Is that real or just a fake?

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Damons P.O.V

Wütend sprang ich aus dem Sessel auf. Wenn diese Legende und Klaus Worte wirklich der Wahrheit entsprachen, dann würde das bedeuten, dass die letzten Sieben Jahre nichts weiter als Zeitverschwendung waren. Alles was ich fühlte, oder zu fühlen geglaubt hatte, war von Hexen heraufbeschworen worden und ich konnte nichts dagegen machen, weil ich es erst bemerkt hatte, als schon alles vorbei war. Wir hatten Kinder, die nur aus einem Grund in die Welt gesetzt worden waren. Weil die Hexen jemanden brauchten, der ihre Arbeit erledigte. Die Hexe zu suchen, die dafür verantwortlich war, wäre vermutlich genauso Zeitverschwendung. Die Legende war tausende von Jahren alt und auch Hexen starben irgendwann. 
Bei dem Gedanken daran, dass ich Ashley vielleicht nie wirklich geliebt hatte, zog sich in mir alles zusammen. Ich hatte vor diesem Mädchen meine Maske fallen lassen, sie wusste alles über mich, jedes noch so kleine Geheimniss. Ich wollte das nicht glauben.
>>Wenn das wirklich alles so stimmt, warum haben dann Stefan und Elena auch ein Kind?<<, wollte ich wissen und schenkte mir ein Glas Scotch ein.
>>Ihr seit Brüder, Damon, und was er und Elena durchmachen mussten, lässt eine solche Verbindung ebenfalls entstehen<<, versuchte Klaus mir zu erklären.
Langsam begann ich mich zu fragen, ob das alles hier überhaupt einen Sinn machte. Jeden Tag gab es ein neues Problem und die Zeit diese zu lösen, war immer viel zu knapp. Mit einem Zug trank ich das Glas aus und verschwand nach Oben, wo ich vor dem Fenster stehen blieb und versuchte die Kontrolle über meine Gefühle zu behalten. Das Ashley mir gefolgt war, hatte ich bemerkt, aber ich hatte gehofft, sie würde wieder umdrehen und zurück zu den anderen gehen. Warum tat sie das alles? Ich benahm mich ihr gegenüber wie ein Arschloch, stieß sie von mir und ich hatte auch bemerkt, dass sie geweint hatte, bevor ich nach Hause gekommen war.
>>Damon, wir sollten darüber reden<<, sagte sie mit fester Stimme.
Ich schnaubte und ballte die Hände zu Fäusten.
>>Wir tun doch nichts anderes als reden<<, stellte ich klar und fuhr herum. >>Über was sollen wir denn reden? Vielleicht über heute Morgen? Über die Tatsache, dass alles hier nur gespielt ist und es dich kaputt macht?<<
Stumm schüttelte sie den Kopf, aber in ihren Augen sah ich Entschlossenheit aufblitzen. Sie würde sich von mir nichts einreden lassen und vielleicht war das auch gut so, aber ich konnte so nicht weitermachen. 
>>Glaubst du wirklich, all das hier ist nur gespielt? Denkst du wirklich, ich mach das hier gerne? Jeden Tag muss ich damit klarkommen, dass alles jeden Moment vorbei sein könnte. Wir wagen es alle nicht auszusprechen, aber die Wahrheit ist doch: Egal was wir tun und egal wie sehr wir versuchen diese Probleme zu lösen, wir werden es nie schaffen<<, gab sie zurück. >>Wenn du wirklich glaubst, all das hier ist nur gespielt, meine Gefühle für dich seien nur gespielt, dann erinnere dich daran, was ich für dich alles aufgegeben habe.<<
>>Was hast du denn aufgeben müssen?<<, zischte ich und versuchte ruhig zu bleiben.
>>Ich habe mich für dich entschieden, bevor wir Kinder bekommen haben und wussten, dass wir Seelenverwandt sind. Für dich hätte ich mich in ein Vampir verwandeln lassen. Ich hätte mich entschieden, mit der Gier nach Blut zu leben und Menschen umbringen zu wollen, solange ich mit dir zusammen sein kann. Ich hätte mich gegen ein normales Leben entschieden und all die Leute die mir wichtig sind, meien Mom und meinen Dad, meine Familie sterben sehen. Ich hätte mich dazu entschieden keine Kinder zu bekommen und zusammen mit dem Mann den ich liebe alt zu werden, weil der Mann den ich liebe nunmal nicht älter wird. Aber wenn du jetzt wieder gehen willst, nur weil du glaubst, alles was wir die letzten Sieben Jahre durchgemacht haben, würde mit dieser Legende zusammenhängen, dann werde ich dich bestimmt nicht aufhalten<<, erklärte sie und eine Träne rollte über ihre Wange.
