"28. Kapitel"

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Eine Schwester zeigte mir den Raum, in dem Hermine liegt. Sie fragte, ob sie mit rein soll oder ob ich mit ihr alleine sein möchte.

Ich wollte niemanden dabei haben, wenn ich zu ihr ging, weshalb ich der Schwester sagte, das ich alleine sein möchte.

Sie nickte nur und ging wieder zurück.

Noch einmal atmete ich tief ein und aus, bevor ich die Tür zu dem Raum öffnete.

Dort lag sie. Ihre Haut war blass, sie hob sich kaum von dem Laken ab, auf dem sie lag. Die Blutergüsse wurden von den Heilern mit Salben und Tränken geheilt. Sie sagten mir, das Hermine eine schwere Gehirnerschütterung erlitten hat, dazu noch mehrere gebrochene Rippen, wovon sich eine in ihre Lunge gebohrt hatte.

Es war knapp gewesen, sagte der Heiler. Beinahe hätten sie für Hermine nichts mehr tun können. Aber meine kleine Löwin war eine Kämpferin, nichts haut sie so einfach um.

Doch das was der Heiler Potter und mir sagte, könnte sie sehr wohl in die Knie zwingen. Für mich war es ein Schock gewesen, sodass ich sogar Lilys Sohn vergaß. Hermine war Schwanger, in der zweiten Woche.

Durch die Tritte von Lucius hatte sie das Baby verloren. Mein Baby. Nie hatte ich darüber nachgedacht, jemals eine Familie zu haben, aber als der Heiler diese Nachricht überbrachte, war es so als hätte man mir den Boden unter den Füßen weggerissen. Hermine war Schwanger? Aber wie? keuchte Potter neben mir. Ich konnte nichts sagen, zu geschockt war ich. In der zweiten Woche? Aber sie war doch die letzten drei Wochen bei ihnen sprach er weiter und dann schien der Groschen gefallen zu sein. Er starrte mich einfach nur an und sah dabei aus wie ein Fisch auf dem trockenen.

Gestern Morgen hätte mich dieser Anblick noch amüsiert, doch jetzt hatte ich einfach keinen Nerv dafür.

Ich zog einen der Stühle an ihr Bett und nahm ihre Hand in meine. Ihr Brustkorb hob und senkte sich gleichmäßig. Sie hatte von den Heilern einen starken Schlaftrank bekommen, da ihr Körper jetzt Ruhe brauchte. Potter hatte mir gesagt, das bei den Muggeln der glaube besteht, das wenn Menschen nicht bei Bewusstsein sind und man mit ihnen spricht, sie das gesagte trotzdem hören können. Eigentlich wusste ich, das dieser Glaube Schwachsinn war, dennoch konnte ich nicht einfach nur hier so rum sitzen, weshalb ich leise anfing mit ihr zu sprechen: Hermine bitte kämpfe, denn ich brauche dich. Ich weis, das ich damit viel zu spät ankomme, aber ich Idiot habe es erst jetzt gemerkt, was ich für dich empfinde. Also musst du dich schnell erholen, damit ich dir das auch sagen kann. Auch wenn du unser Kind verloren hast, werde ich immer für dich da sein, wenn du mich lässt. Die beiden Mädchen sind auch erst mal in Sicherheit. Noobey kümmert sich, zusammen mit Miss Weasley, um die beiden. Bitte Hermine Was soll ich denn ohne dich nur machen? Wie ein Idiot kam ich mir vor, bei dem was ich von mir gab. Allerdings war es genau das, was mein Herz fühlte.

Wie lange ich bereits ihre Hand hielt kann ich nicht sagen, doch das klopfen klang übernatürlich Laut in dieser Stille. Leise bat ich den Störenfried hinein und erschrak dabei über den klang meiner Stimme, welche deutlich belegt klang.

Potter steckte den Kopf durch die Tür, trat dann allerdings doch ganz in den Raum hinein. Hinter ihm betraten noch Ronald und Ginny Weasley den Raum.

Miss Weasley? Was machen sie hier? Weshalb sind sie nicht bei den beiden Mädchen? fragte ich sie sofort, als ich sie erblickte.

Keine Sorge, Mr. Snape. Noobey ist bei ihnen und passt auf sie auf. Ich glaube in dieser Aufgabe geht er vollkommen auf. antwortete sie und fing am Ende ihrer Erklärung an, leicht zu Lächeln.

Kurz nickte ich, als Bestätigung, das ich es Verstanden habe.

Wie geht es ihr? fragte Ronald vorsichtig.

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