"10. Kapitel"

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Das Mittagessen verlief ohne weitere Zwischenfälle, sodass ich das Gästezimmer schnell wieder verlassen konnte.

Noobey wartete bereits in der Küche, sodass er den Teller, welchen ich in meiner Hand hielt, reinigen konnte. Ich werde den Nachmittag in meinem Labor verbringen und dort einige Tränke brauen, ich möchte, das du dich um Miss Granger kümmerst und wenn etwas sein sollte, du mich sofort dazu holst. gab ich ihm noch die kurze Anweisung und ging wieder nach oben in mein Labor.

In meinem Labor verbringe ich am liebsten Zeit, wenn ich nachdenken will, so wie jetzt auch. Immerhin musste ich mir etwas überlegen, wie ich es hinbekomme, Miss Granger aus dieser Art der Depression zu bekommen.

Gedanklich machte ich mir eine Liste, auf was sie denn eigentlich reagiert, stellte aber schnell fest, das diese Liste sehr kurz war, denn so wie es scheint, reagiert sie nur auf eines Auf mich!

Nur was sollte ich den ganzen Tag mit ihr Anstellen? Wenn sie doch nur sprechen würde, das würde zumindest einiges erleichtern.

Lustig, früher hast du dir gewünscht, das sie einmal die Klappe hält und jetzt wo sich dein Wunsch erfüllt hat, bist du auch wieder nicht zufrieden.

Meine innere Stimme hat mal wieder Recht, wobei sie langsam sehr nervig wird.

Aber ja, früher wollte ich immer das die Besserwisserin die Klappe hält, aber doch nur, damit die anderen Schüler auch mal eine Chance bekommen etwas zu meinem Unterricht beitragen zu können.

Doch so wie jetzt wollte ich es nie! Gut, ich wollte auch nie, das eine Schülerin in meinem Haus lebt. Wobei man von Leben nicht sprechen kann, denn es ist eher ein vor sich hin vegetieren.

Vielleicht solltest du dir mal Gedanken darüber machen, was Miss Granger denn mag, außer düstere Tränkemeister.

Verdammt, Halt deine Klappe! schrie ich in mein Labor hinein.

Master? Ist alles in Ordnung bei ihnen? erklang leise die Stimme von Noobey hinter mir. Kurz schloss ich die Augen, bevor ich mich umdrehte: Ja, bei mir ist alle in Ordnung. Was gibt es? antwortete ich ihm und fragte gleichzeitig nach dem Grund, weshalb er in meinem Labor ist.

Sir, die Miss muss glaube ich zur Toilette, immerhin war sie bisher nicht einmal, seit sie hier in ihrem Haus ist. erklärte Noobey mir.

Natürlich, wie konnte ich das nur vergessen? Innerlich schlug ich mir gerade mit der flachen Hand gegen die Stirn.

Ja natürlich, ich bin sofort bei euch, ich lege nur noch schnell einen Stasiszauber auf die Tränke. sagte ich und schwang gleichzeitig meinen Stab.

Im Gästezimmer angekommen, saß Miss Granger immer noch auf dem Bett und als ich den Raum betrat, legte sich ihr Blick wie automatisch auf mich und lies mich auch nicht mehr los. Miss Granger, wie geht es ihnen heute Abend? So wie sie mich anschauen, geht es ihnen wohl nicht so gut... Fragte ich sie und versuchte die Stimmung etwas aufzuheitern, was mir offenbar nicht so gut gelungen ist.

Noobey, mein Haus elf, sagte mir, das sie eventuell mal zur Toilette müssten und deshalb werden sie jetzt auch aufstehen. erklärte ich, weshalb ich bei ihr bin.

Miss Granger rutschte an die Bettkante und versuchte aufzustehen, doch durch die mangelnde Ernährung war ihr Körper geschwächter, als ich dachte, sodass ihre Beine sofort nachgaben. Noch ehe ich darüber nachdenken konnte, überbrückte ich die kurze Distanz und fing sie auf, noch bevor sie den Boden ganz berührte. Nicht so stürmisch, Miss Granger. Wir haben doch noch jede Menge Zeit, wobei es mir doch etwas schmeichelt, wenn sie sich mir zu Füßen legen wollen. sprach meine Zunge schneller als ich denken konnte.

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