#BeißdirdieZähneaus

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<<Date someone who is a home and an adventure all at once.>>

Es dauerte nicht lange, da war die ausgelassene Partystimmung auch auf mich übergegangen. Wir tranken, spielten ein paar Runden Bier Pong und zum Schluss, hatten wir Kim und Mason sogar auf die Tanzfläche bekommen, die sich provisorisch auf der gedimmt beleuchteten Steinterasse gebildet hatte.

Wenn man den beiden so zusah, wusste ich, warum Mason normalerweise eher der Thekensteher war. Seine Arme und Beine bewegten sich unkoordiniert neben dem Takt der Musik und passten damit überhaupt nicht zu Kims flüssigen Bewegungen. 
Immer wieder  griff die Blondine nach den Händen des braunhaarigen Jungen und versuchte ihn vergebens in den richtigen Takt zu bringen. 

Lachend verkündete ich, dass ich mir noch einen Drink holen würde und machte mich auf den Weg ins Haus. Drinnen hatte sich mittlerweile gut gefüllt und der Geräuschpegel übertönte beinahe schon die Musik. Die meisten Leute, dennen ich begegnete, kannte ich nicht. Nur hin und wieder begrüßte ich ein paar bekannte Gesichter aus meinem Studiengang oder aus meinem Bekanntenkreis.

Aus der Küche kam mir ein ganzer Schwall Menschen entgegen, alle ausgestattet mit einem frischen Getränk oder einem Stück Pizza. Das es was zu essen gab, war mir vollkommen entgangen, doch jetzt wo ich das erste Stück gesehen hatte, knurrte mir auch schon der Magen.

Es befanden sich noch genau sechs andere Leute in der Küche,als ich eintrat und  trotzdem bemerkte ich sie sofort. Fast automatisch landeten meine Augen auf ihr und schienen sich nicht mehr lösen zu können.
Freya stand zwar mit dem Rücken zu mir, aber ich wusste, dass sie es war. Ihre schlanken Beine steckten in einer engen weißen Jeans und dazu dieser absolute nicht partytaugliche blaue Hoodie. Es war verrückt, aber gerdae das sie nicht versuchte besonders gut auszusehen, machte sie in diesem Moment noch heißer. 

„Ist das jetzt das nächste Mal, das du mir versprochen hast?" Unbemerkt hatte ich mich neben sie gestellt und angefangen mir einen Drink zusammen zu mischen.

Mit einem Ruck riss Freya ihren Kopf herum und starrte mich aus ihren großen grünen Augen an. Sie erinnerten mich irgendwie an eine Frühlingswiese. Sie wirkten ruhig und wild zugleich, als könnte man sie stundenlang betrachten ohne müde zu werden. 

„Ich ...", unsicher ließ sie den Satz in der Luft hängen.Einige Zeit starrte sie mich an und schien fieberhaft zu überlegen, wo sie mich einordnen konnte. 

„Es tut mir leid, ich hab keine Ahnung wer du bist", murmelte sie schließlich und setzte wieder mal ihr entschuldigendes Unschuldslächeln auf.

„Ich bin Chase." Langsam, als würde ich sonst eine Flucht auslösen, streckte ich ihr meine Hand entgegen. „Der Typ aus dem Café von vor zwei Tagen. Und du hast mir versprochen, dass ich dich beim nächsten Mal kennenlernen darf. Ich würde sagen, dass hier ist unser nächstes Mal."

Jetzt schien ein Licht in ihrem kleinen hübschen Köpfchen aufzugehen und ihre Augen wurden ein wenig größer.

„Ja sicher! Sorry, da habe ich gar nicht mehr dran gedacht." Ihre Hand ergriff meine und überraschte mich, mit einem festen Händedruck. „Aber ich muss dich leider enttäuschen. Ich hatte zwar wirklich keine Zeit, aber ich habe auch nicht damit gerechnet dich wieder zu sehen. Also, ich habe gerade kein Interesse, tut mir leid."
Sie entließ meine Hand wieder und wandte sich der Flaschen auswahl vor uns zu. Ihre suchenden Hände glitten über die verschiedenen Spirituosen, bis sie schließlich eine hinaus zog und etwas von der dunkelbraunen Flüssigkeit in ihren hellblauen Becher goß. 

Ich möchte ehrlich sein, ich war wirklich für einen Moment sprachlos. Freya hatte also wirklich nicht vor, es mir in irgendeiner Art und Weise leicht zu machen.
Aber gut, jetzt hieß es mal wieder cool bleiben und sich auf die Jagd begeben, ich durfte das nicht vergeigen. Nein, ich werde es nicht vergeigen!

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