Ausflug

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Damon´s P.O.V

Als ich aufwachte lag Ashley schon nicht mehr neben mir und ich hörte sie und die anderen in der Küche.Erinnerungen an die gestrige Nacht kamen bei mir hoch.Ich hatte mit Elena lange genug geredet und wir hatten alles nötige besprochen,danach waren wir wieder zu Bonnie gegangen,die mir ein Versprechen gegeben hatte.Sie wollte noch mehr über die Seelenverwandtschaft rausfinden und war auf einem guten Weg.
Schnell stand ich auf und verdrückte mich unter die Dusche,ehe ich mich anzog und mit langsamen Schritten in richtung Küche ging.Als ich in die Küche kam,brauchte ich einen Moment um zu realisiere was hier gerade los war.Am Tisch saß die ganze Truppe,sogar Matt und Alaric lehnte an der Anrichte und hatte die Knöchel überkreuzt.
Jeremy saß neben Bonnie und strahlte sie an,Elena hatte neben Stefan platz genommen und die Benson´s saßen neben Tyler und Caroline.
>>Hab ich irgendwas verpasst?<<,fragte ich und nahm mir einen Kaffee.
Der Hund lag auf dem Boden und ließ sich von Ashley den Bauch kraulen.
Mir gab niemand eine Antwort,was mich ein bisschen stutzig werden ließ.
>>Okay,was ist hier los?<<,wollte ich jetzt wissen.
Ich lehnte mich neben Alaric an die Kücheninsel und zog Ashley zu mir.Sie lehnte sich mit dem Rücken an meinen Oberkörper und ich legte eine Hand an ihren Bauch.
Jetzt stand Bonnie auf und lief durch den Raum.Ihre Hände hatte sie zusammengeschoben und die Augen zusammengekniffen.
>>Erinnerst du dich noch an meine Cousine Lucy?<<,fragte sie.
Ich suchte kurz nach einem Gesicht zu diesem Namen und verzog das Gesicht.
>>Mondstein Lucy?Natürlich erinnere ich mich.Ich will sie immernoch umbringen<<,gab ich zurück und musterte Bonnie.
>>Den Plan solltest du vielleicht erstmal auf Eis legen<<,riet sie mir.>>Lucy lebt jetzt in Los Angeles und kennt ein Paar,das dieselbe Verbindung hat wie ihr.Mehr gibt es davon nicht,nicht in den Staaten.Ich weiss nicht viel über sie und Lucy auch nicht,aber wir haben ihnen von euch erzählt und sie wären interessiert euch zu treffen.<<
Ich nahm einen schluck aus meiner Tasse und überlegte kurz.
>>Du denkst also,ich fliege nach L.A und treffe mich mit einem Vampir und seiner Seelengefährtin und beide kenne ich nicht?Und das ausgerechnet,weil der Tipp von Lucy kommt,einer weiteren Bennett die mir das Leben schwer macht?<<,fragte ich ironisch und erntete einen mahnenden Blick von Stefan,weil ich in mein altes Verhaltensmuster zurückfiel.
>>Ich hab versprochen dir zu helfen,aber das ist das einzige was ich tun kann,Damon<<,sagte Bonnie und nahm wieder platz.
Jetzt hatte ich also die Wahl.Ich konnte auf gut Glück nach Kalifornien fliegen und versuchen mehr herauszufinden,oder ich blieb hier,wo ich uns beide in Sicherheit wusste.Andererseits kannte ich in Los Angeles auch meine Leute und konnte versuchen mehr über dieses Paar in erfahrung zu bringen,bevor ich mit ihnen redete.
Klar war nur,dass ich sowieso nicht fliegen würde,wenn Ashley nicht bereit war mitzukommen.
>>Ich hab noch eine Wohnung in Los Angeles<<,warf Stefan ein.>>Ich war seit 40 Jahren nicht mehr da,aber es dürfte bewohnbar sein.<<
Wollte der kleine mich etwa loswerden.
>>Was sagst du dazu,Prinzessin?<<,flüsterte ich Ashley ins Ohr und berührte dabei mit meinen Lippen ihr Ohr.
>>Ich finde die Idee gut,Damon.Vielleicht komm ich mir nicht mehr ganz so komisch vor,wenn ich jemanden kenne,der auch das alles fühlt<<,stimmte sie zu.
Noch etwas das ich an Ashley liebte.Sie war regelrecht unkompliziert.
>>Wäre das für sie inordnung,Frank,Amanda?<<,richtete ich mich an ihre Eltern. 
>>Ja,natürlich.Ich nehme an sie würden meine Tochter mit meinem Leben beschützen<<,stimmte Frank zu und biss in sein Brötchen.

