch noch zu schwer.
Mit einem Fingerschnippen von Noobey war mein Koffer wieder in meinem Zimmer im Fuchsbau.
Unten an der Treppe stand Snape an die Wand gelehnt und schien dort auf mich gewartet? zu haben.
Miss Granger, sie müssen nicht sofort gehen, ich sagte doch, das sie auch bis Morgen oder gar Übermorgen hier bleiben können. sagte er und stellte sich mir dabei in den Weg. Wieder waren seine Lippen zu einer dünnen Linie gepresst und die Falte zwischen seinen Augen hatte einen neuen Tiefpunkt erreicht. Er bemühte sich also sehr um ruhe, dabei müsste er doch froh sein mich endlich wieder los zu sein.
Ich merke aber, das ich ihnen nur zur Last falle und das möchte ich nicht. Zudem sollen sie sich auch nicht für mich Verantwortlich fühlen, denn mit meinen 19 Jahren kann ich bereits alleine auf mich achten. erklärte ich ihm mein jetziges Handeln. Das sie auf sich selbst Achten können haben wir ja gesehen. sagte er spöttisch, sodass ich mich nun auch bemühen musste ruhig zu bleiben.
Argh Wieso lässt er mich nicht einfach gehen? Weshalb muss er noch Salz in die Wunde streuen?
Lassen sie mich jetzt bitte vorbei, Sir sagte ich ihm, wobei es immer schwerer wurde den Blickkontakt zu halten.
Nein. war seine einzige Antwort darauf, wobei er das eine Wort sehr stark betonte.
Sie! spie ich fast schon vor Wut, trat noch einen Schritt auf ihn zu und bohrte ihm regelrecht meinen Finger in die Brust.
~ Severuss Sicht~
Was? fragte ich auf ihren unterbrochenen Satz hin und blickte ihr weiterhin in die Augen, als Plötzlich die Welt um uns herum zum stehen kam.
Ich hatte das Gefühl, als könne Hermine auf einmal mir bis in die Seele schauen. Die Luft zwischen uns fing an zu knistern, dabei hatte ich den Kamin gestern doch ausgemacht, oder doch nicht?
Weiter denken konnte ich aber nicht, denn ich merkte, das auch sie still geworden ist und unsere Köpfe sich immer näher kommen.
Wir waren uns so nah, das ich bereits ihren Atem auf meinen Lippen spürte.
Nur noch wenige Millimeter trennen uns, als ich es nicht mehr aushielt und das letzte Stück Distanz zwischen uns überbrückte und meine Lippen auf ihre legte.
Zuerst war es nur eine zarte Berührung und als ich sie unterbrechen wollte, fing sie an den Kuss zu erwidern, sodass ich den Druck auf ihre Lippen etwas verstärkte.
Sie schmeckte so herrlich, am liebsten wollte ich den Kuss nie wieder unterbrechen. Es war, als würde man etwas verbotenes tun, dabei war dies hier alles andere als Verboten, denn sie war volljährig und nicht mehr meine Schülerin. Dennoch drehte sich mein Magen, aber auf eine Angenehme Art und Weise.
DU LIEST GERADE
Geheiniswahrer
RomanceEin Jahr nach dem Fall von Voldemort bittet Harry Severus, ihm zu Helfen. Wobei er ihm helfen soll und ob Snape es auch macht, müsst ihr selbst lesen. SS/HG
