Kapitel 48

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"Father...
A daughter's first love und an son's first hero..."

(Vater...
Die erste Liebe einer Tochter und der erste Held eines Sohns...)

Meine erste liebe...

Hast du mich vor 9 Jahren verlassen?

Hast du mich hier, im dunkeln, alleine gelassen?

Hast du mich hier, ohne Schutz, zurück gelassen?

Du bist gegangen. Ohne eine Vorwarnung und ohne Bescheid zu sagen.

Lassen wir mich und meine Schwester mal aus dem Spiel und sag mir jetzt bitte, wie du es meiner Mutter antun könntest..?

Die Frau, die dich über ihr ganzes Leben geliebt hat.

Aber jetzt brauchst du dich, mein Held, nicht um uns zu sorgen.

Wir haben ein schönes neues Leben angefangen und versuchen es auch, so gut, wie möglich, weiterzuführen.

Du bist zwar gegangen, aber hast auch diesen "Donner" hinterlassen.

Jedes mal, wenn dies in meinen Ohren klingt habe ich Angst.

Schlechte Erinnerungen erscheinen in meine Gedanken und vor meinen Augen spielt der Tag von neuem ab..

"Acını benimle paylaşmak istermisin?"

(Möchtest du deinen Schmerz mit mir teilen?)

Murat, der mich nicht erschrecken wollte flüsterte leise, während er mit dem Streicheln meiner Haare fortfuhr.

Ich erhob meinen Kopf und sah ihn an.

Ganz langsam, ohne etwas zu sagen, erhob ich meinen rechten Hand und legte sie auf seine Wange. Daraufhin fing ich an, sie zu streicheln.

Er schloss seine Augen und schmiegte seinen Kopf in meine Hand.

Anschließend entzog ich mich und umarmte ihn so, dass meine Lippen seinen Nacken nicht ganz berührten.

Er gab mir einen Kuss auf meinem Kopf und ließ seine Wanderung fortführen, welches seine Hände übernahmen.

Nach einem Augenblick fing ich an zu erzählen...

Meine grauenvolle Vergangenheit...

***
16. September 2006
Vor 9 Jahren...

"Baba bitte bring uns dort hin. Ich verspreche dir, dass ich dann immer mein Bett aufräumen werde. Bittööö"

Flehte ich meinen Vater an. Ich wollte unbedingt an der Kolonne teilnehmen und etwas Spaß haben.

Hier wollen die heute, durch die Straßen von Berlin, durchlaufen.

Als eine laaaaange Kolonne.

Ich möchte auch gerne dabei sein und etwas lachen.

"Warum diskutierst du immer mit mir? Verstehst du denn nichts von 'Nein'?"

Ich näherte mich ihm und schlang meine Arme um seinen Nacken.

Meine Lippen nahmen ihre Position ein und ich versuchte alles zu geben, damit meine Augen glänzten.

"Bana öyle bakma!"

(Guck mich nicht so an!)

Ich sagte nichts und machte weiter.

"Tamam, tamam.. gideceğiz."

(Okay, okay... Wir werden gehen...)

"Olleeeeyyy.", schrie ich und umarmte ihn fester.

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