Alles in mir zog sich zusammen, während ich mich umdrehte und krampfhaft versuchte, sie aus meinen Gedanken zu bekommen. Aber es ging nicht. Ich hörte das Lachen in meinen Ohren und ich kniff meine Augen zu. Waren sie etwa auch in diesem Kurs? Wie habe ich sie die ganze Zeit über nicht bemerken können? Einige Minuten später machten wir eine kurze Pause, in der Gregorio den Raum verließ. Und erst jetzt fiel mir auf, dass Diego immer noch nicht zurückgekehrt war.
Wieder sah ich Ludmila mit den Mädchen nebeneinander stehen. Ich musste einfach wissen, wer sie waren. Ich ging zu Vilu, die am nächsten zu mir stand und fragte sie: „Hey, wer sind diese zwei Mädchen, die bei Ludmila stehen?" Violetta sah sich um und gab einen genervten Laut von sich.
„Das sind Lara und Gery und ich kann die beiden nicht ausstehen." Das war überraschend. „Wieso nicht?" „Weil die beiden mir beinahe meinen Leon weggeschnappt haben. Wahrscheinlich stehen sie immer noch auf ihn und es macht mich ganz krank." „Tut mir leid, dass ich danach gefragt habe", sagte ich sofort und war schockiert über die Tatsache, dass es außer Ludmila noch zwei weitere Hexen hier gab. Mir gefiel die Bezeichnung „Hexe" und fand, dass sie total zu den drei Mädchen passte.
„Ist schon in Ordnung. Wieso wolltest du das eigentlich wissen?" Ich erklärte ihr, dass Lara und Gery diejenigen waren, die mich an dem Prüfungstag ausgelacht haben und Vilu verstand. „Die beiden Zicken sind seit ungefähr einem Monat immer nur an Ludmilas Seite. Irgendwie haben die drei sich gefunden und sind zu einer Clique geworden."
Dann fiel mir etwas ein. „Was ist denn dann mit Naty?" „Naty läuft Ludmila immer noch hinterher. Sie ist sozusagen jetzt die 'Sklavin' der drei." „Aber wir müssen ihr helfen! Sie ist doch eigentlich sehr nett." Violetta nickte. „Wir werden uns irgendwann darum kümmern. Aber du bist gerade wichtiger. Ich will nicht, dass diese Zicken dich weiterhin belästigen", sagte sie und ich lächelte ihr dankbar zu. Bevor sie aber weiterreden konnte, kam Gregorio zurück und der Unterricht ging weiter.
Da ich von meiner Position aus die drei aber kaum sah, vergaß ich sie schnell und war mit meinen Gedanken plötzlich wieder bei Emilio, der beim Tanzen für einen Moment sehr dicht an mir dran war. Mein Herz machte einen Hüpfer und ich sah nach links zu ihm. Er kann so gut tanzen, dachte ich nur und beobachtete ihn eine Weile, sodass ich meine eigenen Schritte total durcheinander brachte. Verwirrt blieb ich stehen und versuchte mir nichts anmerken zu lassen.
Aber auf einmal stoppte die Musik und mein Kopf schoss nach oben. Hoffentlich hat niemand gemerkt wie ich gepatzt habe. Da ich aber total in der Ecke stand, war das eher unwahrscheinlich. Zum Glück war nicht ich gemeint. Sekunden später war auch schon die Stunde um und ich beeilte mich in die Umkleide. Ich wollte schnell hier raus, damit ich weitere Zwischenfälle vermied, aber ich war natürlich wieder mal viel zu langsam.
Gerade als ich rausgehen wollte, stellte sich eines der Mädchen vor mich. Sie war eigentlich sehr hübsch und hatte ein blau-kariertes Haarband auf, aber ich wusste nicht ob es Lara oder Gery war. „Hallöchen", meinte sie nur und grinste mich an. „Lass mich durch", ich versuchte mich zwischen ihr hinaus zu quetschen, aber sie war stärker als ich und versperrte mir immer wieder den Weg. „Ich glaube nicht, Patita." Ich schluckte. Natürlich würde sie mich auch so nennen.
Violetta, Francesca und Camila standen hinter mir und riefen: „Lara, lass sie einfach durch." und „Kümmer dich um deinen eigenen Kram!" Das war also Lara, dachte ich nur und starrte sie an. Meine Freundinnen verteidigten mich mit allen Kräften und ich sah, wie in Lara langsam mehr Wut aufstieg.
Bevor ich irgendwie reagieren konnte, schubste sie mich fest und ich fiel auf den Boden. Einige Mädchen schnappten auf und betrachteten mich. Ludmila fing als Erste an laut zu lachen, Lara und Gery stimmten gleich darauf ein. Nach und nach lachten alle Mädchen, außer ich und meine drei Freundinnen, die mir halfen, aufzustehen. In mir sammelten sich auch schon bereits die Tränen, die ich aber nicht mehr aufhalten konnte.
„Was für eine Heulsuse", sagte Ludmila und verdrehte ihre Augen. „Jeden Tag heult dieses hässliche Entlein, langsam wird es echt langweilig." Sie machte eine kurze Pause und fügte hinzu: „War nur ein Scherz! Ich finde es genial wenn es weint!" In meinen Ohren rauschte es und ich konnte vor lauter Tränen nichts mehr sehen. Ich wischte sie weg, zögerte keine weitere Sekunde und stürmte so schnell wie möglich aus der Umkleide.
Ich habe soo lange darauf gewartet, bis dieses Kapitel endlich online kommt und jetzt ist es soweit! *-*
Ab jetzt kommt es auch so langsam zum Höhepunkt der Geschichte :)Kurze Backgroundstory: Ich habe nichts gegen Lara oder Gery :D Aber es hat sich einfach so perfekt angeboten, deswegen sind sie einfach mal "böse" :D Eigentlich mag ich die beiden ja :D
Ich hoffe es gefällt euch und ihr votet oder kommentiert! ♥
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Breaking Free - Das hässliche Entlein ♡ Violetta
Novela JuvenilEin neues Schuljahr im Studio On Beat beginnt. Es gibt so viele Anmeldungen wie noch nie und auch das sehr schüchterne und zurückhaltende Mädchen Noelia Molinero möchte ihr Glück versuchen. Sie liebt es, zu singen und Klavier zu spielen, aber wird...