Wir landeten pünktlich in Los Angeles.Der einzige Abschied der mir schwergefallen war,obwohl ich nicht länger vorhatte als ein paar Tage wegzugehen,war der von meinem Bruder gewesen.
Frank und Amanda waren noch am Sonntagabend wieder gefahren und hatten eine Menge neuer erfahrungen mitnehmen können.Sie wussten jetzt das nicht alles so war,wie es auf den ersten Blick schien und es mehr da draussen gab,als Menschen die ihr leben lebten.
Ashley war mehr angetan von dem Ausflug nach Los Angeles,als von den Informationen die wir bekommen könnten.
Ich hatte einen Wagen gemietet und machte mich auf den Weg zu der Adresse die Stefan mir gegeben hatte.Wenigstens lag die Wohnung nicht weit weg von Downtown und wir konnten zu Fuß alles Problemlos erreichen.
Ich sperrte die Tür zu der Wohnung auf und sah mich drinnen angekommen als erstes um.Man sah das hier länger niemand mehr gelebt hatte,aber trotzdem sah es nach Stefan aus.Alles war hell und freundlich,wenn auch altmodisch eingerichtet und es gab genug persönlichen Kram,den er hier gelassen hatte.Ashley schaute sich in der Wohnung um und ich ging nochmal nach unten um die letzten Koffer zu holen.
>>Wie lang war Stefan nicht mehr hier?<<,wollte Ashley wissen,als ich die Koffer im Wohnzimmer abstellte und mich auf das Sofa schmiss.
>>Etwa 40 Jahre<<,erwiderte ich und schloss die Augen.
Es war erst Vormittag und wir hatten noch einen ganzen Tag vor uns.
>>Ich meine nur,weil ich vor sicherlich nicht das beste Verhältniss hattet,aber es gibt genügend Bilder und Briefe von dir<<,sagte sie und setzte sich neben mich.
Schlagartig öffnete ich wieder die Augen und stand auf.Ich nahm den Stapel Briefe,die auf der Kommode lagen und setzte mich wieder hin.Die Briefe waren vergilbt und an manchen stellen eingerissen,das Papier noch dicker,als es heute der Fall war und alles war mit der Feder geschrieben worden.
Ich klappte den ersten Brief auf und vergewisserte mich mit einem Blick auf das Datum,das ich auch wirklich die richtigen Briefe in der Hand hatte.
>>Diese Briefe habe ich Stefan geschrieben,als ich in der Konföderierten Armee war<<,sagte ich leise und begann sie zu lesen.
Das alles war gewesen,bevor ich Kathrine kennengelernt hatte und zwischen Stefan und mir noch Brüderliches einverständniss heerschte.
Ich faltete die Briefe wieder ordentlich zusammen und legte sie zurück auf die Kommode.
>>Wollen wir was essen gehen?<<,fragte ich.
Sie hatte Vorurteile gegenüber dem Flugzeugessen gehabt,obwohl ich ihr versicherte,dass man es in der Ersten Klasse auch schon in Thermo Schalen serviert bekommt,damit es nicht so schnell auskühlt.
>>Hört sich gut an<<,erwiderte sie.>>Ich habe einen Bärenhunger.<<
Da war sie nicht die einzige,aber dafür würde ich später noch Zeit haben.Ein Krankenhaus musste es auch hier geben.
Ich nahm ihre Hand und führte sie nach draussen,wo wir dann die Straße entlang gingen.
Das letzte mal war ich vor 15 Jahren in Los Angeles gewesen und es hatte sich nicht viel verändert, es gab höchstens ein paar Obdachlose mehr,aber sonst blieb alles beim alten.
>>Und ich dachte schon immer Virginia wäre warm<<,mekerte Ashley und zauberte mir ein Grinsen auf mein Gesicht.
>>Vielleicht hätte ich dich warnen sollen<<,erwiderte ich.
>>Manchmal frage ich mich warum ich dich liebe,obwohl hier so viele nette Männer sind<<,neckte sie mich und knuffte mir in die Seite. 
Ich führte sie in eine kleine Eisdiele und bestellte ihr was zur Abkühlung.
>>Willst du nichts?<<,fragte sie und schob sich einen Löffel Eis in den Mund.
Ich schüttelte nur den Kopf und stützte mich mit den Ellebogen auf dem Tisch ab.
>>Nein.Menschliches Essen ist toll,keine Frage,aber manchmal muss ich abstriche machen.<<
Die Wahrheit war,das Menschliches Essen mir manchmal regelrecht zum Hals heraushing.Es stand mir frei es zu essen,ich brauchte es nicht unbedingt.
>>Du willst wirklich nichts essen?<<,bohrte sie nochmal nach.
Ich beugte mich über den Tisch und presste meine Lippen auf ihre.
>>Ich hasse Vanille<<murmelte ich an ihre Lippen und lehnte mich mit einem schelmischen Grinsen wieder zurück.
>>Ich will dich heute Nachmittag in eine Bar mitnehmen<<,berichtete ich ihr und versuchte nicht so besorgt zu klingen wie ich es war.

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