Kapitel 12

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Murat's Sicht:

Ich hatte sie belauscht.. Bei einem Telefongespräch.. mit ihrem Freund..!

Sie hatte gesagt, dass sie bald zu ihm gehen wollen würde. Ja, das dürfte sie auch, aber...

"Ach Murat!! Kendine gel!!" (Reis dich zusammen), fing ich somit an, innerliche Gespräche zu führen... Ein Zeichen dafür, dass ich irre werde.

Ich dürfte nicht zulassen, dass sie meine Gefühle durcheinander bringt. Ein zweites Mal werde ich meinem Herzen nicht sowas antuhn..

Ich hatte mich, beim Lauschen, an die Wand gelehnt und ihr dort zugehört. Mir war auch klar, dass sie aufgelegt hatte.. Aber trotzdem bewegte ich mich keinen Millimeter..

Dann auf einmal, kam sie, unerwartet, um die Ecke. Ist doch klar, wenn ich mich nicht bewege, dann kommt sie halt.

Schon wieder stoßten wir zusammen.

Aber diesmal kam sie so schnell, dass sie auf ihren Hintern flog. Sie saß vor mir und schaute mich von unten an...

Dieser Anblick...

Leyla's Sicht:

Als ich mich beruhigt hatte, entschied ich mich wieder zurück an meinem Platz zu gehen.

Deswegen bog ich mit schnellen Schritten um die Ecke und stoßte mit jemandem zusammen.

Weil ich zu schnell war, flog ich etwas schmerzvoll auf meinen Hintern.

Ich blickte auf und sah wieder diesen Jungen.

"Alter, stalkt der mich, oder was?", fiel dieser Gedanke mir als erstes in den Sinn.

Ich guckte ihn nur an. Wie machte er es nur? Meine Augen in seinem Bann zu ziehen, während ich auf dem Boden sitze.. Lächerlich, nicht?

Ich muss aufstehen... Ich muss aufstehen... Aber ich konnte es einfach nicht...

Langsam, ohne mich zu erschrecken, streckte er seine Hand aus.

Dies soll heißen, dass ich seine Hand halten soll.

Das erste Mal.

Wahrscheinlich will er mir helfen. Ich packte seine Hand und er schleuderte mich hoch.

Irgendwie ging das alles zu schnell und ich fand mich, auf seiner Brust angelehnt, wieder auf.

Er hielt mich an meinen Armen fest und schaute mir in die Augen.

Er wollte etwas sagen, weswegen auch sein Mund etwas aufging.

Aber leider gelingt es ihm nicht, weil wir von etwas gestört wurden..

Murat's Sicht:

Sie saß, wegen mir, auf dem Boden und deshalb musste ich ihr helfen, wieder hoch zu kommen.

Ohne den Absicht, sie erschrecken zu wollen, streckte ich langsam meine Hand nach ihr aus.

Kurz nachdem sie meine Hand sah, packte sie sie und ich half ihr schwungvoll hoch zu kommen.

Es war, glaub ich, zu schnell, weil sie jetzt auf meiner Brust angelehnt war.

Ich hielt sie an den Armen fest.

Ich sah in ihre Augen, wollte etwas sagen, aber dann ging die Tür zum Saal auf und ich wurde unterbrochen.

Dann sah ich die Person, der ich das alles noch erklären musste, weil ich weiß, dass sie mich in den nächsten Zeiten damit nicht in ruhe lassen wird...

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