Kapitel 17 - Hardest to Love

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FELIX POV

‚Fuck.' denke ich mir nur als ich Mia in einem schwarzen Anzug sehe, aus dem ein mit Spitze besetzter Body herausschaut. „Hey." nehme ich sie in meine Arme und rieche ihren blumigen Geruch. „Gut siehst du aus." schaut sie an mir herunter. „Du auch. Darf ich?" halte ich ihr die Tür zur Beifahrerseite auf und sie steigt ein. Das wir nur eine Runde um den Block fahren muss sie ja nicht wissen. Mit einem Puls der höher nicht sein könnte, gehe ich um mein Auto herum, lasse es an und fahre einmal um den Block.

„Was hast du vor?" schaut Mia mich von der Seite verwirrt fragend an, als ich meinen Wagen in seiner Parklücke parke. „Komm." gebe ich ihr zu verstehen auszusteigen. Gemeinsam fahren wir nach oben in meine Wohnung und ich hoffe das meine Schwester, mein Vater und mein Bruder schon weg sind. Vorsichtig drehe ich den Schlüssel im Schloss und werde nicht enttäuscht. ‚Riesiges Dankeschön an die drei schicken.' mache ich mir eine mentale Notiz und lasse Mia ebenfalls herein.

„Wow. Das... Wow." bleibt ihr die Sprache weg und ich muss leicht grinsen, als sie ihre Jacke aufhängt, die Schuhe auszieht und den von Kerzen gesäumten Flur entlang geht. „Du hast doch nicht etwa alles schon vorher angezündet oder?" „Wer weiß." zwinkere ich ihr zu. „Das ist echt wunderschön." geht sie bis in den offenen Wohnbereich und ich sehe, dass bereits der Tisch gedeckt ist, die Kerzen auch hier entzündet wurden und der Ofen angestellt ist. „Also was kann ich dir anbieten?" „Alles." höre ich sie murmeln bevor sie „Rotwein." sagt und ich bin glücklicherweise auf alles vorbereitet - dank meiner Schwester.

Unser gemeinsames Essen verläuft in Ruhe und ohne das wir großartig Sprechen. „Hast du gut gekocht." lehnt sich Mia in ihrem Stuhl zurück und ich kann meinen Blick nicht ganz in ihrem Gesicht lassen, zu sehr interessiert mich die immer wieder durchblitzende Spitze ihres Bodies. „Hey. Triebtäter Blicke bringen mich nicht dazu, dass ich das Jackett öffne." holt mich ihre Stimme aus meinen beginnenden Fantasien. „Sorry, aber ein Knopf vielleicht?" Sie lacht und schüttelt ihren Kopf, trinkt einen Schluck Wein und schaut mich einfach nur an. „Gibt es Nachtisch?" Ich nicke nur. „Komm mit." halte ich ihr meine Hand hin.

Und als ich selbst auf meinen Balkon trete kann ich nicht glauben, was meine Schwester gezaubert hat. Sie hat das kleine Sofa mit Decken verziert, überall leuchten Kerzen in winddichten Abdeckungen und ich spüre wie Mia ihre Arme um meine Mitte legt. „Wow." „Schön oder?" „Was für ein Pinterestkanal hast du da für Inspiration ausgekundschaftet?" lacht sie über meine Schulter. „Magst du dich setzen?" „Mh. Ist gerade sehr bequem." streicht sie am Bund meiner Jeans entlang, als wäre es ganz normal. „Mia." „Felix." haucht sie mir so zart, wie ich noch nie meinen Namen gehört habe, ins Ohr, dass ich kurz davor bin meine Selbstbeherrschung zu verlieren.

Ich weiß nicht warum und wie ich es schaffe standhaft zu bleiben, aber ich schaffe es das wir uns auf die Couch setzen. Um den Körperkontakt nicht sofort abzubrechen lege ich Mias Beine über meine und decke sie etwas zu.

„Was ist dein grönender Abschluss?" „Das wüsstest du wohl gern." „Gekocht hast du gut und bisher bin ich super beeindruckt." lässt sie ihren Blick nach drin schweifen. „Aber dir fehlt noch was." „Sagen wir mal so, viel haben wir uns nicht unterhalten und bisher..." „Nicht." lege ich meinen Zeigefinger auf ihre Lippen. Sie nickt und ich gebe ihren Mund frei.

Danach beuge ich mich nach unten und ziehe das Tablett mit den beiden Schalen hervor. „Tiramisu?" „Diesmal mit Zucker." stelle ich ihr einen Teller auf den Schoß und nehme mir den anderen. Meine Hände zittern und ich spüre das leichte angespannte und nervöse Kribbeln in meinen Fingerkuppen, wie damals in München.

„Auf jeden Fall mega." nuschelt sie mit vollem Mund und ich schmunzeln über die Schokolade an ihrem Mundwinkel.

Nachdem die Teller leer sind und wieder sicher verstaut, bleiben wir einfach sitzen.

„Willst du eigentlich für immer freiberuflich Tätig sein?" höre ich mich fragen und greife mir ohne es zu tun an den Kopf. ‚Felix Lobrecht – der Small Talk Trottel' schallt es in meinem Kopf. Trotz der dummen Frage, schaue ich auf die wunderschöne Frau neben mir und sehe wie sie tatsächlich überlegt.

„Willst du wissen ob ich noch andere Pläne habe oder finanziell abgesichert bin?" „Nein, es interessiert mich einfach." ‚Klar Felix. Richtige Sätze kannst du auch nicht mehr bilden. Trottel.' „Mein Geld ist so angelegt wie ich es für richtig halte. Ich hab auch noch paar Eisen im Feuer die nur wenig mit Fotografie zu tun haben, aber die zeig ich dir irgendwann mal." schaut sie mich an.

„Wie sieht es bei dir aus?" stellt sie berechtigt die Gegenfrage „Ich werde solang die Welle reiten bis es nicht mehr geht und dann hab ich vor ein Klamottenlabel zu entwickeln, was alleinstehend ist." „Also Mode für den der es sich nicht leisten kann, aber das Gefühl vermittelt bekommt das es hochwertig ist." Ich nicke. „Wollen wir uns jetzt weiter über unsere Finanzen unterhalten oder was hast du noch geplant?"

„Nix ich wollte nur fragen, weil es mich interessiert hat." „Aja." höre ich Mia sagen und kann das schmunzeln und den triefenden Sarkasmus förmlich fühlen.

„Willst du mich den ganzen Abend weiterhin nur sporadisch anschauen, weil du sonst was für Gedanken hast oder wird das jetzt dieser Move, dass wir zusammensitzen und schauen wie gut wir schweigen können?"

„Ich weiß es nicht." schaue ich sie an und in diesem Moment weiß ich es wirklich nicht. „Ich weiß das ich dich mag, mehr sogar, dass ich mich Hals über Kopf verliebe und Angst habe was daraus wird, aber auf der anderen Seite weiß ich nicht was dieser Felix hier heute will. Gott ich will dich seit wir uns das erste Mal in Hamburg gesehen haben, aber als ich dann erfahren habe wer du bist..." „Spielt es eine Rolle für dich?" „Für mich schon." gebe ich zu.



-------- to be continued ---------

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