42. Natürlich habe ich dich angelogen.

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Alec und Amara drängten sich an mir vorbei, während ich die passenden Worte suchte. Hallo Susanne.
Hi Susanne
Guten Abend Susanne

Guten Abend Ms. Lefebvre?

»Äh-« brachte ich jedoch nur heraus. »Mum.« Travis unterbrach mich lächelnd und nahm seine Mutter sanft in seine Arme. »Travis.« sie lachte herzlich auf. »Und du musst wohl die bezaubernde Ophelia sein.« die dünnen Arme, der zerbrechlichen Frau legten sich um meinen Körper. »Mein Sohn hat mir schon so viele, tolle Dinge von dir erzählt.« erklärte sie kurz und löste sich dann wieder. »Ich habe auch schon vieles von ihnen gehört.« ich schluckte meinen Kloß runter und spürte die Verunsicherung, die mich einnahm. »Ach, Duz mich ruhig.« sie verwarf das Thema mit einer Handbewegung und trat durch den Flur, in das Wohnzimmer. Ich schloss währenddessen die Tür und folgte ihr. »Sei nicht so aufgeregt.« Travis lachte leise und legte einen Arm um mich. Mein Bruder saß auf einem Platz und beobachtete mich mit einer hochgezogenen Augenbraue. Er wusste es. Ich räusperte mich und setzte mich neben ihn hin, wobei mein Blick am Tisch klebte. Er wusste, dass ich wusste, dass er es wusste. Er sah es mir an, aber wann würde er darüber sprechen wollen? Jetzt? Oder nachdem essen? Vielleicht ja auch garnicht oder erst dann wenn ich es garnicht erwarte. Erwartete er, dass ich ihn ansprach? Ich strich mir nervös über mein Kleid und schaute zu Travis rauf, der Alec einen Blick schenkte, sich aber sonst auf mich konzentrierte. »Mach dir keine Sorgen.« bat er leise und gab mir einen Kuss auf meine Schläfe. »Und was möchtest du nach der Schule machen, Ophelia?« Susanne, Travis Mutter saß gegenüber von mir und lächelte mich freudig an. »Ich möchte Geschichte studieren.« meinte ich und lächelte sie verlegen an. »Oh, ein schlaues Köpfchen.« sie schaute zu Travis und wackelte mit ihren Augenbrauen, was mir ein Lachen entlockte. »Lass uns kurz reden.« Mein Bruder lehnte sich zu mir und hob seine Augenbrauen. »Okay.« ich lächelte alle entschuldigend an und gab Travis einen flüchtigen Kuss, bevor ich aus der Gartentür, in den Garten verschwand. »Du hast diesen Raubüberfall gemacht, zusammen mit Travis oder?« er schloss die Tür und sah mich eindringlich an. »Ja.« sagte ich knapp und seufzte. Wieso sollte ich noch lügen? Er wusste es doch eh schon. »Du hast mich angelogen.« er überschlug seine Arme und spannte sich an. »Natürlich habe ich dich angelogen.-« ich lachte spöttisch auf und schüttelte meinen Kopf. »Oh hey, Alec ich habe übrigens die Bank ausgeraubt, danach habe ich mich mit einem Mafia Boss angelegt und fürchte jetzt um mein Leben.« ich versuchte meine Stimme ruhig zu halten, doch die Worte sprudelten ohne halt aus meinem Mund. »Wolltest du das von mir hören? Ich habe es für Susanne getan und auch wenn es verboten ist, war es einer der besten Entscheidungen, die ich je getroffen habe.« gab ich zu und ließ mich auf den Holzsessel nieder. »Sonst würde sie jetzt nicht an unserem Tisch sitzen und fröhlich lachen-« flüsterte ich und versank in meinen Gedanken. »Dann wäre sie jetzt tot, Alec.« mein Blick schweifte zu ihm. Seine grauen Augen funkelten im Mondlicht und eine kleine Träne glitzerte auf seiner Wange. »Du tust es nie wieder, oder?« sein Blick war ernst, aber sanft. »Gegen das Gesetz verstoßen?« ich nickte. »Dich in Gefahr bringen-« seine Hand wuschelte durch mein Haar, bevor seine Lippen sich auf meine Stirn niederließen. »Ich mache mir nur Sorgen um dich, Phel. Ich möchte nicht, dass du dich in der Kriminalität verlierst.« er setzte sich neben mich und legte seinen Kopf in den Nacken. »Werd' ich nicht.« versicherte ich ihm und schaute ebenfalls, in den dunklen Himmel. Nur kleine Sterne funkelten auf der Leinwand und der Mond schien heute perfekt gemalt zusein. »Und wenn was ist, dann komm zu mir.« mit den Worten erhob er sich und ließ mich alleine im Garten zurück. Ich nahm mir ein paar Minuten. Zog den Geruch des Abends in mich ein und bemerkte ein kleines Lächeln, das sich auf meine Lippen legte. Ich stemmte mich auf, öffnete die Gartentür und ging zurück ins Esszimmer. Susanne unterhielt sich prächtig mit meiner Mutter, wobei mein Vater mit Travis plauderte, der rau auflachte und dann zu mir schaute. Seine eisblauen Augen schienen aufgetaut zusein und nur noch der ruhige Ozean entgegnete mir. »Ich liebe dich.« hauchte ich ihm ins sein Ohr, während ich mich neben ihm setzte und seine Hand mit meiner verschränkte. Travis grinste freudig und lehnte sich zu mir. »Ich liebe dich auch.« hauchte er mir zu und gab mir einen zarten Kuss auf meine Schläfe. Ich nahm mir etwas vom Hähnchen und beobachtete meine Familie. »Sie scheinen sich alle zu mögen.« raunte Travis mir zu und bekam von mir ein Nicken. Außer meine Mutter. Sie mochte Paul noch immer nicht. »Also, Ophelia wie habt ihr euch denn jetzt kennengelernt? Travis meinte nur, dass ihr euch von der Schule kennt.« Susanne lachte freudig und lehnte sich vor. Ich grinste und spürte die Wärme, die in meine Wangen floss. »Ich bin ein paar mal in ihn reingelaufen.« ich lachte leicht und sah zu Travis rauf, der ein Lächeln auf den Lippen trug und seinen Arm um meine Lehne legte. »Wie süß.« sie schmunzelte und sah zu meiner Mutter, die mir und all den anderen an dem Tisch ein lächeln schenkte.

TravisGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt