"18. Kapitel"

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~ Hermines Sicht~

Wieder wachte ich an Severus Seite auf, allerdings waren wir nicht in meinem Zimmer, sondern im Wohnzimmer. Auf dem Tisch lag das Buch, aus welchem er mir Vorgelesen hatte. Dabei hatte er mit einer so beruhigenden Stimme gelesen, wie ich sie noch nie bei ihm gehört hatte. Im Unterricht hatte er immer diese strenge in der Stimme gehabt, wenn er mal bei guter Laune war, lies er noch etwas Spott oder Sarkasmus in seine Stimme mit einfließen.

Dieser Gedanke lies mich doch tatsächlich etwas schmunzeln. Severus hatte seinen Kopf nach hinten auf die Lehne gelegt und seinen linken Arm wieder um mich gelegt, so als wolle er mich auch im Schlaf beschützen.

Was ich mich allerdings frage ist, wie er es geschafft hat die Decke zu holen ohne das ich aufgewacht war.

Mein Blick fiel auf seinen leicht geöffneten Mund. Wenn ich an den Kuss dachte, hatte ich immer noch das Gefühl, seine Lippen auf meinen zu spüren.

Ich legte meinen Kopf wieder auf seine Brust und lauschte seinem gleichmäßigem Herzschlag. Er hatte ein starkes Herz, denn wie hätte er denn sonst die ganze Belastung ohne Hilfe überstehen sollen? Ich war nicht so stark wie er, denn ansonsten würde ich nicht immer wieder diese ganzen Albträume von DIESER Nacht bekommen.

Kurz bevor Morpheus mich wieder mit ins Land der Träume nehmen konnte, merkte ich wie Severus immer unruhiger wurde und anfing etwas vor sich hin zu murmeln: Albus Nein nicht flehe

Ich verstand nicht alles, aber was ich verstand, war das er einen Albtraum hatte und ich ihn irgendwie wecken muss. Denn das tat er auch immer, wenn ich einen habe. Ich kniete mich neben ihn auf das Sofa und fing an ihn an den Schultern leicht zu schütteln und sprach vorsichtig auf ihn ein: Mr. Snape wachen sie bitte auf. Sir, es ist nur ein Albtraum, sie müssen aufwachen. Meine Stimme wurde nun immer mehr zu einem flehen, denn er wachte einfach nicht auf.

Severus bitte wach auf, das passiert nicht wirklich es ist nur ein Traum. schrie ich ihn nun schon fast an und merkte dabei nicht, das ich in die persönliche Anrede gewechselt hatte. Ohne Vorwarnung setzte er sich auf einmal auf, sodass ich nach hinten auf das Sofa kippte. Er blinzelte ein paar mal und schien sich erst einmal orientieren zu müssen. Sir? Es ist alles gut, sie haben nur geträumt, hier passiert ihnen nichts. versuchte ich ihn zu beruhigen, so wie er es auch immer bei machte, wenn ich einen Albtraum hatte.

Hermine? fragte er noch leicht verwirrt. Ja Sir, ich bin hier. gab ich nicht ganz so intelligent von mir. Weshalb liegen sie so seltsam auf dem Sofa?, fragte er und half mir mich wieder aufzurichten, Und da sie es bereits getan haben, lassen sie das Sir weg. fügte er noch an, was mich nun doch etwas verwirrte. Sir? fragte ich deshalb noch mal nach, damit er es mir genauer erklärt. Sie können mich beim Vornamen nennen, immerhin haben sie es mir bei ihnen ja auch bereits gestattet. erklärte er dann tatsächlich ohne den kleinsten Hauch von Spott oder Sarkasmus. Und entweder meine Augen täuschen mich oder er hatte wirklich den Ansatz eines kleinen Lächelns auf den Lippen.

Danke, Severus. gab ich geehrt zurück. Denn bei dieser Sache war ich mir sicher, nicht viele kamen in den Genuss ihn beim Vornamen nennen zu dürfen und nun hatte er es mir erlaubt. Da ich nicht mehr wusste wohin mit der Freude, welche ich empfand, weshalb ich ihm einfach nur um den Hals fiel. Nach kurzem zögern legte er sogar seine Arme um mich und erwidert diese Umarmung, löste sie aber wieder viel zu schnell für meinen Geschmack. Sein Duft war mir nämlich wieder in die Nase gestiegen und ich konnte nicht verhindern, das ich diesen tief in mich sog und versuchte so gut es ging zu speichern. Ich muss ihn dazu bekommen, heute Abend noch duschen zu gehen und danach bei mir im Bett zu schlafen, denn nach dem Duschen war der Duft, welcher an ihm haftete am stärksten.

~ Severuss Sicht~

Ich hatte Hermine jetzt also wirklich erlaubt, mich bei meinem Vornamen zu nennen Aus ihrem Mund klang er allerdings wirklich mehr als nur schön, fast so als wäre er etwas besonderes. Als sie mir um den Hals gefallen war, musste ich mich stark zusammen reißen, um nicht meine Nase in ihre Haare zu stecken, denn der Duft den sie ausströmte war unglaublich. Obwohl sie sich mit meinem Kräuter Shampoo gewaschen hatte, roch sie immer noch leicht nach Vanille. Wie sie dies machte war mir ein Rätsel, Bevor der Drang, an ihren Haaren zu riechen, zu stark wurde, löste ich die Verbindung wieder, in der Hoffnung sie habe davon nichts bemerkt. Da sie mich aber wie ein Niffler, der Gold gefunden hat, angrinst, konnte ich davon ausgehen, dass das nicht der Fall war.

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