Ich wollte meine Hand ausstrecken, die Träne wegwischen und sie in meine Arme ziehen, aber ich konnte nicht. Etwas hielt mich davon ab und ich merkte, dass ich mir wieder selbst im Weg stand. Ich wollte diese Gefühle nicht zulassen. Aber zu sehen, wie sie vor mir stand und weinte, während sie versuchte stark zu bleiben und für mich da zu sein, trieb auch mir die Tränen in die Augen, die ich versuchte zurück zu blinzeln. 
>>Ich will nur das du mir eins sagst<<, verlangte ich von ihr und ging einen Schritt auf sie zu. >>Sag mir, dass du nicht denkst, dass alles hier wäre nur gespielt. Sag mir, dass du mich wirklich liebst und nicht an unserer Beziehung gezweifelt hast. Sag mir, dass das was du für mich fühlst wirklich echt ist.<<
Ich zitterte am ganzen Körper, weil ich versuchte nicht zu weinen. Ich wünschte mir sosehr, dass wir einen Weg finden würden, weiterzumachen. Und als sie nach Sekunden des Schweigens immer noch nichts gesagt hatte, fühlte ich mich bestätigt in der Annahme, dass wir diesen Weg nicht finden würden. Nicht gemeinsam.
>>Sag ich doch<<, brach ich die Stille und wandte mich von ihr ab.
Eine Hand legte sich auf meinen Arm und zog mich zurück. Wenn ich wöllte, dass sie mich loslässt, würde ich ihr wehtun müssen. In ihrem Gesicht lag soviel Verzweifelung, dass ich den Blick abwenden musste.
>>Ich kann dir nicht sagen, dass ich nicht an unserer Beziehung gezweifelt habe<<, antwortete sie und hob die Hand, nur um sie dann wieder sinken zu lassen. >>Aber es würde nichts bringen, wenn ich dir jetzt sagen würde, dass ich dich wirklich liebe und alles was ich für dich fühle echt ist, würdest du es sowieso nicht glauben. Hab ich recht?<<
Einen Moment sah ich sie nur an und sagte nichts. Warum sollte ich ihr keinen glauben schenken? Die Antwort war einfach: Weil die Wahrheit vor mir lag und erschreckend war.
>>Das denkst du doch, oder? Du denkst, dass du soviel schlechtes getan hast, dass niemand dich lieben kann<<, nahm sie mir vor weg. >>Diese Legende ist doch eine willkommene Ausrede für dich, deine Taschen zu packen und einfach abzuhauen. Aber über eins hast du nie nachgedacht. Diese Legende und das sie wahr geworden ist, bedeutet doch nur, dass das was wir haben echt ist und wir uns wirklich lieben. Mir ist egal was du jetzt sagst, denn ich habe nicht vergessen was heute Morgen war und ich hab es satt. Du könntest einfach mal mit mir reden, wenn du denkst, dass irgendwas nicht stimmt, anstatt dich in dein Schneckenhaus zu verkriechen und deine schlechten Launen an mir auszulassen. Ich liebe dich und es ist echt, aber mit dem Rest musst du selbst klarkommen.<<
Ich konnte sie verstehen, konnte verstehen das sie nicht mehr länger unter meinen schlechten Launen leiden wollte. Bevor sie aus der Tür ging, drehte sie sich nocheinmal zu mir um und ließ mich dann alleine mit meinen Gedanken. Ich setzte mich auf die Bettkante und legte meinen Kopf in meine Hände. Ashley... sie hatte soviel für mich getan und soviel für mich geopfert. An all diese Dinge hatte ich nicht mehr gedacht, weil ich vergessen hatte, wie viel sie ihr bedeuteten. Ich hatte einfach nicht mehr daran gedacht, dass sie ein Mensch war, eine Familie und ein Leben für mich aufgegeben hatte. 
Jetzt konnte auch ich die Tränen nicht länger zurückhalten. Ich weinte nie und das ich es jetzt tat, kam mir unglaublich dumm vor.

New Life 2.0Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt